Der erste Märtyrer für die Botschaft von Mal. 4, 5-6

Die Geschichte Robert Lee Lamberts (1930-1973)

EINFÜHRUNG

 

 

„Da es nun schon viele unternommen haben, einen Bericht zu verfassen von den Begebenheiten, die sich unter uns erfüllt haben, wie uns die überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes geworden sind, so habe ich’s auch für gut angesehen, nachdem ich alles von Anfang an sorgfältig erkundet habe, es dir, vortrefflichster Theophilus, in aller Ordnung zu schreiben, damit du die Gewißheit der Dinge erkennst, in welchen du unterrichtet worden bist.“ (Lukas 1: 1-4)

 

                       Nachdem es bekanntlich viele auf sich genommen haben, über die Dinge zu sprechen, die das Leben, den Dienst und das Märtyrertum Robert Lee Lamberts betreffen (genannt Bob oder Junior), wie er es 1959 prophezeit und in seinen Predigten bis zur Zeit seiner Ermordung 1973 bestätigt hat; nachdem viele oftmals diesen Mann verunglimpft haben, über den sie wenig wußten und den sie noch weniger verstanden, schien es uns gut, die wir Augenzeugen, Gefährten und seine Mitarbeiter waren, die Wahrheit über diesen Mann Gottes herauszubringen. Daß er Verkünder einer neuen Erweckung, ein Diener des Evangeliums Jesu Christi und der Botschaft von Mal. 4, ein Pastor und Lehrer gewesen ist, der beide Ämter treu ausgeübt hat, und daß er der erste Märtyrer für die Endzeit-Botschaft gewesen ist, das scheint auf alle jene keinen Eindruck zu machen, die Gerüchte, Halbwahrheiten und glatte Lügen wiederholen und damit versuchen, ihre bröckelnde Stellung abzustützen, die sie als Führer für diejenigen innehaben, die der Botschaft des Lebens im Zeitalter von Laodizea folgen möchten. Er ist vieler Dinge fälschlich beschuldigt worden: Er hätte behauptet, Elia zu sein; er hätte gepredigt, niemand habe den heiligen Geist; er hätte nicht an göttliche Heilung geglaubt; er hätte sich gegen Gottes Propheten William Branham gewandt und seine eigene Botschaft gepredigt; er hätte behauptet, Botschafter eines achten Gemeinde-Zeitalters zu sein; er wäre Leiter eines Kultes gewesen; er hätte sich in einen Dienst hineingedrängt, der nicht ihm gegolten habe; er hätte Gemeinden zerbrochen; er wäre von Gott dafür gerichtet worden, daß er einen Propheten gespielt habe; er wäre gestorben, nachdem er bei einem Raubüberfall mit einem Stück Holz erschlagen worden sei.

 

   Auch unter denen, die ihm als Prediger begegnet waren und ihn gehört hatten, gab es nur wenige, die Einzelheiten aus dem früheren Leben Bruder Bobs kannten, beispielsweise, wie er zu Christus kam und zur Botschaft William Branhams oder die Heimsuchungen des Geistes; seine Hingabe und Weihe für die Verteidigung des Evangeliums; sein Verlangen schließlich, die schriftgemäßen Verheißungen Gottes im Leben der Gläubigen durch das Kommen der Schlußstein-Ausgießung manifestiert zu sehen.

   Es gibt ein aufrichtiges Bedürfnis, über diesen Mann mehr zu wissen, an den viele als einen Vertrauten, als einen Freund und Ratgeber, als Jagdkameraden oder Angelpartner und (sicher nicht zuletzt) als einen Hirten zurückdenken, der die Botschaft William Marrion Branhams liebte, respektierte sowie ohne Zweifel und Kompromisse gepredigt hat.

   Während wir uns an diese Dinge erinnern, haben wir als seine Freunde, Begleiter, Familienangehörige, als seine Schafe und als Mitprediger sowohl in den Vereinigten Staaten wie auch im Ausland diesen Schritt unternommen, all die Dinge, die wir gehört und gesehen haben, sowie das was Robert Lambert selbst bezeugt hat, einmal geordnet zusammenzustellen. Wir glauben, es ist sehr wichtig, seine Ehrlichkeit und seine Aufrichtigkeit, seine Hingabe an Gott, seine Demut, sein Mitgefühl und seine Liebe vor dem Hintergrund der Standhaftigkeit darzustellen, ebenso sein kompromißloses Einstehen für das Wort und seine Kühnheit im Predigen der Wahrheit, doch genauso den Tadel an denjenigen, die sich im Irrtum befanden.

Er war ein Anbeter und schämte sich nicht dafür; ein liebevoller und zuverlässiger Freund und ein unermüdlicher Wahrheitssucher. Er war ein ungewöhnlicher und ein sonderbarer Mann – ein wahrhaft ehrlicher Mann ist immer sonderbar –, aber er versuchte, der Führung des Heiligen Geistes so konsequent zu folgen, wie er nur konnte.

  

   Einige von uns waren schon Augenzeugen seit seiner Bekehrung. Andere lernten ihn erst während seiner letzten Lebensjahre kennen. Wer ihn wirklich kannte, konnte eine Geschichte erzählen, wie ihm von diesem Mann geholfen und wie er gesegnet wurde von dessen besonderem Dienst, der auf der Schrift, den Lehren William Branhams (Gottes Prophet und letzter Botschafter an die Gemeinde-Zeitalter) sowie auf direkter Offenbarung Gottes an ihn gegründet war.

 

   Die Zeugnisse vieler, die Bruder Lambert am nächsten standen, sind auf einem Audioband zusammengefaßt. Sie stellen die Grundlage dar für einen großen Teil des Materials, das hier vorgestellt wird. Der größte Teil an Information verdankt sich Bruder Lamberts eigenen Zeugnissen und den häufigen persönlichen Bemerkungen während vieler der aufgenommenen Predigten.

Wir sollten hier insbesondere Bruder George Parylla erwähnen, der Bruder Lambert fast von Anfang an kannte, liebte und schätzte. Er begegnete Bruder Lambert mitten in der Nacht in der Abgeschiedenheit einer Hütte in den Bergen von Kentucky, wo sie auf den Herrn warteten. Dort wurde Bruder Parylla sein Gefährte. Nachdem Bruder Lambert 1967 nach Connecticut gezogen war, wurde Br. Parylla sein Co-Pastor. Bruder Parylla diente von 1979 an als Pastor der Versammlung bis zu seinem Heimgang 1992. Sein Zeugnis befindet sich unter denen, die für diesen Band Verwendung fanden.

 

   Wie es bei vielen Menschen ist, die nicht im Kalklicht (ein sehr helles Licht) des Lebens geboren wurden, so sind auch die meisten Einzelheiten im Leben Robert Lamberts im Dämmerlicht der Vergangenheit verschwunden. Sogar nach seiner Bekehrung führte ihn der Dienst, den Gott ihm gab, aufgrund von Verfolgungen so häufig von Ort zu Ort, daß es nicht immer möglich war, jene Mahnzeichen des Vorübergehens zu hinterlassen, die dem Betreffenden die Bedeutsamkeit seines Besuches hätten nahebringen können. Zum Teil war dies auf den Unglauben in den Herzen der „Professoren des Christentums“ zurückzuführen. Andererseits waren nicht wenige einfach nicht bereit, ein weiteres Ausgießen des Heiligen Geistes, eine Erweckung der Braut, einen „Sprich das Wort“-Dienst und andere Teile von Bruder Branhams Botschaft zu akzeptieren, die nicht nach ihrem Geschmack waren und die ihr Gewissen und ihren Lebensstil zu sehr eingeengt hätten. Andere wiederum mögen gedacht haben, daß ihre anerkannte Stellung durch einen Mann bedroht wurde, der ihnen mit dem Worte Gottes die Grundlagen einiger ihrer am meisten geschätzten Glaubensartikel wegnehmen könnte, z.B. „Der Spätregen ist schon gefallen“; „Alles ist vorüber“; „Das Blut ist nicht mehr auf dem Gnadenthron“; „Die Braut hat nun den vollkommenen Glauben und vollkommene Liebe“; „Wir warten nur noch auf die Entrückung“. Zweifellos fühlten sich einige auch gezüchtigt von einem Mann, der sehr kritisch eingestellt war gegenüber der liberalen Denkungsart unter den Predigern, was ein unheiliges Leben, Fernsehen, Teilnahme an Sportveranstaltungen, unziemliche Kleidung und sexuelle Verfehlungen betrifft.

...

Bruder Lamberts Dienst unterschied sich von den populären Diensten in seinen Tagen: Evangelisieren, Betonung von Zeichen und Wundern, internationale Anerkennung durch Publikation von Büchern und Magazinen. Dieser Mann Gottes stand im Joch und unter der Bürde des Herrn im Klagen, Weinen und Seufzen im Gebet, im Fasten und Studieren des Wortes und der Botschaft – 14 Stunden des Tages in den frühen Jahren nach seiner Bekehrung und bis zu seinem Martyrium. Er schwankte und zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern war stark im Glauben und gab Gott die Ehre. Verborgen im „hinteren Teil der Wüste“, war sein gesamter Dienst denen gewidmet, die ihm glaubten. Er lehrte sie die tieferen Dinge Gottes und bereitete sie durch die Schrift und die Botschaft Bruder Branhams darauf vor, eine weitere Ausgießung des Heiligen Geistes zu empfangen. So hob er besonders die Token-Botschaft (Das Zeichen) Bruder Branhams hervor. Während der zweiten Hälfte seines Dienstes nahm er nur wenige Einladungen an, in anderen Botschaftsgruppen zu dienen, lehnte es ab, Audio-Botschaften zu verschicken, und nahm Abstand von Diskussionen mit Predigern über Lehrfragen. Da die Dinge, die Gott ihm geoffenbart hatte, mißverstanden wurden, wurde er von einigen verfolgt. Etliche wurden international bekannte Nachahmer von tieferen Wahrheiten, die ihm der Herr geoffenbart hatte und die den Neuen Dienst von William Branham betrafen:

 

  • Der weitere Dienst Christi und Seiner Braut, der von Bruder Branham prophezeit worden war
  • Sprich das Wort Schöpfungskraft
  • Der Sohn des Menschen im Gericht gegen die geoffenbart, die die Botschaft ablehnen  
  • Offenbarung 10, 1 Der Bundesengel (Christus im Gericht)
  • Der weiße Pferdreiter
  • Die Supergemeinde durch das Kommen des Schlußsteins
  • Ausgießung des Heiligen Geistes
  • Die Gegenwart Christi
  • Christi Erscheinen und Kommen in Bezug auf die Öffnung des siebenfach versiegelten Buches
  • Christus soll verherrlicht werden in der Endzeit-Braut und
  • Manifestierte Söhne Gottes

 

Er hat diese Lehren klar umrissen, und dies wurde begleitet von der großen übernatürlichen Gegenwart und Kraft des Heiligen Geistes. Prediger wie Laien-Mitglieder, auch Sünder waren überwältigt von der Ehrfurcht gebietenden Gegenwart und der Klarheit des Wortes. Keiner der Opponenten seiner Lehren war in der Lage, sie auf der Basis der Schrift und der Botschaft Bruder Branhams zu widerlegen. Es ist unmöglich, die Wirkung zu leugnen, die so ein einzigartiger Dienst auf unser Leben hat.

   Wir vertrauen darauf, daß dies eine Geschichte ist, die Botschaftsgläubigen, Nachfragenden, Kritikern und Neinsagern eine Gelegenheit bietet, Motive und Ziele eines Mannes zu unterscheiden, der das „letzte volle Maß an Hingabe“ für das Evangelium Christi leistete, und zu entscheiden, ob unser Pastor ein falscher Gesalbter war oder ein Diener Gottes. Wir als seine kleine Herde sind vollständig überzeugt, daß Bruder Bob ein geborener Erweckungsverkünder war, der einen Samen des Glaubens in die Herzen mehrerer Prediger und Gläubiger gepflanzt hat. Er brachte sie unter eine übernatürliche Inspiration und in die Gegenwart Christi und hat sie vorbereitet für die verheißene Brauterweckung durch eine weitere Ausgießung der Kraft des Heiligen Geistes.

   Noch 29 Jahre nach Bruder Bobs Martyrium fühlen wir uns an Stephanus erinnert, den ersten Märtyrer des Herrn im NT.

„Und sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, mit welchem er redete. Da stifteten sie etliche Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte reden hören wider Mose und wider Gott. Und sie erregten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten und traten herzu und rissen ihn mit sich fort und führten ihn vor den Hohen Rat und stellten falsche Zeugen auf, die sprachen: Dieser Mensch hört nicht auf, Lästerworte zu reden wider diese heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn sagen hören: Jesus, der Nazarener, wird diese Stätte zerstören und die Sitten ändern, die uns Mose überliefert hat. Und alle, die im Rat saßen, blickten auf ihn und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.“ (ApG 6: 10-15)
„ und sie steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“
(ApG 7:59)

Dies ist nun die Geschichte von Robert Lee Lambert, des Mannes, den wir freundschaftlich „Bruder Bob“ nennen.

 

 

[The First Martyr, Publikation von Bethel (The House of God), Freeport, Trinidad, West Indien, 2002

Auszug von der Einführung]

 

 

 

Kapitel 1 (Auszug)

 

Schon als Jugendlicher hatte er einen Traum, daß er eines Tages ein Diener Gottes sein würde, und der Ruf Gottes in seinem Leben wurde ihm nach und nach stärker bewußt. Aber er fürchtete sich vor dem Herrn und versuchte davonzulaufen. Er stellte wohl fest, daß er den Herrn Jesus liebte, gleichwohl nicht wußte, wie er sich dem Herrn Jesus nähern sollte.

Als Jugendlicher rannte er davon und zog eine Zeitlang mit einem Wanderzirkus herum. Als er sechzehn war, gaben er und sein Freund ein falsches Alter an, um in die Armee aufgenommen zu werden. Und sie verbrachten dort ein paar Monate in der Ausbildung, bevor die Sache herauskam. Mit siebzehn Jahren trat er dann ganz legal in die Armee ein und kam zur Luftwaffe.

Ein paarmal versprach Bob dem Herrn in lebensgefährlichen Situationen Ihm zu dienen, aber kaum war die Gefahr vorüber, nahm er sein altes Leben wieder auf. Im Jahr 1950 ... ging er mit vier seiner Kameraden schwimmen. Es gab dort am Strand offenbar gefährliche Strömungen, so daß alle vier Freunde ertranken, nur er kam davon, nachdem er Gott um Rettung angerufen hatte.

Ein andermal entging er dem sicheren Tod, als er ein nagelneues Cabriolet zu Schrott fuhr. Er war wundersam bewahrt worden und ging einfach davon. Wer den Wagen gesehen hatte, konnte sich nur wundern, wie man einen solchen Unfall überleben konnte.

Noch während seines Dienstes in der Armee erkrankte Bob an der entkräftenden Krankheit Charcot-Marie-Tooth (nach den Ärzten benannt, die sie als erste beschrieben haben). Diese Krankheit wirkte sich an Rücken und Beinen aus.

Sie war genetisch bedingt und führte bei einem Behinderungsgrad von 70% schließlich zu seiner Entlassung aus der Luftwaffe. Während sein Oberkörper kräftig blieb und er so viel trainierte wie nur möglich, begann seine Beinmuskulatur zu schwinden (Atrophie), so daß seine Beine nicht dicker waren als Besenstiele. Später hat er dies einmal so kommentiert: "Auch wenn ihr mir eine Million Dollar geben würdet, könnte ich mich trotzdem nicht auf meine Zehenspitzen stellen."

Dies war sein Gesundheitszustand, und darum bezog er eine Behindertenrente für den Rest seines Lebens.

Obgleich seine Dienstzeit noch in den Koreakrieg fiel, wurde Bob aber dennoch nicht an die Front verlegt. Der Herr hatte einen wichtigeren Dienst für ihn: Statt Seelen zu vernichten, sollte er sie nach Golgatha weisen.

Ungefähr zum Zeitpunkt seiner Erkrankung verstarb "Pa" Lambert, der ihn als Waisen aufgenommen hatte. Seine Großmutter war bereits 1948 gestorben. Das Gefühl von Verlassenheit und Isolation wurde dadurch noch stärker. Nachdem er in Kenova (West-Virginia) zu den Tagen seiner Kindheit zurückgekehrt war, gab es nicht viel sinnvolle Arbeit, die er hätte tun können. So hatte er viel Zeit und versuchte sich in vielen Betätigungsfeldern. Er hat bspw. als Textilverkäufer, in einer Glasfabrik und sogar in einem Schlachthof gearbeitet. Überall erfolglos, begann er zu trinken und verkehrte mit seinen früheren Kumpels.

Auf seiner Suche nach Liebe und Geborgenheit umwarb und heiratete er schließlich ein Mädchen aus Kenova, ein paar Jahre jünger als er selbst, Shirley Gayle Webb, doch auch das konnte die Leere in seinem Herzen nicht restlos ausfüllen.

Ihr erstes Kind, Mark Aaron, wurde noch 1954 geboren, und die Tochter Vickie Ellen kam im folgenden Jahr zur Welt.

Als Shirley ihr drittes Kind erwartete, hatte sich Bobs Zustand so sehr verschlechtert, daß er medizinische Behandlung benötigte. Kurz bevor das dritte Kind kommen sollte, trafen Bob und Shirley Vorbereitungen, Kenova zu verlassen und in eine Vorstadt von Miami zu gehen, wo es ein gutes Militärkrankenhaus für Veteranen gab.

 

Am ersten Januar 1959 wurde ihnen Timothy  Lee Lambert geboren. Und Bob Lambert - gerade mal 28, in schlechtem Gesundheitszustand, mit Frau und drei Kindern, auf der Flucht vor Gott, ohne kirchlichen Hintergrund und ohne religiöse Bildung, fast ohne jede Bibelkenntnis, ein gottloser Sünder -  war am Ende seines Weges angelangt.

 

 

Kapitel 2 (Auszug)

Gezüchtigt vom Herrn, gerettet, gefüllt mit dem Heiligen Geist

 

„Was wir heute brauchen, um geistlich zu sein, ist eine Person, die sich demütigt vor Gott; wenn sie keinen Penny hat (haben), wird sie beten, bis dieser Geist befriedigt ist mit der Güte Gottes und eine Erweckung im Innern ihres Herzens geschieht; das verändert ihre Einstellung und die Atmosphäre, in der sie lebt (leben)." Sei Gottes sicher 59-0125

 

Das Bewußtsein vom Ruf Gottes im Leben eines Mannes kommt oft mit dem Gefühl einer großen Verantwortlichkeit, die ihn in den Dienst für Gott treibt. Er wird ein Liebessklave für die Kinder Gottes wie eine Mutter für ihr zu stillendes Kind - um zu schützen, zu lieben und zu dienen. Ein geborener Führer wird die Menschen zur Gerechtigkeit führen; oder aber, wenn er rebellisch ist, zur Ungerechtigkeit.

Wir wissen, daß Mose ein ausgebildeter Krieger war, der für den Pharao Städte eroberte, bevor ihn der Herr aus dem brennenden Busch in der Wüste berief, um Israel aus Ägypten herauszuführen. Auch Bruder Branham versuchte sich der Führung Gottes zu entziehen und wollte sein wie seine Freunde... Zigaretten rauchen und Whisky trinken. Er wollte ein "großer schlechter Bill", ein "Tarzan" sein, aber Gott hat das nicht zugelassen.

Bob Lambert wollte am liebsten 1,90 groß sein und den übelsten Burschen in der Stadt verhauen. Er mochte den Faustkampf und war überzeugt, daß Männer nicht weinen. Aber Gott hatte eine Arbeit zu tun ...

Seine Diener führt Gott oft durch eine rauhe Schule des Trainings. Armut, Härten des Lebens, Unglück, Versuchungen, Verfolgung und Todesfurcht erzeugen ein Bewußtsein von den Nöten der Menschheit, so daß auch Robert Lambert ihre Leiden nachempfinden und Beistand leisten konnte, wo jemand in Not war. Die Bibel lehrt uns, daß auch der Herr Jesus in allen Dingen versucht wurde wie wir und daß Er, obgleich Er Sohn war, Gehorsam lernte durch die Dinge, die Er erlitt (Hebr. 5:8). Obwohl dieser wahrhaft von Gott berufene Mann (BL) vom Herrn fortlief, hat Gott ihn durch Seine Zuchtrute von Mißgeschick und Kummer zum Gehorsam gegen Seinen Willen gebracht.

 

Wir wissen zurzeit wenig über die Geburt und die frühen Jahre Robert Lee Lamberts III. Aber durch sein eigenes Zeugnis wissen wir, daß er sich schon früh bewußt war, daß es einen Ruf Gottes in seinem Herzen gab, ein Ziehen und ein Sehnen, das sich nicht stillen ließ mit den Dingen, die er tat oder durch die Leute, mit denen er umging - nicht einmal durch seine Frau. Wenn sich sein Zustand verschlechterte, versuchte er wohl, Gott zu finden, aber wie es schien, konnte niemand auf den Schrei seiner Seele Antwort geben. Er war zu den Methodisten und zu den Baptisten gegangen, um Hilfe zu bekommen, aber die einzige Antwort war, er solle sich der Gemeinde anschließen. Er hörte nichts über die Kraft Gottes zu heilen und er wußte nichts von einer "Pfingst"-Erfahrung. Dennoch war dort ein „tiefes Rufen zur Tiefe", das nach einer Antwort verlangte.


In der dritten Januarwoche 1959 wurde Bob Lambert, der  seit sieben Jahren krank, arbeitsunfähig und nun im Begriff war zu sterben, ohne darauf vorbereitet zu sein, ohne Kenntnis von der Errettung durch Jesus Christus, unfähig, seine Frau und seine drei Kinder zu unterhalten, ohne Verwandtschaft und mit nur einem einzigen Freund vor Ort, im Veteranenkrankenhaus Coral Gables aufgenommen, das direkt neben der Universität von Miami gelegen ist. Nach seiner Aufnahme behielt man ihn zur Untersuchung da um herauszufinden, welche Behandlung notwendig bzw. angemessen war.

 

Shirley ließ die Kinder auf der anderen Straßenseite bei einem Mädchen zurück, wo sie unter merkwürdigen Nachbarn untergekommen waren, und ging zu Bob ins Krankenhaus. Bob bat sie nach einiger Zeit, seinen Freund Eddie anzurufen. Der sollte kommen und sie nachher nach Hause begleiten. Aber allem Anschein nach hatte Eddie den Tag beim Hunderennen verbracht, und nun war er zu müde und wollte Bob erst am nächsten Tag besuchen. Daß sein bester Freund in der Stunde der Not für ihn nicht zur Verfügung stand, brachte Bob beinahe um. Er weinte vor Verzweiflung und sagte zu Shirley, er wolle ohne Eddie mit ihr allein bleiben. Er wollte diese Welt nicht einsam verlassen.

Später sagte Bob dazu: "Eddie dachte so wenig an mich, daß er sich nicht mal um meine Frau kümmerte. Er wußte das zwar nicht, aber für mich war dies das Ende der Freundschaft. Das brach mir das Herz. Ich dachte, mein letzter Freund ist nicht interessiert genug, an meinem Bett zu sitzen, während ich sterbe. Ich sagte zu meiner Frau, sollte ich da durchkommen, will ich keinen Menschen mehr sehen. Ich wußte nicht, daß Jesus die ganze Zeit da war. Gott sei Dank für Jesus."

...

Er überlebte die Nacht und wurde am folgenden Tag auf Station 15 verlegt, die Abteilung der Querschnittsgelähmten, wo niemand mehr hoffen konnte, zu einem normalen Leben zurückzukehren. Dort lagen sterbende Männer in ihren Betten, zerschossen, von Granaten getroffen oder an tropischen Krankheiten leidend, die sie sich bei Gefechten im Dschungel oder auf den Reisfeldern Koreas zugezogen hatten.

 

{Einschub aus Einsetzung in die Sohnschaft, Teil IV 60-0522: O Gott, wir gedenken heute abend unseres Präsidenten, Dwight Eisenhowers. Er hat das Land geführt, Herr, und hat versucht, uns aus dem Krieg herauszuhalten. Er versprach, daß der Korea-Krieg beendet wird, wenn es nur irgend ginge. Er versprach den Müttern ihre Söhne zurückzubringen. Doch er sagte: „Ich kann es nicht tun. Ich kann mich darum bemühen, doch nur Gott allein kann es tun.“ Und Du warst mit ihm, Herr, und nun ist alles in Ordnung. Warum haben sie es nicht eher so gesehen? O Gott, ich bitte, daß Du ihm helfen mögest. Segne diese tapfere Seele, Herr. (S. 1-2, FVM)}

 

Bob sagte: "Ich sah all diese Männer links und rechts vom Gang, schrecklich verwundet. Man nennt sie in der Armee die paraplegischen Patienten. Sie sind vollständig gelähmt. Einige können nicht sprechen, andere liegen im Koma. Die meisten von ihnen nur noch Skelette, tote Männer, wie sie da in ihrem Bett liegen. Ich hatte nie so etwas erlebt, und wenn ich tausend Jahre lebe, werde ich das nicht vergessen. Tod, wohin ich auch blickte. Und <dennoch> sagte ich mir, daß mehr am Leben dran sein muß als das, was ich hier sehe und was ich erfahren habe.“

 

Und genau mir gegenüber lag dieser stattliche Mann, der ein Jetpilot gewesen war, er war von Kopf bis Zeh gelähmt. Wirklich ein stattlicher Mann. Während ich ihn anschaute, geschah etwas in meinem Innern. Ich kann's nicht erklären... Ich war als Waise aufgewachsen, rauh und rowdyhaft, und so war ich überzeugt, Männer weinen nicht. Dennoch kamen mir die Tränen und liefen mir die Wangen hinunter. Ich wußte nicht, was mit mir geschah. Irgendwie schien ich wie hypnotisiert zu sein und beobachtete nur diesen Mann. Ich konnte meine Augen nicht von ihm abwenden.

Ich überlebte diesen Tag, und jeden Tag beobachtete ich diesen Mann. Dabei dachte ich: Dieser Mann hat ein furchtbares Leben. Er ist höchstens 21 oder 22 Jahre alt. Sein Körper ist ein Wrack. Und sein Gehirn ist eingedrückt. Neben seinem Bett hatte er ein Foto von seiner Frau und seinen zwei Kindern.

Ich beobachtete seine Frau, als sie eines Tages kam. Sie hatten nichts, worüber sie reden konnten. Ihr Mann würde nie wieder aus diesem Bett aufstehen. Sie war eine schöne junge Dame von ungefähr 22 Jahren. Worüber sollten sie reden? Sie konnte nicht fragen: "Darling, wann kommst du nach Hause?" Oder: "Darling, fühlst du dich heute besser?"

 

Und dann geschah etwas mit mir. Ich konnte direkt hineinschauen in diese Familie. Ich konnte die Gedanken der Frau sehen. Ich konnte seine Gedanken sehen, und ich konnte den Schmerz von allen beiden sehen. Wenn sie ihn anschaute, dann sah sie einen verkrümmten und gequälten Körper, mit eingedrücktem Hinterkopf, schlechten geistigen Fähigkeiten und mit völlig verdrehten Knien. Mein Gott! Und die Tränen strömten mir aus den Augen. Es verfolgte mich Tag und Nacht.

...

Eines Tages sprach jemand über die Heilungskraft Gottes, und ich rief aus: "Wenn es einen Gott gibt, der heilt, warum kommt er nicht ins Hospital?" Ich weiß nicht, warum ich das sagte, denn ich hatte den Herrn immer respektiert. Ich suchte nicht nach Gott, ich hatte aufgegeben. Als persönlichen Heiland hatte ich den Herrn Jesus Christus mein Leben lang akzeptiert, aber von neuem geboren, das war ich nicht. Ich hatte mich den Baptisten angeschlossen und dem Prediger die Hand geschüttelt. Aber ich war nicht wiedergeboren. Ich kannte nicht meinen Herrn.

 

Mein ganzes Leben sagte ich Dinge, die dann auch geschahen. Ich konnte das nicht verstehen. Wenn ich in den Spiegel guckte, sagte ich mir: Da ist irgendwas merkwürdig mit mir."

Als ich meine teure Frau heiratete, sagte ich ihr, daß ich ein seltsamer Bursche sei. Sie hatte eine schwere Zeit. Dreißig Tage lang lag ich nachts wach und versuchte herauszufinden, was los war mit mir. Ich sagte Dinge, und sie geschahen. Ich war in schlimmer Verfassung und suchte nach etwas, wußte aber nicht, daß es Jesus war.

 

Während ich sah, wie dieser Mann (der junge Pilot) starb, liefen mir Tränen das Gesicht herunter, ich weinte Tag und Nacht. Ich verstand nicht, was da in meinem Leben geschah. Es ging mir so schlecht dabei, daß ich dem Doktor sagte: "Hören Sie, Doktor, ich gehe heute nach Hause. Ich kann dies Leiden nicht mehr mit ansehen. Der Junge da drüben. Ich heule Tag und Nacht. Der Arzt war sehr erstaunt : "Aber Bob, du bist doch selbst in schlechter Verfassung. Ich möchte dir gern helfen." Ich antwortete: "Ich brauche keine Hilfe. Diese Jungens hier sind in viel schlimmerem Zustand. Ich bin besser dran als sie. Lassen Sie mich nach Hause gehen. Wenn ich sterben muß, dann doch lieber zu Hause." Ich konnte das Leiden auf der Station nicht mehr aushalten.

 

Bob und Shirley mieteten ein Haus von Charlie M., der den Winter über in Miami war. Er kam aus New York. Charlie war Christ und Pfingstler und ein eifriger Zeuge für den Herrn. Da Bob offensichtlich krank war, brauchte er Heilung. Im Gespräch mit ihm fand Charlie heraus, daß er auch nicht gerettet war. Ein fruchtbarer Boden also, auf dem ein glühender Christ arbeiten konnte. Bevor Bob und Shirley überhaupt einzogen, hatte Charlie ihnen bereits ein Traktat gegeben und die Rettungskraft Jesu Christi bezeugt. Da Charlie und seine Frau dabei waren, nach New York zurückzukehren, zog Bob mit seiner Familie ein.

 

Später sagte Bruder Lambert von Charlie, daß „er den Herrn liebte, er betete Gott in der pfingstlichen Weise an, die ihr hier kennt. Ganz bestimmt hatte er etwas Reales. Er war dem Herrn begegnet. Er erzählte mir beständig, daß der Herr Jesus mich retten und heilen könne. Dabei blieb er Tag für Tag. Schließlich kam der Tag seiner Rückkehr nach New York. Wißt ihr, es ist schon ein wenig anstößig, wenn jemand so viel über Jesus spricht, und du kennst IHN nicht. Und wenn er dann aus seinem Zimmer kommt und sagt:
‚Preis dem Herrn! ‘ und ‚Hallelujah!‘ Es bringt dich schon ein wenig in Verlegenheit, wenn du Gott nie begegnet bist. Ich hatte nie davon gehört. Ich dachte, der Mann wäre verrückt. Dennoch konnte ich mir
nicht verhehlen, daß der Mann ein Leben lebte, wie ich es nie zuvor beobachtet hatte. Er lebte das, worüber er sprach. Ich bemerkte, daß er jeden Morgen mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus seinem Zimmer kam.
Nun, morgens war ich <ganz> erbärmlich. Es konnte sein, daß ich gerade meine Frau geohrfeigt oder meinen Zorn an den Kindern ausgelassen und sie verprügelt hatte. Mit meiner Faust schlug ich durch harte Wände. Ich habe auf Autos eingeschlagen und sie verbeult. Ich war ständig in Scherereien, weil ich vor Zorn geladen war. Aber ich hungerte nach dem größten Schatz, der auf Erden zu haben ist. Einige meinen, es
wäre Geld, ein Zuhause, Autos; aber der größte Schatz, den man finden kann, ist der Herr Jesus Christus.

„Aber es bewirkte etwas bei mir, daß dieser Mann morgens ständig mit einem Lächeln auf dem Gesicht
aus dem Zimmer kam und seinen Gott pries. Ich sagte schließlich zu meiner Frau: ‚Sie sind völlig daneben und verrückt. Sie werden aber nur noch ein paar Tage hier sein. So lange halten wir das schon noch aus. ‘

Wenn ich mit ihm am Frühstückstisch saß: ‚ Charlie, wie schaffst du das, jeden Morgen … Wenn du morgens aufstehst, bist du da nicht grantig? ‘ Er lachte nur und sagte: ‚Bob, du brauchst den Herrn Jesus Christus, Sohn, Er wir deinen Leib heilen.’

„Er bat mich, mit ihm zu einer kleinen Gemeinde zu gehen. Dort, in dieser Gemeinde packte mich, nachdem der Prediger mit seiner Predigt fertig war, der große alte Charlie M… beim Arm, und als nächstes, wißt ihr, war ich am Altar. Das brachte mich in Verlegenheit, und ich dachte: ‚ Ich hätte nicht kommen sollen.‘
Ich blähte mich jeden Abend auf, weil er mich so in Verlegenheit gebracht hatte.[1] Meine Güte, wir denken so viel nach über dieses Fleisch, das nach seinem Abscheiden bloß etwa 50 Cent wert ist. Wir pflegen es, legen einen <mehrere> Hundert Dollar <teuren> Anzug drum herum, lassen es in einem weißen Cadillac fahren und in feinen Häusern leben. Wir denken, das Fleisch ist so wunderbar, aber es ist gar nichts wert. Aber dankbar bin ich Gott für den inneren Menschen.

Um diesen inneren Menschen bin ich besorgt. Ich sorge in keiner Weise für diesen äußeren Menschen.

„Ich liebte den Mann, also konnte ich mich nicht über ihn ärgern. Und schließlich reiste er nach einigen Tagen nach New York ab. Ich dachte: ‚ Nun, damit ist das zuende, mit alldem religiösen Zeug werde
ich nicht mehr soviel genervt. ‘
„Beachtet, ich war nicht auf der Suche nach Gott. Ich suchte Gott überhaupt nicht.
Ich dachte: ‚Junge, ich bin froh, den Burschen los zu sein!‘

Aber Charlie hatte mich an seinen Bruder Joe weitergereicht, der noch fanatischer war als er!
Ich sage euch, dieser Mann war dort oben … (Meine Frau arbeitete, und ich war zuhause, paßte auf die Kinder auf.) Er trat das Gras platt zwischen seinem Haus und meinem Haus. Was ich mit diesem Mann durchgemacht habe den ganzen Tag über, als ich ihm zuhörte. Er war hinter mir her wie ein Jagdhund
hinter dem Karnickel. Ich sage euch, so was habe ich noch nie gesehen. Jedesmal wenn er kam, war es ‚Jesus, Jesus, Jesus‘. Mehr habe ich nicht gehört. Ich sage euch, ich werde jetzt nicht mehr müde,
diesen Namen zu hören. Sagt über Ihn alles, was ihr wollt, ich fühle mich wohl dabei.
„Joe war so wie sein Bruder, genauso freundlich, immer lächelnd. Ich frage mich manchmal, wie jemand
die ganze Zeit so lächeln und ständig seine Zähne zeigen kann. Ich sagte: ‘ Sicher ist er einer von diesen Holy Rollers, einer von diesen Fanatikern. ‘ Aber schließlich hat er mich bekommen.
Ich sah, daß er dasselbe hatte wie sein Bruder. Er liebte wirklich den Herrn. Nun, er hat mich zu
dieser Gemeinde wieder mitgenommen. Ich ging mit. <Alle> Hände oben, alle priesen wieder Gott.
Ich dachte: ‚Sie sind eben verrückt, sie wissen nichts. Mehr ist da nicht dran.‘
Aber dann kam eine Furcht über mich, und ich sagte: ‚Oh, ich hätte das nicht sagen sollen.‘
Sie machten einen Altarruf, und Joe packte mich, und dann ging ich, im Gesicht knallrot angelaufen.
Ich sagte: ‚ Oh, ich hätte wirklich nicht kommen sollen. ‘ Aber da war mein erster Kontakt mit dem Herrn. Ich hatte mich lustig gemacht wegen der Art, wie sie den Herrn anbeteten. Und nun erschreckte es mich,
als ich dort am Altar stand. Ich dachte daran, wie ich versprochen hatte, dem Herrn zu dienen, wenn Er mich vor dem Ertrinken bewahrte und wenn Er mich aus diesem oder jenem erretten würde, daß ich IHM aber diesmal dienen würde. Und dann sah ich wieder dem Tod ins Angesicht und bin wieder davon gekommen, und man sollte meinen, daß ich dann dem Herrn mein Leben übergeben hätte, aber ich tat es nicht.

„Diese Dinge kamen mir in den Sinn, als ich dort stand und mich über die Leute lustig machte.
Und ich dachte: ‚ Ich weiß nicht, wie ich mit Gott reden soll, und mir ist nicht mal bekannt, ob Er jemals jemand gehört hat, der zu Ihm gebetet hat. ‘ Ich war in einer schlimmen Lage. Ich war zwar überzeugt, aber ich hatte nie etwas Reales gesehen. Ich glaubte an den Herrn Jesus Christus, aber wie sollte ich Ihn finden? Das wußte ich nicht, nachdem ich es einige Male versucht hatte. Ich dachte, es käme auch kaum noch darauf an. Das war meine Einstellung, aber ich erwartete den Tod und fürchtete den Herrn. Und ich dachte, es wäre bestimmt gut, Gott um Vergebung zu bitten, weil ich mich über die Leute lustig gemacht hatte. Ich bat Ihn
in meinem Herzen: ‚ Herr, es tut mir leid, daß ich mich lustig gemacht habe über diese Leute. Vergib mir. ‘
Dann begann sich etwas in meinem Herzen zu bewegen und sagte: ‚Du weißt, daß du sterben und direkt zur Hölle gehen wirst!‘ “

„Oh, das hat mich furchtbar erschreckt. Ich fürchtete mich vor Gott, ich fürchtete mich vor den Predigern; ich hatte Angst vor dem Evangelium. Ich sagte zu mir selbst: ‚ Ja, das stimmt. ‘
„Und etwas sagte zu mir: ‚Warum versuchst du es nicht noch einmal?‘ Ich begann darüber nachzudenken:
‚Ja, wie wäre es, wenn ich es noch einmal probiere, vielleicht finde ich diesmal Gott.‘ Aber dann kam der Gedanke: ‚Nein, ich bin zu weit gegangen. Ich bin ein viel zu schlimmer Sünder. Er würde mich nicht retten. Dafür bin ich zu schlecht.‘
„Wißt ihr, so denken alle Sünder, daß sie so schlecht sind, daß Jesus sie nicht retten kann.
Bruder, das ist die größte Sünde, wenn du nicht glaubst, daß das Blut Gottes mächtig genug ist,
dich vor deinen Sünden zu erretten. Das ist die größte Sünde, die ich kenne
.“
„So kam es mir ins Herz: ‚Herr, ich weiß nicht, wie ich beten soll, aber ich will es noch einmal versuchen, denn schließlich bin ich im Begriff zu sterben. Ich werde zur Hölle gehen. Es lohnt sich, wenn ich es noch einmal versuche.‘ “

„Oh, genauso ist es, Brüder, Schwestern, wenn es so aussieht, als hätte alles versagt,
dann versucht es noch einmal. Wenn du keinen Schritt weitergehen kannst,
dann geh ein paar Zentimeter. Gewinne Boden für den Herrn.“

„Da war ein alter Mann, dünn, der so aussah, als könnte er kaum gehen. Sein Mund ging plötzlich auf,
und in einer seltsamen Art rasselte er Laute hervor. … Bruder, die Furcht Gottes kam über mich.
Ich sagte: ‘Herr, hilf mir, was ist das alles?‘ “
„Nun, sagte ich, ‘Herr, ist es möglich, daß Du einen Typen wie mich rettest? Könntest Du mich retten?‘ “

„Bruder, als ich nach diesem Felsen rief, fiel die Kraft von Pfingsten auf mich. Ich drehte mich um und fiel über diesen Mann und sagte: ‚ ICH BIN GERETTET! ICH BIN GERETTET! ‘ “

„Und die Kraft Gottes fiel auf diese Gemeinde, und sie sagten <später>, sie hätten nie einen solchen Abend gehabt wie diesen. Sie wußten nicht, was geschehen war. Das war das erste Mal, daß ich die Kraft des Geistes spürte. Er ruhte auf mir. Es begann an meinem Kopf und ging von da hinunter.
Ich wußte, daß Jemand Übernatürliches mich berührt hatte. Ich spürte Seine Berührung. Ich stieß einen schrillen Schrei aus … Ich betete und ich schrie, und Bruder, Schwester, ich küßte Mädchen,
ich küßte Frauen, ich küßte alte Männer und junge Männer. Ich war glücklich. Ich machte mir
über das Sterben keine Gedanken mehr!“


Kapitel 3 (Auszug)

Auftrag, Übernatürliche Gegenwart Gottes, Gericht prophezeit

„Sehet doch an, Brüder, eure Berufung: nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Gewaltige, nicht viele Edle sind berufen; sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit Er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit Er zuschanden mache, was stark ist; und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, und das, was nichts ist, damit Er zunichte mache, was etwas ist, auf daß sich vor Ihm kein Fleisch rühme.“ (1. Kor. 1: 26-29)

Es ist April 1959. Robert Lambert, 28 Jahre alt, kurz vorm Sterben, ohne Freunde, ohne Geld und ohne Hoffnung, war von Kenova, West-Virginia, wo er seine Kindheit verbracht hatte, mit seiner Frau Shirley
und seinen drei Kindern nach Miami, Florida, umgezogen. Nach einigen Tagen im Hospital Coral Gables,
… hatte Bob darum gebeten, zu Hause sterben zu dürfen. Er nahm Wohnung bei einem eifrigen pfingstlich orientierten Christen, Charlie M … Bob wies seine Bemühungen, ihn zu Christus zu bekehren, zwar anfangs zurück, aber besuchte schließlich doch einen Gottesdienst aus Respekt vor Charlie. Nachdem Charlie nach New York zurückgekehrt war, übernahm dessen Bruder Joe die Aufgabe, Bob zu bekehren. Als er mit Joe eine örtliche Pfingstgemeinde besuchte, rief Bob nach Gott und wurde schließlich durch die reinigende
Kraft des Blutes Jesu Christi gerettet. In großer Erregung und Freude begab er sich schnell nach Hause,
um es seiner Frau zu berichten. Bruder Lambert nimmt die Erzählung wieder auf:

„Ich sprang in den Wagen, und Joe und seine Mutter stiegen zu, und die Kraft des lebendigen Christus erfüllte den Wagen, und sie weinten und priesen Gott. Zu Hause wollte ich Shirley erzählen, daß ich
gerade Gott begegnet war. Ich hätte es nicht erklären können, aber ich wußte, daß ich Jemand begegnet
war, der mein Gebet erhört hatte. Niemand hätte mir was anderes erzählen können. Wir waren vielleicht noch einen halben Block von zu Hause entfernt, da fiel mir ein, daß wir Brot und Milch brauchten.
Ich sage euch, wenn ihr dies bekommt, etwas Reales, Bruder, müßt ihr jedem davon erzählen, denn ihr
seid wie eine Lokomotive, die auf ihrem Gleis fährt, und ihr würdet platzen, wenn ihr es den anderen
nicht erzählt. Das ist so, wenn ihr IHM wirklich begegnet seid, dann werdet ihr jedem davon erzählen.
„Ich rannte nach Hause, um es meiner Frau zu erzählen, und es war wirklich schon sehr spät. (Die Leute hatten mir gesagt, daß sie die Kraft des Heiligen Geistes so noch nie in ihrer Gemeinde erlebt hatten.) Ich ging ins Haus und stellte mir vor, wie ich sagen würde: ‚ Honey, ich werde nicht sterben. Ich bin gerettet. ‘
Ich ging hinein und … siehe da, sie schlief ganz fest.“

„Meine Frau arbeitete sehr hart, aber dennoch war das sehr enttäuschend für mich, denn ich wollte ihr so gern sagen, daß dieser alte, miese, ungöttliche Ehemann, mit dem sie sich nun schon so viele Jahre abgab, gerade eine Berührung vom Herrn bekommen hatte. Er ist real!“

„Aber sie schlief. Ich dachte <dann>: ‚Aber so ist es, wie der Herr die Dinge tut. Nie hätte ich mir Gedanken darüber gemacht, ob ich meine Frau aufwecken würde. Unter anderen Umständen, wenn ich z. B. betrunken gewesen wäre oder so, hätte ich sie bestimmt aufgeweckt. Aber jetzt weckte ich sie nicht auf. Ich dachte: ‚ Gut, laß sie schlafen. Sie arbeitet schwer.‘ Und dann, als ich gerade mein Hemd aufknöpfen wollte“ …
„Ja, ich weiß, es gibt eine Menge Fanatismus. Eine Menge von Geistern, die die Menschen täuschen.
Ob es real ist, kann man nur herausfinden, wenn man es beobachtet und sieht, ob es geschieht (oder: eintritt). Wenn es das Wort ist und wenn es das Leben lebt, dann ist es der Herr … Ich hörte die leise zarte Stimme Gottes in meinem Ohr. Sie sagte: ‚NIMM DEINE BIBEL.‘ “
„Ich habe darauf geantwortet (ich wußte, es war der Herr) und sagte: ‚ Herr, ich kann die Bibel nicht lesen. Ich habe es versucht, aber es nie verstanden. ‘ Er sagte wieder: ‚NIMM DEINE BIBEL.‘ “
„Ich hatte niemals eine solche Ansprache gehört. Ich griff nach der Bibel und war nervös und erschrocken, denn ich hatte die Stimme Gottes nie zuvor gehört. Ich rannte in die Küche, machte das Licht an und
schlug die Bibel auf, während ich weinte. Bruder, die Schriftstellen wurden so groß wie Güterwaggons.
Der Geist schlug mich beinahe wieder. Ich fing an zu weinen, und Derselbe, der in der Gemeinde auf
mich kam, kam nun wieder auf mich. Ich fürchtete mich, während Es stärker wurde …
Ich wußte, die Person, die zu mir sprach, war Gott.“
„Nachdem ich in der Schrift gelesen hatte, hörte ich den Geist Gottes, die Stimme Gottes sagen:
GEH HINÜBER IN JOE’S HAUS.‘ “
Joe war der Mann, der zwischen seinem und meinem Haus das Gras platt getreten hatte, um mir Zeugnis abzulegen. Joe und seine Mutter waren beide krank. Sie waren Bauern aus dem Obstland West-Virginia und verbrachten den Winter in Florida, um sich zu erholen.
Und dann hörte ich eine andere Stimme, die nicht so wie die erste Stimme war. Sie sagte: ‚Geh nicht hinüber zu Joe’s Haus. Er schläft und möchte von dir nicht gestört werden, und außerdem regnet es.‘ “
Und wieder hörte ich die erste Stimme: ‚GEH HINÜBER ZU JOE’S HAUS.‘ “
„Junge, ich rannte hinüber zum anderen Haus, so schnell ich konnte. Es regnete zwar, aber das hielt mich nicht ab. Ich steckte das Neue Testament in mein Hemd … und klopfte an die Tür. Joe streckte seinen Kopf heraus und fragte: ‚Wer ist da? ‘ Ich stand dort und wurde immer nasser durch einen tropischen Regenguß, doch er sagte: ‚ Wer ist da? ‘
„Ich sagte: ‘Ich bin’s, Bob.‘ Und er sagte: ‘Ja, was willst du?‘ Er hätte mich nun wirklich hineinlassen sollen, damit ich aus dem Regen herauskam. Aber ich vermute, der Herr will die Dinge auf diese Weise. Und aus meinem Herzen kam meine Stimme, ohne zu wissen, was ich sagte: ‘Der Herr sendet mich her.‘ ‘Oh‘, sagte er, ‘komm herein.‘ “
„Joe und seine Mutter waren beim Kaffeetrinken.Wir waren ja gerade erst vor 30 Minuten oder etwas länger von der Gemeinde zurückgekommen.
„Dann bekam ich es mit der Angst und dachte: ‘Woher willst du wissen, daß es der Herr war? Hast du denn jemals den Herrn reden hören, Bob Lambert? Was glaubst du wohl, wer du bist, daß der Herr zu dir reden sollte? … Was wäre, wenn er mich fragt, was der Herr denn gesagt hätte?
… Was willst du dann sagen? … Oh, ich hatte eine furchtbare Zeit.‘ “
„ … Aber dann hörte ich eine Stimme, die direkt aus meinem Inneren sprach. Sie schlug an meine Stimmbänder und begann zu reden. Das war überhaupt nicht ich. Ich hatte damit nichts zu tun.
Ich hörte dieser Stimme zu, wie ihr mir zuhört. Aber es waren meine Stimmbänder und der Klang meiner Stimme – es war meine Stimme. Und der Herr sagte: ‚Steh auf und lege deine Hand auf diese Frau.‘ Plötzlich hob mich etwas auf und ließ mich dort hinübergehen, meine Hand schoß nach vorn und legte sich auf den Kopf der Frau. Und Jesus Christus sprach dazu. Keine Prophetie, Geliebte, dieser Herr, dieser Gott des Himmels, unser Heiland sprach und heilte die Frau, wandte sich um und heilte auch den Mann!
„Und dann sprach Gott weiter zu mir und sagte: ‚OBGLEICH DU EIN SÜNDER WARST, HABE ICH DICH GELIEBT.‘ Die Kraft Gottes erfüllte den Raum, in dem wir standen. Bis zu diesem Tag sind die beiden nicht darüber hinweggekommen. Die Großmutter ist inzwischen gestorben, aber sie haben das Land geschüttelt mit ihrem Zeugnis über diesen Vorfall, der sich in ihrer kleinen Küche ereignete. …
Als ich Jesus sprechen hörte und sah, wie Er die Frau und den Mann heilte, sprach Er weiter zu mir und nannte mich Seinen Diener und erzählte mir, welche Art Diener ich war. Er zeigte mir das Krankenhaus
und den Mann, über den ich geweint hatte, und sagte...‚WEIL DU MITGEFÜHL HATTEST MIT DEINEM MITMENSCHEN, HABE ICH DIR DIESE GABE GEGEBEN.‘
„Und Er erzählte mir von einem sehr ungewöhnlichen Dienst, den ich in der Schrift gefunden habe, der wie ich glaube sehr bald stattfinden muß. Er fuhr fort und erzählte mir: ‚WEIL ICH NICHT IN JAHREN KOMME, ICH KOMME BALD, UND DESHALB MUSS ICH DIR ALLE DIESE DINGE SOFORT GEBEN, DENN ICH WERDE EINE KURZE, SCHNELLE ARBEIT (oder: WERK) TUN AUF DER ERDE. ICH WERDE DICH NICHT ZUR SCHULE SENDEN WIE MEINE ANDEREN DIENER, WEIL ICH BALD KOMME. ICH MUSS DIR DIESE DINGE ALLE AUF EINMAL GEBEN.‘ …

„Aber es gab da etwas, das Jesus gesagt hat …und ich sage das, weil es sehr notwendig ist zu wissen, in welche Art von Dienst wir heute hineinkommen. Er sagte: ‘UND DIE WORTE, DIE ICH HERVORGEHEN LASSE AUS DEINEM MUND, WERDEN WIE FEUER SEIN, UM DAS HAAR AUF DEM RÜCKEN DER HUNDE ZU VERSENGEN, SO DASS IHNEN SCHAUER GESCHICKT WERDEN, VOR DENEN SIE SICH VERBERGEN MÜSSEN.‘
Genauso hat Er es gesagt, Wort für Wort. Solange ich lebe, kann ich das nicht vergessen.
Ich habe es nicht verstanden. Ich dachte, Feuer würde vom Himmel kommen und würde tatsächliche Hunde versengen, wo ich predige.

„Nun, ich sah mich selbst in den Krankenhäusern und ich sah einen Dienst, der so verblüffend und ungeheuerlich war, daß ich fast nur um ein Haar der Geisteskrankheit entging, als ich aus dieser Salbung kam. Ich sah einen Dienst … Nun beachtet, das war am 28. April 1959, und ich war 28. All diese Dinge dienen einem Zweck. …

„Als der Herr im Natürlichen zu reden aufhörte, dachte ich, die Welt würde zum Ende kommen.
Er sagte: ‚ Ein kurzes, schnelles Werk … ‘ Ich dachte, es könnte vielleicht am nächsten Abend sein.
Ich wußte es nicht. Ich war zu Tode erschrocken.


Kapitel 4 (Auszug)

Früher Dienst, Training, Offenbarung des Zorns Gottes und Gericht

„Und Ich werde meine Urteile über sie sprechen wegen all ihrer Bosheit, daß sie Mich verlassen und anderen Göttern Rauchopfer dargebracht und sich vor den Werken ihrer Hände niedergeworfen haben. Du aber gürte deine Hüften, mache dich auf und rede zu ihnen alles, was Ich dir gebieten werde. Erschrick nicht vor ihnen, damit Ich dich nicht vor ihnen in Schrecken setze.“ (Jeremia 1: 16-17)
„Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und schaudert, erstarrt völlig <vor Schreck>, spricht der HERR. Denn zweifach Böses hat Mein Volk begangen: Mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, rissige Zisternen, die das Wasser nicht halten.“ (Jeremia 2: 12-13)
„Denn sooft ich rede, muß ich schreien, Gewalttat und Zerstörung rufen; denn das Wort des HERRN ist mir zur Verhöhnung und zur Verspottung geworden den ganzen Tag. Und sage ich: Ich will nicht mehr an Ihn denken und nicht mehr in Seinem Namen reden, so ist es in meinem Herzen wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen. Und ich habe mich <vergeblich> abgemüht, es <weiter> auszuhalten, ich kann nicht <mehr>.“ (Jeremia 20: 8-9)
„Vor grauem Haar sollst du aufstehen und die Person eines Greises ehren, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR.“ (3. Mose 19: 32)

Bruder Bob Lambert war in Kontakt gekommen mit einem Göttlichen Übernatürlichen Wesen. Er hatte gerade eine ebenso herrliche wie erschreckende Bekehrung zu Christus hinter sich, die nicht nur die Annahme seines persönlichen Retters Jesus Christus beinhaltete, sondern auch am selben Abend die Heilung seines Freundes Joe und dessen Mutter. Es kam zu Prophetien, die seinen Dienst betrafen; die Verfolgung, die über die Braut Christi kommen würde; den Zustand der Gemeinde und des Dienstes, der sich bereits auf dem Feld befand (d.h. der bereits tätig war); und die Umstände seines eigenen Todes. Bob Lambert wußte, daß er Gott begegnet war, daß er berufen war zu einem speziellen Dienst und daß ihm das Wort in kurzer Zeit gelehrt werden mußte. Er wünschte sich Gemeinschaft mit anderen, die den gleichen kostbaren Glauben teilten, und versuchte solche zu finden, die eine wahre Begegnung mit dem Herrn gehabt hatten. Bruder Lambert setzt seine Geschichte fort:
„Unverzüglich begann ich zu predigen. Meine Frau wußte, das mußte Gott sein. ‚Junge, wenn dieser Bursche predigt, dann muß das Gott sein. ‘ Danach dachte sie nicht länger, daß ich verrückt wäre. Und ich danke Gott, daß sie nur wenige Monate später auch eine von diesen „Fanatikerinnen“ wurde – durch die Gnade Gottes. Der Herr weiß, wie all diese Dinge auszuführen sind.
„Aber ich ging durch mein erstes Training, und das war: Würde ich das Wort Gottes glauben oder würde ich jedem Zeugnis Glauben schenken, das ich zu hören bekam? Würde ich glauben, daß jeder Prediger auf dem Feld (der Evangelisation) ein Diener Gottes war oder würde ich auf dem Wort Gottes stehen bleiben?
„Nun, meine Natur war es, und ich sage das aufrichtig und demütig, daß ich, wenn deine Geschichte meiner Geschichte widerspräche, glaubte, daß du in Ordnung wärest und ich selbst verkehrt.“

„Ich war losgezogen, um meine Brüder und Schwestern zu finden, und dabei hatte ich so meine Zeit.
Ich ging zu den Baptisten, ich ging zu diesem und ging zu jenem, aber ich konnte nicht den EINEN finden,
der zu mir zu Hause sprach. (Keinen, der ins Schwarze getroffen hätte.) Das machte mir große Herzschmerzen und Sorgen und brachte viele Prüfungen. Ich bin den Evangelisten auf dem Feld und auf den großen Zeltversammlungen begegnet, aber ich konnte mit alldem nichts zu tun haben.
Der Herr offenbarte, daß dies Jannes und Jambres waren. Ich wollte damit keinesfalls zu tun haben.“

„So traf ich einen nach dem anderen. Ihr habt über diesen Mann von Indien gelesen, der die NBC Nachrichten drei Jahre lang versorgte

(d.h. der den Stoff lieferte für die NBC Nachrichten). Ich hatte ihn das erste Mal in
news reel 1950 gesehen, als ich in Florida stationiert war. Man hielt ihn für einen Propheten.
Vom Herrn geführt, verbrachte ich einen Tag in seinem Haus. Wenn ich je von übernatürlichen Dingen hörte, dann in Gegenwart dieses

Mannes, der dämonisch besessen war. Der Herr offenbarte mir, daß er glaubte,
er wäre der Herr Jesus Christus. Er sah Engel, er tat Wunder und tat <dies und> jenes und bediente die Nachrichten von NBC über drei

Jahre. Mr. A___ ist ein Antichrist. Er hat viele Seelen zerstört.
Wer immer daran glaubt, daß er der Herr Jesus Christus ist, ist ein Antichrist.
Ganz gleich, wie übernatürlich dein Dienst auch sein mag.“


„Aber dabei habe ich eine ganz starke Lektion gelernt: daß man nicht jedem Zeugnis glauben kann,
das die Leute haben. Ganz gleich, wie es klingt, wie gut es aussieht oder wie groß (-artig) es ist;
wenn es nicht im Wort Gottes ist, dann ist es nicht von Gott. Das war eine schwere Prüfung für mich.
Ich kehrte heim und ging weiter durch eine Prüfung nach der anderen.“

„Der Herr hatte mir geoffenbart, daß da ein Elia war, ein Johannes der Täufer, der Sein wahres
Volk zum Land von Milch und Honig zurückbringen würde … Und diese Stimme sagte, daß es
einen Dienst des Elia gab, der die wahre Braut zum Wort Gottes zurückbringen würde.“

Im Frühjahr 1961 hatte Bruder Lambert ein Erlebnis, das ihn in der Welt der Pfingstler und insbesondere unter den Geschäftsleuten des Vollen Evangeliums bekannt machen sollte. Am Donnerstag, den 26. Januar 1961, wurde Bruder Lambert (und mit ihm der Missionar Bruder Henry … und ein weiterer Pfarrer, Bruder Jimmy…) vom Herrn geführt, von Miami nach Sarasota im

Bundesstaat Florida zu reisen, eine Entfernung von etwa 200 Meilen. Sie wollten dort die letzten drei Abende einer zweiwöchigen Erweckungsversammlung besuchen, die von Dr. John H. Osteen, einem bekannten Baptistenpfarrer aus Houston (Texas) durchgeführt wurde. Dr. Osteen arbeitete mit Pastor Gerald Derstine zusammen, einem charismatischem Führer der Mennoniten. Pastor Derstine war Vizepräsident und Schatzmeister eines ausgedehnten Dienstes mit dem Namen „The Gospel Crusade, Incorp.“ (Evangeliums-Kreuzzug e.V.).
Zu diesem Werk gehörten – außer dem Dienst an seiner eigenen Versammlung – Evangelisation und Veröffentlichung des „Erntezeit“ – Nachrichtenbriefs, Evangeliumstraktate und die Durchführung religiöser Veranstaltungen auf einem Platz, der für diesen Zweck vorgehalten wurde.

Was Bruder Lambert unbekannt war – Dr. Osteen fühlte sich vom Herrn geleitet, und hatte mit Pastor Derstine darüber

gesprochen, nach Houston zurückzukehren. Mr. Derstine sagte, er sei gespannt gewesen, wen Gott wohl für die letzten drei

Abende vorgesehen hatte, als diese drei Männer aus Miami kamen und ihm berichteten, der Herr habe sie beauftragt,

herzukommen und ihn zu treffen. Nachdem sie sich eine Zeitlang unterhalten hatten, gingen sie alle zu Bett … Aber wir werden

nun Bruder Bob selbst sein Erlebnis schildern lassen:

„Im Jahr 1961 bezahlte mir der Herr einen Besuch in Sarasota, Florida, der ganz Sarasota aufgewühlt hat, Bruder. Sie sind nie

darüber hinweggekommen. Eine große Zeltversammlung fand statt, eine große Veranstaltung. Und ein kleiner bescheidener Mann

wie ich, hatte keine Ahnung, und der Mann Gottes,
Bruder O’Steen, predigte, er blickte auf mich und sagte: ‘Gott hat dich hierher geschickt, ich werde gehen.‘
Das hat mich furchtbar erschreckt, denn er war ein großer Prediger, und ich bloß ein kleiner Hinterwäldler.
Ich sagte: ‘Bestimmt nicht so, Bruder. Ich kam, um dich zu hören.‘ Er sagte: ‘Nein, Gott sprach zu mir, Er sandte dich hierher. Ich werde abreisen.‘ “
„Nun, ich hatte nie zuvor gepredigt, nur eine Handvoll Leute würden kommen, um einen Nichtswisser wie mich zu hören. Und so,

da, in dem Raum, diese Nacht mit zwei Männern, ein Missionar und ein ‚Jesuss Name-Prediger’, da kam Er in das Zimmer …“

„An dem Abend ging ich zu Bett und wollte schlafen. Kurz nach drei Uhr nachts sah ich eine Vision,
die so furchterregend war, daß ich ganz schwach war und zitterte, als ich wieder herauskam.
Ich mußte eine Weile warten, bis ich die Kraft hatte, um meine zwei Gefährten zu wecken.

„Als die erste Vision über mich kam, sah ich das Zeichen des Menschensohnes am Himmel, ein großes Kreuz, das den Himmel

hell erleuchtete. Dann gab es einen großen und mächtigen Wind, der durch die Straßen der Städte dieser Welt wehte. Zerstörung kam so schnell über die Welt, und eine Stimme rief aus:
‚ Es ist nicht Lehre, Es ist das Blut Jesu Christi! ‘
„Der Herr rief: ‚ Oh, lauft ihr, Mein Volk, unter die Sicherheit Meiner Flügel! Ich werde dich beschützen
wie eine Henne ihre Küken beschützt. ‘ Dann als ich in der Vision herumrannte, rief ich aus: ‚ Oh, Leute, Leute, fallt nieder

und nehmt das Blut des Herrn Jesus Christus für eure Sünden an! Es ist entweder
Himmel oder Hölle – es gibt nur zwei Orte – und ich will nicht, daß irgend jemand zur Hölle geht! ‘
„Als die Vision vorüber war, weckte ich schließlich meine Begleiter und rief aus: ‚Wacht auf, Brüder,
Gott hat mich besucht! ‘ Als sie wach waren, kam eine große Furcht über uns alle in dem Raum. Wir fingen an zu zittern und schüttelten uns unter der furchterregenden Kraft Gottes. Es war wie die mächtige Furcht Gottes, die am Berge Sinai herabgekommen war, nachdem Gott Zeichen und Wunder hervorgebracht hatte, als Er Mose gebrauchte, um die Kinder Israel

aus der ägyptischen Gefangenschaft zu führen.
Gegen fünf Uhr ging ich schließlich zu Bruder Derstines Zimmer und bat ihn, für mich um Trost und Frieden
vom Herrn zu beten. Ich wollte mich vor dem Zorn Gottes verbergen. Ich sagte: ‚Gott hat mir eine Vision
vom Zorn Gottes gegeben, dem Tag des Herrn, dem Gericht Gottes, das Er auf die Welt und unser Land ausgießen wird.
Oh, mein Gott, mein Gott, ich wünschte, ich hätte das nicht gesehen!‘ Noch bevor Bruder Derstine für mich beten konnte, rief ich aus: ‚Ich

habe das Gefühl, ich muß die Straßen rauf und runter laufen, um es den Leuten zu erzählen!‘ Nachdem Bruder Derstine für mich

gebetet hatte, bekam ich doch einigen
Frieden und konnte wieder in mein Zimmer zurückgehen.

Aus der zusammenfassenden Darstellung eines Traktates:
… Nachdem er in das Zimmer zurückgekehrt war, in dem er und die zwei anderen Männer schliefen, kam der Herr in den Raum, und die Kraft und der Glanz waren so intensiv, daß die Männer ihre Augen mit den Armen bedeckten und zum Herrn schrieen, daß Er nicht näher kommen sollte, denn sie konnten Seine Anwesenheit nicht ertragen. Die Furcht Gottes war auf ihnen.
Dann sprach der Herr durch einen der Brüder, indem seine Stimme und sein ganzes Wesen eine andere Gestalt annahmen, und brachte diese Botschaft hervor.
SCHREIBE DIES NIEDER: DIES IST VON DEM HERRN!
Die Widerwärtigkeit und die Bosheit der Menschen sind vor Mir als ein Gestank in meinen Nasenlöchern aufgestiegen. Und Ich werde Mich

nicht länger zurückhalten können. Ich bin dessen überdrüssig.
Das Gespött über Mein Wort in den religiösen Systemen Amerikas ist ein Gräuel für Mich.
Ich bin an Meinen Berstenspunkt[2] gekommen und werde Meinen Zorn auf das Land ausspeien.


An diesem Morgenlicht, als das Tageslicht gekommen war, versammelte sich gegen 9.00 Uhr eine Gruppe von zwölf in meinem Büro, um mehr Einzelheiten zum Geschehnis in der Nacht zu hören, die Vision Bruder Lamberts betreffend. Vier Stunden lang ermahnte er uns und

prophezeite unter einer starken Salbung des Heiligen Geistes. Manchmal zitterte und schlotterte er, dann wieder kniete er auf dem Boden.

Es war als würde Gott direkt zu uns sprechen! Es war furchterregend! Der Herr erklärte:
„Der Zorn Gottes, der Tag des Herrn ist jetzt hier! Diese Dinge sollen überall auf der Welt bekannt sein (oder: werden)! Es wird andere

geben, an diesem besonderen Morgen, die wissen werden, daß dies die Stunde ist und daß Ich nicht länger warten werde!“
Am nächsten Abend hatten wir einen öffentlichen Gottesdienst, und ein Prediger (oder: Pfarrer) von Orlando, Florida, wurde vom Geist GEFÜHRT, in dieses spezielle Treffen zu kommen, um mit uns Gemeinschaft zu haben. Er wußte nichts von der Heimsuchung, die wir hatten,

bis er hörte, wie sich der Sprecher auf das Zeugnis über die große Vision bezog. Mit großer Furcht berichtete uns dieser Pfarrer aus Orlando von seinem schrecklichen Traum, den er in derselben Nacht gehabt hat, und der den großen Zorn Gottes betraf, der über unser Land

kommen würde. Er erzählte uns, daß er so schreckliche Dinge gesehen hatte, daß er sich wünschte, er hätte diesen Traum (Vision) lieber nie gesehen. Dies war in Übereinstimmung mit der Vision, die Bruder Lambert in derselben Nacht gehabt hat.
Drei Tage später erhielten wir einen Brief von Missionaren aus Haiti, worin uns eine große, ungewöhnliche Heimsuchung des Herrn berichtet wurde, die sie in der Nacht vom 27. Januar erlebt haben. Einer dieser Missionare, der den Brief schrieb, stellte heraus, was seine Frau diese Nacht in der Vision erlebt hatte:

„Der Herr zeigte ihr schreckliche Verfolgungen, die über die Erde kommen und wie viele getötet und verstümmelt würden. Sie sah eine große Stadt, in der die Gebäude auf die Menschen herabstürzten und überall große Feuer zu sehen waren. Einige Menschen knieten vor ihren Abgöttern, um Hilfe zu erbitten, und diese Abgötter fielen auf sie nieder. Die Heiligen waren während dieser Zeit verborgen, aber die Geist-geführten Heiligen waren nicht betroffen von all dem Durcheinander, und sie sagten, das sei deshalb, weil der Herr sie leite und Er (Christus)

hat die Welt überwunden und daß sie durch Ihn ebenfalls die Welt überwunden hatten.“

Einige Tage später besuchte ich eine Versammlung der Geschäftsleute des Vollen Evangeliums im Continental Hotel in Washington. Ich wurde aufgerufen zu sprechen, und in meiner Botschaft verkündete ich, was Gott uns
in Sarasota gezeigt und geoffenbart hatte. Unter all diesen Menschen von überall aus den USA und Kanada befand sich auch ein Mann von Kitchener, Ontario, Kanada. Er erhob sich und berichtete zitternd von einer
übereinstimmenden Vision vom Herrn über den großen Zorn Gottes, der über den nordamerikanischen Kontinent kommen würde. Er sagte,

das sei ein so schrecklicher Anblick gewesen, daß er sich wünschte, das nie erlebt zu haben. Bedeutsam war dabei, daß diese Vision auch in derselben Nacht kam wie die drei vorerwähnten.

Dies erfaßte mich in meiner Seele und in meinem Herzen und hat bewirkt, daß ich wirklich glaube, daß Gott zur Welt gesprochen hat. Die

Schrift sagt uns, daß im Munde von zwei oder drei Zeugen jede Sache bestätigt wird (Mt. 18:16). So finden wir auch in Amos 3:7 „Denn

der Herr tut nichts, es sei denn, daß Er Seine Geheimnisse Seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart habe.“

Wahrhaftig, die Botschaft Gottes an Seine Leute (Sein Volk) ist: Bringt euer Haus in Ordnung, bereitet euch vor. Joel 2:12 „Aber auch jetzt noch, spricht Jehova, kehret um zu Mir mit eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen. Und zerreißet euer Herz und nicht eure Kleider, und kehret um zu Jehova, eurem Gott, denn Er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Güte, und läßt

sich des Übels gereuen.“

Lest das ganze Kapitel von Joel 2. So wie es war in den Tagen Noahs, so soll es beim Kommen des Menschensohnes sein. Wenn ihr wartet,

bis ihr es mit euren natürlichen Augen seht und mit eurem Verstand erfaßt, WIRD ES ZU SPÄT SEIN. Denn wir wandeln nicht im Schauen, sondern im Glauben.
So komme, Herr Jesus.
VON GERALD DERSTINE
Herausgeber des Erntezeit-Magazins

 


Kapitel 5 (Auszug)

DER GEIST OFFENBART, WILLIAM BRANHAM IST ELIA

„Denn zwiefach Böses hat mein Volk begangen: Mich, den Born lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen

auszubauen, geborstene Zisternen, die kein Wasser halten.“ (Jeremia 2:13)
„Denkt daran, wenn ihr Christus folgt, werdet ihr von den Menschen gehaßt, denn alle die gottselig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung leiden. Und wenn ihr zu Christus kommt, dann kommt ihr nicht durch irgendeine Gemeinde oder eine

Denomination oder ein Glaubensbekenntnis. Ihr kommt durch das Blut. Das ist die einzige Straße hinein. Und ihr könnt keinen mit

euch bringen. Ihr kommt allein und steht auf eurem eigenen Bekenntnis und eurem eigenen Glauben. Ihr könnt nicht auf eurem Pastor hereinreiten oder auf dem Glauben eurer Mutter. Ihr kommt als ein Individuum, wenn ihr zu Gott kommt.
Und viele Male treffen wir diese falsche Wahl.“
(WMB, „Eng ist die Pforte“ 59-0301M § 59)

Die Erfahrung, die Bruder Lambert 1961 mit dem Herrn gemacht hatte, wurde überall bekannt in der Welt durch das „Voice Magazine“ der Geschäftsleute des Vollen Evangeliums, die „Erntezeit“-Nachrichten und durch Traktate, die unter Leitung von Gerald Derstine gedruckt wurden. Dies führte
zu einem großen Interesse an seinem Dienst und bewog einige, das Phänomen auszunutzen, daß Gott
einen Mann so mächtig gebrauchte, um von den kommenden Gerichten zu sprechen. Es hat sogar eine Gruppe gegeben, die ihm

ein Flugzeug kaufen wollte, damit er überall hin fliegen und in den Gemeinden predigen könnte. Als er jedoch den Namen Jesus Christus zu predigen begann, die Wassertaufe in Seinem Namen, die Notwendigkeit, daß jedes Mitglied der Braut eine echte Erfahrung der Taufe des Heiligen Geistes haben müsse, wie auch andere Wahrheiten des Evangeliums einschließlich der

ziemlichen Kleidung und dem Platz der Frau in der Gemeinde, wandten sich einige der Leute, die für die Zungenrede und die Auslegung gebraucht worden waren, gegen ihn und behaupteten, er hätte seinen Dienst eingebüßt und hätte sich in einen falschen Propheten gewandelt!

Bis zum Tag seines Heimgangs hat Bruder Bob die Leute auf den Propheten hingewiesen, William Branham, und ihnen   gesagt, daß sie auf

diesen Mann hören müssen. Es ist noch immer so, wenn ihr Gottes Diener seid, seid ihr für immer Gottes Diener. Die Bibel sagt, daß die

Gaben und die Berufung ohne Reue sind (Römer 11:29). Und natürlich ist jedermann Gott verantwortlich für die Gabe, die in ihm ist. …
Nach dem Besuch bei den FGBMFI im Americana Hotel (Geschäftsleute des Vollen Evangeliums), eine Versammlung, auf der es viele

erwartete Manifestationen des Geistes gab, sagte Bruder Bob:
„Eine kleine leise Stimme sagte mir: ‘Es ist nicht von Gott, sie sind betrogen und sie sind die fünf törichten Jungfrauen und sie werden meinen Geist nicht bekommen.‘ “

In Connecticut hatte er zweimal Gelegenheit zu predigen, und zwar einmal in einer Hausversammlung in Canterbury, Ost-Connecticut, und das zweite Mal im Restaurant Villa Capri in Wallingford. …
Bruder Lambert hielt seine erste Predigt in Connecticut in einem Hauskreis im Osten von Connecticut.
Es waren etwa 20 Personen versammelt. Zu den damals Anwesenden gehörten auch einige, die dann später
unter seinem Dienst ein Teil der Versammlung Connecticut waren. Zu dieser Gruppe gehörte auch Mae
Isaacson (später verheiratete Mrs. Daggett), die 1950 Übersetzerin für Bruder Branham in Finnland war.
Von diesem Treffen hat Bruder Bob 1969 in seinem Zeugnis wie folgt berichtet:
„Ich predigte, daß Jesus Christus niemand anders ist als Gott der Allmächtige. Ich predigte die Wassertaufe
im Namen des Herrn Jesus Christus, Heiligkeit, Feuer und Schwefel – etwas, das die anderen Evangelisten
nicht predigen. Aber darum habe ich mich nicht gekümmert, Bruder, auch wenn du mir keinen Penny gibst
und ich Schwarzbrot essen und Wasser trinken müßte, so würde ich dir doch die Wahrheit sagen. …
Ich predigte gegen Frauenprediger. Ich konnte das nicht wissen. Ich wußte nicht, daß ihr euch deshalb über
mich ärgern würdet. Ich hätte das wirklich nicht gedacht. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, daß sich

irgend jemand ärgern könnte. Ich dachte, jeder würde Gott lieben.
Die Bibel sagt <dazu>: ‚Die Mein Wort lieben, nichts wird sie verletzten.‘ (Psalm 119:165)
So, das glaubte ich. Und dann riefen sie eine Frau zum Predigen, bevor ich dran war.
Ich dachte: ‚Oh, das ist schrecklich. ‘ Je länger ich zuhörte, desto schlechter fühlte ich mich.
Ich sagte: ‚Herr, ich muß ihnen alles darüber sagen. Ich sehe, sie wissen das nicht (Seht ihr?).
Ich muß es ihnen sagen.‘
Die Leute saßen dicht an dicht. Es war ein Mann da, der eine Bibelschule gegründet hatte
(er war der große Mann darin) … ich würde das sagen, was Gott gesagt hat.
Genau wie Micha: ‚Über all diese Dinge weiß ich nichts, ich werde sagen, was Gott in meinen Mund legt.‘
Ich werde sagen, was Gott sagte. Erschießt mich, tötet mich, hängt mich, schlagt mir den Kopf ab;
ich werde nur sagen, was Gott gesagt hat (Seht ihr?).

Und ich ging dort ans Pult und schlug meine Bibel auf. Oh, sie glaubten, daß Gott mich gesandt hatte;
oh, sie prophezeiten … Sie brachten sich selbst in Schwierigkeiten. Ich hörte, wie sie sagten:
‚Ja, so spricht der Herr, du bist mein Prophet, ja, dies und das.‘
Das ist alles auf dem Band. Und als ich ihnen die Wahrheit sagte, war ich <plötzlich> kein Prophet mehr.
Da hat die Sache ihr Ende gefunden: ‚Du hast nun deine Berufung verloren.‘
… Ich sagte, wißt ihr, ich möchte ein wenig aus meiner Bibel lesen, und ich fand etwas bei Timotheus,
wo Paulus sagt … ,Ich verbiete einer Frau zu lehren oder Autorität über den Mann auszuüben.‘
,Sie darf das Evangelium nicht predigen.‘ Und ich zitierte ein paar andere Schriftstellen.
Ich sagte: ‚Nun, Schwester‘, während ich mich über das Pult lehnte … Oh, es wurde ganz still. Ich wußte ja
nicht, daß dieser Mann das Bibel Institut gegründet hatte und daß seine Töchter Pastoren waren und alles.
Wenn ich es gewußt hätte – ich hätte es trotzdem gesagt! ‚Schwester, du weißt das, der Herr hat dich nie
gerufen, Sein Evangelium zu predigen. Er hat auch nicht deinen Mann dazu berufen, die Windeln der
Babies zu wechseln, während du predigst und im Dienst unterwegs bist.‘
Oh, es wurde sehr still.
‚Wenn wir schon dabei sind, Bruder, Er hat dich gerufen, das Evangelium zu predigen, und sie hat Er berufen, eine gute Haushälterin zu sein!‘
Nun, sein Gesicht wurde rot, blau, orange … und dann schnaufte er, und ich dachte schon, er würde …
Und dann stürmte er aus der Tür! Sprang auf und rannte hinaus! Oh my, was habe ich getan?
Der Mann hat sich so geärgert, daß er zur Tür hinausrannte … Und dann dachte ich:
‚Ja, Junge, hier bist du erledigt. Schau, hier hast du nun Schwierigkeiten.‘
Ich sagte: ‚Schwester, ich liebe dich. Und weil ich dich liebe, werde ich nicht … Es kann sein, daß es dir die Prediger nicht sagen, aber es ist die Wahrheit. Wenn du es eines Tages glaubst, wirst du mich dafür lieben. Vielleicht nicht jetzt. Vielleicht verletzt es jetzt ein wenig, aber eines Tages wirst du mich dafür lieben.‘
Und ich setzte die Predigt fort. Gott salbte das Wort so stark, daß sie Ihm nicht widerstehen konnten.
Und selbst der alte Bruder, der die Frauenprediger hatte, die Pastor (innen), kam zu mir und umarmte mich weinend. Er sagte: ‚Bruder, das ist das Wort des Herrn.‘ Er mußte das tun, er mußte sagen, daß es Gott war.
Ich hatte eine reale Prophezeiung an diesem Abend gehört, als ich hineinkam.
Ein Mann sagte mir, ich wäre Sein Diener und all diese großen Dinge, die ich tun würde. Ich hörte zu, und
der kleine alte Bruder, der mit mir arbeitete, war ganz begeistert. Ich sagte: ‚Bruder, achte nicht weiter darauf. Dieser Bruder wird sich schon in der nächsten Minute gegen mich wenden.‘ Und das tat er auch. Aber die Prophetie klang trotzdem schrecklich gut. Sie sagte mir, ‚ich solle hier warten‘ und ‚Du tust dies.‘
Der Herr <aber> sagte ‚Habe damit gar nichts zu tun. Du kommst hier herüber in das Land und
wartest auf Mich, Junge.‘ Das habe ich auch getan.

Wie bereits weiter oben ausgeführt, war Bruder Bob mit zwei Freunden im Januar 1961 nach Sarasota gekommen, wo er von Gott mächtig gebraucht worden war. Der Pastor von dort, Rev. Gerald Derstine, hatte dafür gesorgt, daß die Nachricht von dem Ereignis veröffentlicht

und weltweit verbreitet wurde.
Zu dieser Zeit war Mr. Derstine gegenüber Bruder Lambert und seinem Dienst sehr freundlich eingestellt.
Am 1. März 1961 schickte Mr. Derstine einen herzlichen Brief an „Rev. Robert Lambert“, der so begann:
„Lieber Bruder Bob.“ In dem Brief berichtete Mr. Derstine von einer Versammlung in Washington im Februar 1961, in der er Bezug genommen hatte auf die Ereignisse in Zusammenhang mit der Vision Heimsuchung im Januar. Er sprach auch von dem Plan, diese Nachricht auch im Magazin „Men’s Voice“ zu publizieren.

Am 2. August 1961 schickte Mr. Derstine einen weitaus weniger herzlichen Brief an „Robert Lambert“
(also kein „Rev.“ mehr), der so begann: „Lieber Bruder Lambert.“ Er benannte den Anlaß für diesen Brief,
und das war die Tatsache, daß er (Mr. Derstine) inzwischen „von einem Pastor einer Gemeinde, in der du
in Connecticut gedient hast“ eine Anschuldigung gegen Bruder Bob erhalten hatte. Anscheinend ging es dabei um drei Punkte: Er habe sehr stark die Jesus only-Lehre (Jesus allein) vertreten; er habe den Dienst von Frauen verurteilt …; und daß er einen unbelehrbaren Geist habe.
[Stellungnahme] Nachdem Bruder Bob über die Falle gesprochen hatte, die für Bruder Branham ausgelegt war, sagte er: “Sie haben <von ihm> gesagt, daß er ein „Jesus only“ war. Dieser Mann ist nicht Jesus only, genauso wenig wie ich. Ich glaube einfach an einen Gott in drei Ämtern. Ich bin nur einer Person begegnet, das ist die Person des Herrn Jesus Christus.“ Als Bruder Bob von Frauen im Dienst sprach, sagte er nur, was die Bibel dazu sagt: Genesis 3:16; 1.Korinther 11:3; Epheser 5:22; Kolosser 3:18; 1.Timotheus 2:11-15 und 5:14; 1. Petr. 3:1-6. Man könnte auch fragen, ob der Apostel Paulus einen „unbelehrbaren Geist“ hatte, als er sagte:


„Als es aber dem, der mich von meiner Mutter Leibe an ausgewählt und durch Seine Gnade berufen hat,
gefiel, Seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich Ihn unter den Nationen verkündigte, zog ich nicht
Fleisch und Blut zu Rate. Ich ging auch nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich ging sogleich fort nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück
.“ (Galater 1: 15-17)
Vielleicht waren es der Pastor von Connecticut oder Mr. Derstine (oder beide), die „unbelehrbar“ waren.

 

Kapitel 7 (Auszug)

Warten auf einen Dienst · Der Tod des Propheten Gottes

 

Bob Lambert hatte sein zweites Interview mit Bruder Branham am 17. Juli 1965. Er begegnete ihm in Jeffersonville „zufällig“ auf der Straße. Ich gebe hier einfach wieder, was der Bruder selbst darüber berichtet hat... (Auszug aus Kapitel Sieben)

 

<Als er herankam,> sagte ich: Entschuldige bitte, Bruder Branham.

Hallo, Bobby, was kann ich für dich tun?

Bruder Branham, ich möchte nur eine Frage stellen. Ich will dich in keiner Weise belästigen.

Er sagte: Worum geht es, Sohn?

Ich sagte: Bruder Branham, ich erreiche gar nichts. Ich sitze nur herum. Es ist einfach schrecklich.
Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Bruder Branham sagte: Nun, Sohn, die Welt um uns herum stirbt. Bist du faul?

Oh, nein, Sir, das glaube ich nicht.

Er sagte: Nun, ich dachte, du wärest faul. Die Welt da draußen, sie stirbt um uns herum. Geh hinaus.
Dieser bestimmte Bruder ging zu einem bestimmten Ort in ein bestimmtes Land. Jetzt verbrennt er die Gegend dort mit der Botschaft.

Junge, mein Herz zerschmolz. Oh, Herr, ich möchte gehen.

Und er sagte: Gehe einfach hinaus, Sohn.

Und ich dachte: Gut, Junge! Und sagte: Bruder Branham, du meinst, einfach so gehen?

Ja, einfach gehen.

Er stand dort so und sah mich an.

Ich sagte: Bruder Branham, einfach nur gehen?

Ja, die Welt stirbt um dich herum. Gehe hinaus.

Aber, wißt ihr, das war, was mein Kopf hören wollte. Und, Junge, ich konnte schon sehen, wie ich mich zum Missionsfeld aufmachte. Junge, ich verließ bereits Amerika und war schon weg. Aber etwas hier tief drin sagte: Nein! Ich sagte: Ja - bis hier, aber da drin sagte etwas: Nein, Nein, Nein! Und als die Stimme ‚Nein’ so laut wurde, mußte ich den Propheten auf etwas anderes aufmerksam machen. Ich sagte: Bruder Branham, du meinst einfach gehen?

Er sagte: Geh.

Ich sagte: Bruder Branham, das Wort! Das Wort! Was ist mit dem Wort, das du predigst? Was ist mit Hört auf Ihn? Was ist mit der Einsetzung eines Sohnes? Was ist mit Ich tue nichts, bis mein Himmlischer Vater es mir zuerst zeigt?

Junge, seine Augen wurden lebendig. Er schaute so und sagte: Oh, Sohn, ich habe dich mißverstanden. Ich habe dich mißverstanden.

Junge, nun fing ich an, mich besser zu fühlen.

Er sagte: Ich habe dich mißverstanden. Du meinst, du willst auf den Herrn warten?

Ich seufzte und schrie beinahe: Bruder Branham, das ist die einzige Art, wie ich gehen kann. Irgend etwas läßt nicht zu, daß ich den anderen Weg gehe.

Oh, sagte er, laß uns dies kleine Lied singen: Die da warten auf den Herrn. Nun, Bobby, Gott wird mit dir in fünf Minuten mehr tun, als du in deinem ganzen Leben tun kannst, wenn du den anderen Weg gehst.

Ich sagte: Bruder Branham, das ist der Weg, den ich gehen möchte.

Er sagte: Wirst du morgen früh noch da sein?

Ich sagte: Ja, Sir, dafür bin hergekommen.

Er sagte: Ich habe eine Botschaft für dich.> ---

 

Bruder Bob berichtet dann folgendes:

<Was hat der Prophet (in dieser Botschaft) gesagt? Bruder, er feuerte das Wort nur so heraus, und es hätte jeden Prediger in seinem Lauf stoppen sollen. Was aber taten sie? Es hat sie für einen Moment erschreckt, Junge, sie zogen die Zügel ein wenig an, doch dann sprengten sie wieder davon. Und ich sage: Im Namen des Herrn, sie werden die wirklich echte Bewegung Gottes verpassen, wenn sie kommt. Wartet ab und seht, wer Recht hat.> (siehe: Versuchen, Gott einen Dienst zu tun, ohne daß es der Wille Gottes ist 65-0718)

 

 

Kapitel 8 (Auszug)

Auf der Suche nach einem Heim - Custers letzter Einsatz

 

Hebr. 11:8

Der Heimgang des Propheten Gottes, Elia von Mal. 4, Mt. 17:11, der Dienst von Hes. 47:4b, der Botschafter von Offb. 3:14, hatte die Mehrheit seiner treuen Anhänger niedergeschmettert. Br. William Marrion Branham hatte häufig vom Endzeitdienst gesprochen und der Einsetzung der Braut Christi. Er hatte von einem Zeltdienst und vom dritten Zug gesprochen und angekündigt, eine Botschaft mit dem Titel "Der Pfad der Schlange" zu predigen [siehe Führerschaft 65-1207]. Er hatte schließlich auch von künftigen Feldzügen in Indien, Afrika, Mexiko und dem Fernen Osten gesprochen; er hatte die Zerstörung von Los Angeles durch ein großes Erdbeben prophezeit, wodurch LA im Meer verschwinden würde; er hatte eine Vision gesehen, in der von Amerika nur Trümmer, Krater und Rauch zu erkennen waren. Und er hatte von Vernichtung durch Atomkraft gesprochen. Noch wenige Tage vor seinem Unfall hatte er gesagt: "Ich werde diesen Pfad noch einmal reiten, ich muß eine Botschaft bringen."

 

Er hat noch viele andere Dinge gesagt. So sprach Br. Branham häufig direkt oder indirekt davon, daß er dies Leben verlassen würde. In der Botschaft Das Siebte Siegel sagte er schließlich: "Ich werde euch zu eurem Vorteil verlassen." Doch nie hat er gesagt oder auch nur angedeutet, er würde, nachdem er gegangen sei, wieder zurückkommen von den Toten, es sei denn in der Auferstehung der Heiligen.

 

Nachdem er verstorben war, wollten Leute mit einem intellektuellen Verständnis über den Dienst dieses Mannes herausfinden, wie er denn die Dinge erfüllen würde, von denen er gesprochen hatte. Einige waren verzweifelt und dachten, diese Dinge könnten nicht mehr geschehen, nachdem der Mann tot war, oder daß die ganze Botschaft falsch sei, die er gebracht hatte, oder daß Bruder Branham ein falscher Prophet sei und daß sie schließlich selbst betrogen worden wären. Viele von ihnen, einschließlich der Männer, die Bruder Branham am nächsten standen, kamen zu dem Schluß, daß er auferstehen müsse. Er würde in einer privaten Auferstehung zurückkommen! Einige erwarteten, daß es unverzüglich geschehen würde. Andere mit mehr Umsicht meinten, nicht überrascht zu sein, wenn man seinen Sarg leer finden würde. Andere wiederum meinten, es würde nach drei Tagen geschehen, oder sie erwarteten, daß er bei der Beerdigung auferstehen würde. Als sich nichts davon erfüllte, erwarteten sie die Auferstehung in drei Monaten, ganz sicher aber zu Ostern 1966.

 

Daß dies dann nicht geschah, konnte eigentlich niemanden überraschen oder betroffen machen, der wirklich an die Schrift glaubte und daran dachte, wie oft Br. Branham von seinem Abscheiden gesprochen hatte - entweder gerade heraus oder in Parabeln. Und nachdem Bruder Lambert verschiedene Male öffentlich geäußert hatte, daß er das Abscheiden Br. Branhams erwarte, war es für ihn sicher keine Überraschung. Dennoch konnte dieser Umstand den Schmerz nicht verringern, den er über den Verlust dieses Mannes empfand, den er doch als seinen Freund und seinen Vater im Evangelium betrachtete.

 

Obwohl es ihnen in deutlichen Worten gesagt worden war, daß ein Umzug nach Tucson keine gute Sache wäre, fühlten sich dennoch viele Leute dorthin gezogen, die verschiedener Meinung waren über die Lehre Br. Branhams. Es ist berichtet worden, daß er selbst von neun verschiedenen Interpretationen seiner Botschaft gesprochen hat, die es allein in Tucson gebe.

Nachdem Br. Branham gestorben war und im Sarg lag, hatte Br. Bob Lambert seine einzige Gelegenheit, einmal im Tucson Tabernakel zu predigen (d.h. nicht das einzige Mal bei Pearry Greene, denn am 11. Okt. 1965 hatte er in Beaumont, Texas, schon einmal in der Gemeinde Pearry Greenes gepredigt, u.zw. The Last day Ministry- Dienst des letzten Tages). Während Br. Greene nicht in Tucson war (evtl. Sonntag, den 26. Dezember 65), predigte Bob Lambert dort eine Botschaft vor einer ungleichen Gruppe. Sie liebten wohl den Propheten, hatten aber sehr widersprüchliche Meinungen über seine Botschaft. Bob Lambert erklärte es gut:

 

„Ich habe nie in meinem Leben eine Versammlung gesehen, die derartig von dämonischen Kräften gebunden war. Gute Leute, die den Propheten liebten. Ich saß da und empfand... Jedesmal, wenn der [Gedächtnis-] Gottesdienst begann, konnte man hören, wie sie mit ihren Ketten hereinkamen und rasselnd diese großen Kugeln hinterher zogen. Jeder, der zu diesem Gottesdienst kam, war aufgestanden und hatte 'Prophet, Prophet, Prophet' gesagt. Genau wie ein Papagei. 'Prophet, Prophet', - was sollte das? Wir wissen Bescheid über den Propheten. Wir wissen, daß er ein Prophet war. Davor fürchtet sich doch der Teufel nicht. Und jeder saß da in der Höhle von Gadara. Einfach tot. Und sie sagten: 'Ich weiß nur, daß man warten muß, bis er zurückkommt!' Sie kamen tot herein, und sie gingen auch tot wieder hinaus.“

 

Ich bekam die Gelegenheit zu predigen. Ich trieb die Teufel links und rechts hinaus. Obwohl der Prophet dort in seinem Sarg lag, um beerdigt zu werden, bekam ich eine Chance, dem Teufel auf die Nase zu hauen, mein Freund, und ich gab's ihm richtig. Ich ging dort hinauf, zu Tode erschrocken, und wußte, sie würden sowieso niemandem glauben als nur Br. Branham, und ich wußte auch, sie hatten keine Offenbarung, und sie waren alle gebunden. Schrecklich! Keine Freiheit! Niemand konnte singen. Warum war man überhaupt zum Gottesdienst gekommen? Man war nur zu einem Begräbnis gekommen.

 

Darum sagte ich: 'Herr, ich kann hier keine Offenbarung predigen. Sie würden mich   hinauswerfen. Was soll ich tun, was kann ich sagen? Dieser Mann ist ein großer Erzieher und ein brillanter Redner, und ich weiß gar nichts und habe nichts gelernt.' Ich stieg dann hinauf, und diese alten Dämonen schwebten über jedem einzelnen. Ich öffnete meinen Mund, und der Herr schlug an meine Stimmbänder, Bruder, so war es. Es war wie ein Automatikgewehr, das losgeht.

 

Ich will dir etwas sagen, mein Bruder, diese Fesseln und diese Ketten, sie begannen abzufallen, und dann sprangen die Leute plötzlich auf und schrieen zum ersten Mal: Amen! ... Ich predigte Heiligkeit, Höllenfeuer und Schwefel. Ich predigte alles, was ich konnte. Es rollte einfach aus mir heraus, und man konnte hören, wie diese Ketten zersprangen und krachten.

Als ich fertig war, waren die Leute so erregt, daß sie heraufrannten und mich packten, als wäre ich ein Fußballheld. Das hat mich in Verlegenheit gebracht.“ Sie kamen alle herauf und schlugen mir auf den Rücken: „Preis dem Herrn, Halleluja, Ehre sei Gott, das war der Heilige Geist. Das war die größte Versammlung, die wir je gehabt haben.“ (Und die Frau des Pastors trug ein kurzes Kleid und hochhackige Schuhe.) Der Heilige Geist hatte alles angesprochen, aber es war niemand verletzt. Die Menschen weinten und taten Buße.

 

Als der Pastor zurückkam, sagten sie: „Oh, Bruder, wir hatten eine große Versammlung, seit du weg gewesen bist.“

Er sagte: „Oh, tatsächlich? Wer hat gepredigt?“

„Bob Lambert.“

„Ummm.“

 

Am folgenden Sonntag waren die Ketten wieder da, und viele baten darum, noch eine Versammlung mit Bruder Bob zu haben. Als er dann nach mehreren Gottesdiensten nicht wieder predigte, kamen einige zu ihm und regten an, er solle doch eine extra Gemeinde aufmachen. Bruder Bob lehnte das ab. Er sagte den Brüdern, sie sollten bleiben und ihrem Pastor treu sein, aber darum beten, daß Gott ihre Augen öffnet.

 

Nach einiger Zeit bat man Bruder Bob, während eines Gottesdienstes zu beten. Indem er der Bitte nachkam, begann er in seinem Gebet zu predigen und nannte den Teufel beim Namen. Er betete:

„Gott, wir stehen hier heute abend mit der größten Offenbarung, aber wir sind gebunden von dämonischer Macht.“

(Er berichtet:) Ich fing an, das im Gebet auszusprechen, und man konnte hören, wie die Ketten barsten. Jeder begann, Gott zu preisen und den Herrn anzubeten. Später konnte man hören, wie jeder mit dem anderen sprach. Und der Pastor sagte: „Das war der größte Gottesdienst, den wir in Tucson jemals hatten.“

Und wie kam das? Weil ein kleiner Bruder zuließ, daß der Herr Seinen Weg im Gebet hatte.

 

Ende Dezember reiste Bruder Lambert nach Jeffersonville, um dort den Beerdigungsgottesdienst zu besuchen, der am 29. stattfand. In Jeff. angekommen, begab er sich zu einem Motel (Motor Hotel), wo er auf Prediger und Laien stieß, die alle in großer Unruhe waren, einige waren völlig niedergeschlagen. Eine Schwester kam zu ihm und bat: „Bruder, könntest du zu uns herüberkommen und für meinen Mann beten. Er ist einem Nervenzusammenbruch nahe.“ Dann begann jemand, der eine herausragende Persönlichkeit unter den Nachfolgern Bruder Branhams war, irre zu reden, und drehte durch. Er redete über große Dinge, die er getan hatte, Dinge, die er gekauft hatte und was er alles geplant hätte. Und dann sagte er plötzlich in tiefer Verzweiflung: „Er hat uns in einem Zustand verlassen, der schlimmer ist als es jemals war. Es wäre besser, wenn wir in einer Denomination wären. Wenn er nicht zurückkommt, dann ist er nicht Elia, der Prophet!“

 

Bruder Bob sagte: „Ich ließ ihn eine Weile reden und sagte: ‚Alles ist genau im Zeitplan, mein Bruder.’ Das schien ihn zu schockieren. Ich sagte wieder: ‚Alles ist genau richtig. Nichts läuft außer Plan. Es gibt keine Fehler und keine Zufälle bei Gott. Es handelt sich um keinen Unfall, es ist der Wille Gottes.’“

(Er berichtet:) Dann stand ich ganz hinten, nachdem ich das Begräbnis schon in einer Vision gesehen hatte, und sah es <nun> alles <in Wirklichkeit>. Jahrelang hatte ich es meiner Frau prophezeit und wartete. Seither hatte ich sie (nicht die Ehefrau) beobachtet. Ich habe sie nun sieben Jahre lang beobachtet. Hier waren sie nun alle in Jeff. versammelt und warteten auf etwas, das nicht geschehen würde. Und das alles, weil sie nicht genau genug zugehört hatten. Sie hatten sich verhört, und ihre Ansichten gingen hinaus. Interpretationen machten die Runde und wurden zu Lehren. Da saßen sie nun in Verwirrung und in Erschütterung, weil sie nicht genau Acht gegeben hatten auf das was sie hörten. Bruder, wenn ein Prophet auf der Bildfläche erscheint, wird es Zeit, sich aufzurichten und Hab Acht-Stellung einzunehmen. Wandelt dann in Furcht und Zittern und seid euch bewußt, was da auf der Erde ist.

Als die Zeit zum Begräbnis-Gottesdienst gekommen war (Mittwoch, den 29. Dez. 1965), versammelten sich im Gebäude und auf dem Parkplatz viele Hundert Menschen aus den Staaten, den kanadischen Provinzen und dem Ausland. Obwohl der Gottesdienst nicht vor 13 Uhr beginnen sollte, war das Branham Tabernakel gegen 11 Uhr bereits voll besetzt. In Form von Blumen, Karten und Briefen kamen hundertfach die Liebe, die Sympathie und die Unterstützung von überall auf der Welt zum Ausdruck, füllte den verfügbaren Raum und übertraf außerhalb des Gebäudes jede Erwartung. Freunde und Amtsträger aus der Stadt weinten mit der Familie Bruder Branhams und seinen Angehörigen. Polizisten sah man weinen, der Bürgermeister der Stadt weinte, jeder weinte. Warum? Es hatte jemand Fußspuren im Sand <der Zeit> hinterlassen, der den Schmerz der Schwachen, der Kranken, der Angefochtenen gefühlt hat und sich selbst als ein Gefäß zur Ehre in die Hände des Allmächtigen Gottes übergeben hatte.

 

Dennoch gab es einige, Prediger, die hinten in der Versammlung einen Platz gefunden hatten, die nicht eines Sinnes waren mit der Trauergemeinde. Wie Bruder Lambert beobachtete:

 

Ich sah, wie diese Prediger zum Begräbnis kamen, und dann saßen sie hinten. Und statt zu klagen, zu seufzen und mit Gott zu ringen, statt dort mit blutendem Herzen zu sitzen, weil der einzige Mann mit Rechtschaffenheit in einem Sarg lag, weil die Braut in diesem Zustand war, die Gemeinde und die Welt in diesem Zustand war, in dem sie sich befand... Dort lag der einzige Mann, der sich Gott auf die rechte Weise zu nähern wußte. Und dort befanden sich diese zurückgefallenen Kains-Prediger ganz hinten.

Gott, vergib mir, daß ich das sage, aber Herr, sei barmherzig, ich kann das nie vergessen. Ich saß <auch> dort hinten, von Schmerz übermannt. Ich wußte, ich hatte das Begräbnis genauso gesehen, wie es war, und da war es <wirklich>! Ich saß dort, und jeder dachte: „Was für eine kleine Sissy da, kann das nicht aushalten!“ Die Leute wissen ja nichts. Da saß ich nun, und mein Herz brachte mich fast um, meine Seele fast herausgerissen; und da saß dieser Haufe von großen, fetten Predigern, und sie redeten über die Versammlungen, die sie haben wollten. Gott, sei ihnen gnädig.

 

Prediger? Wir haben zu viele davon! Dort liegt doch das Problem. Statt daß sie weinten und Leid trugen, sagten sie: „Nun, was will Gott denn damit sagen? Wo ist denn nun euer Bruder Branham? Oh, er wurde auf dem Weg nach Texas getötet. Er ist abgerutscht in diese Lehre vom ‚Samen der Schlange’, und dann diese ‚Nur-Jesus-Lehre’, und Gott hat ihn getötet.“

 

Doch Gott würde sagen: „Habe ich nicht seine Gabe bezeugt? Weshalb habt ihr ihm nicht geglaubt? Wo ist euer Bruder? ‚Bin ich meines Bruders Hüter?’ Ja, du bist deines Bruders Hüter. Du kümmerst dich um deinen Bruder.“

 

Ich erinnere mich an die Stimme, als sie eines Tages ausrief: „All ihr falschen Propheten und all ihr falschen Lehrer, die ihr in diesen Versammlungen gesessen habt, die ihr zu Hause in eurem Büro gesessen und die ihr die Tonbänder gehört habt und die ihr wißt, daß sie richtig sind. Eines Tages werdet ihr ernten, was ihr gesät habt, ihr falschen Propheten, ihr. Euer Tag kommt, und er ist nahe. Er ist nahe.“ (Die Gesalbten der Endzeit 65-0725)

Aber da gab es noch andere zu dieser Zeit, die sich über verschiedenes gewundert haben. Auf die Nachricht vom Tod des Propheten begann ein bestimmter Bruder aus dem Süden zu beten. Er war in einer Pfingst-Denomination aufgewachsen, beanspruchte seine Errettung von Jugend an. Er hatte eine Erfahrung gemacht, die - wie er glaubte (und wie ihm von anderen bestätigt wurde) - die Taufe des Heiligen Geistes war. Aber schon nach wenigen Tagen verschwand die Euphorie wieder, und er stellte fest, daß diese Erfahrung auch nicht die Ergebnisse gebracht hatte, die sie gemäß der Schrift hätte bringen müssen. Also fragte er sich, was verkehrt gewesen war.

Einige Jahre später fing er an, die Tonbandpredigten William Branhams zu hören, und er erkannte, daß die Taufe, die er erlebt hatte, in keiner Weise zu vergleichen war mit der Taufe, die jeden Tag im Leben des Propheten demonstriert wurde. Als dann Bruder Branham in seiner Stadt Versammlungen abhielt und einen Ruf machte für alle, die sich die Taufe des Heiligen Geistes wünschten, ging dieser Mann nach vorn und ließ für sich beten, erhielt aber nicht, wonach er sich so sehr gesehnt hatte.

Nachdem Bruder Branham nun gegangen war, erinnerte sich dieser Mann daran, obwohl er betrübt war, daß der Prophet sehr oft vom kommenden Wort gesprochen hatte. Und nun begann er folgendermaßen zu beten: „Herr, es hat uns viele Jahre gekostet, bis wir verstanden haben, daß der Prophet Elia mit einem Dienst auf der Erde war. Hilf uns, den kommenden Dienst schnell zu erkennen und ihn zu verstehen.“

 

Bruder Lambert hatte einen Befehl vom Herrn, Tucson zu verlassen. Auch wenn er nicht wußte, wohin er gehen sollte – hatte er doch ein Wort vom Herrn, daß Er Seinen Geist irgendwo im Osten ausgießen würde. So versuchte er nun, Führung vom Herrn zu bekommen, wohin er gehen sollte. Er wollte dem Willen Gottes nicht mehr vorauslaufen, wie er es früher getan hatte, und zum Propheten konnte er nicht mehr gehen, um eine Antwort zu bekommen. <Es war> wie er es seiner Frau sagte:

„Ich weiß es nicht, Shirley. ER hat gesagt: ‚Verlasse Tucson.’ Ich muß einfach durch Glauben gehen. In meinem Herzen fühle ich, daß ich in den Süden gehen sollte. Laß mich mit dem Süden anfangen, und wenn ich durch Glauben gehe, wird der Herr mir zeigen, wohin.“

Er hat nie gesagt, was es war, aber an dem Tag, als seine Familie Tucson verließ, geschah etwas Übernatürliches, wie Bruder Bob sagte.

Eine 1200 Meilen lange Reise in Richtung Osten führte sie durch die Südstaaten Arizona, Neu Mexiko und Texas bis nach Many in Louisiana.

 

Obwohl Bruder Lambert es genoß, von dem dämonischen Druck befreit zu sein, der auf Tucson lag, hatte er keineswegs die Absicht, nur zu entspannen und „zu jagen und zu fischen, bis Jesus kommt.“ In der unmittelbaren Umgebung gab es keine Botschafts-Gemeinden. So glaubte er, den Gläubigen vor Ort von Nutzen sein zu können, die sich in Hauskreisen oder in einem angemieteten Gebäude versammeln wollten. Er vergaß nicht, daß er von Gott einen Auftrag hatte, während seine Predigerfreunde ihm Anfang 1965 bekannten, daß sie in ihrem Leben keinen Ruf von Gott hätten. Ihnen hatte er gesagt: „Brüder, ihr müßt euch über gar nichts Sorgen machen. <An eurer Stelle> würde ich mit dem Predigen aufhören und einfach vorwärts gehen. Aber für mich betet bitte. Ich bin in Schwierigkeiten! Ich bin IHM begegnet und habe mit IHM gesprochen.“

Nur wenige Wochen nach dieser Begebenheit – Bruder Branham hatte über die Wiedererstattung des fünffältigen Dienstes gesprochen – beeilten sich die<se> Predigerbrüder, von Bruder Branham ordiniert zu werden. So wurden am 18. April 1965 fünfzehn Männer ordiniert. ( Ändert Gott je Seinen Willen über Sein Wort? )

 

Bruder Bob begann damit, einer kleinen Gruppe in Many zu dienen. Er rief dazu auf, sich von Sünde und Unglauben zu trennen, ermahnte und führte sie den Weg zu einem fleißigeren, regelmäßigen Gebetsleben und forderte die Leute auf, die Gemeindeordnung in ihrer Versammlung so weit wie möglich zu beachten. Er predigte auch die Token-Botschaft – eine Ausgießung des Heiligen Geistes auf diejenigen, die zur Braut gehören wollen – mit der Kraft, wie sie der Gemeinde am Tage zu Pfingsten gegeben worden war.

Danach begann er auch an anderen Orten dieser Region zu predigen. Nach einer Serie von Zusammenkünften in Many, ging Bruder Bob nach Shreveport, wo es eine kleine Gruppe von Gläubigen gab, die Bruder Branham im Life Tabernakel gehört hatten...

 

Bruder Lambert nahm seinen Text von Mt. 19:12 und Esther 1:1-5 und predigte über „Die Eunuchen des Herrn Jesus Christus.“ Er verglich einen geistlichen Eunuchen mit dem natürlichen, dessen Unterscheidungsmerkmal darin besteht, daß er keinen eigenen Samen hat, aber ein geistlicher Eunuch wird nur den Samen des Königs ausstreuen. Er sagte dann: Jedesmal, wenn ihr seht, wie ein Mann für Popularität (auch: Beliebtheit), Geld oder sonst irgend etwas mit der Abendlicht-Botschaft Kompromisse macht, dann wißt ihr, daß er kein geistlicher Eunuch ist. Und dann bezog er seine Bemerkungen direkt auf das Publikum: „Leute, ihr solltet lieber <genau> darauf achten, wer euch mit dem Wort Gottes schwängert. Ihr solltet lieber sicherstellen, daß es ein geistlicher Eunuch ist, der zu euch predigt. Es ist besser, wenn ihr nicht irgendeinen zu euch predigen laßt, nur weil er behauptet, die Braut zuzubereiten. Es gibt nur eine Botschaft, die die Braut vorbereitet (oder: zubereitet), und das ist die Botschaft des Eunuch-Propheten von Mal. 4. Er allein hat 100 Prozent Wortsamen gesetzt, unvermischtes Wort Gottes.“

 

Es gibt viele Leute, die sagen, sie wünschten sich Pfingsten zurück. Aber Bruder Lambert stellte eine harte Frage: „Schön, aber wollt ihr auch einen Ananias und eine Sapphira? Es kommt der Tag, da werden Sünder nicht in der Versammlung der Gerechten und dem Königreich Gottes stehen, weil sie auf- (oder: heraus) gerufen werden. Wir sagen <so leicht>, wir wollen ein neues Pfingsten, aber wir wollen nicht den Preis bezahlen, der damit verbunden ist.“

...

Bruder McGahee begleitete Bruder Bob nach Indiana, wo sie Bruder Orman Neville, den Pastor des Branham Tabernakels trafen. Bruder Neville hatte eine Predigtverpflichtung, daher gingen die Brüder mit ihm zu einer kleinen Gruppe in Pekin zu einer Montagabend-Versammlung (am 13. Juni 1966). Da Bruder Lambert gebeten wurde, vor der Botschaft ein Zeugnis zu geben, sagte er folgendes: Wenn ich heute abend etwas sagen soll, möchte ich, daß es etwas ist, das euch helfen kann. Ich meine, viele Leute sagen heute: ‚Preis Gott, Bruder Bob, die Entrückung steht bevor.’ Ich kann das selbst nicht so sehen, denn ich glaube, wenn die Entrückung heute abend geschähe – und wir schauen jetzt einmal nicht auf die Vorherbestimmung –, dann wüßte ich nicht, wer daran teilnehmen könnte. Denn wir sind <ja> gar nicht in der <nötigen> Verfassung für die Entrückung. Ich glaube, daß wir schon recht lange nur Gemeinde spielen und daß da etwas kommen wird vom Herrn. Ich glaube, daß es Gericht am Hause Gottes sein wird. Ich meine, daß wir das benötigen. Ich meine, das wird unsere Errettung sein.

Es gibt eine Menge Leute, die eine Erfahrung mit dem Tonbandgerät haben anstelle einer Erfahrung mit Jesus. Es ist die Erfahrung, daß der Herr Jesus euch durchbringen wird. Ich muß das sagen, denn es ist die Wahrheit. Es tut mir weh, das zu sagen, aber die Menschen, die sich Braut Christi nennen, leben weniger <aus> als andere, die ich kenne.

Sie sitzen herum, weinen und wünschen sich: „Oh, Mose, komm zurück...“ Wenn Mose zurückkäme, wären wir auch in keiner besseren Verfassung als jetzt. Und wir sind in einem bedauernswerten Zustand. Bruder, ich halte Ausschau nach all dem, was sie am Tag zu Pfingsten hatten, und mehr. Ich halte Ausschau nach dem Offenbarwerden der Söhne des lebendigen Gottes.

 

Bruder Branham war nichts anderes als die Erstlingsfrucht, die zur Reife kommt, um eine doppelte Portion Gottes hervorzubringen, die Er uns für diese Stunde verheißen hat. Er wird eine Braut präsentieren. Glaubt doch bitte nicht, daß Gott eine Braut vorstellt, die niedergeschlagen ist und <dauernd> sagt: „Mose, komm zurück und führe uns in die Entrückung.“ Wo findet sich sowas im Wort Gottes? Es ist nichts weiter als eine menschengemachte, fleischliche Interpretation.

Bruder Lambert beendete sein Zeugnis wie folgt:

Ich möchte euch etwas sagen. Gott hat mich nicht berufen, um mit jedem Kompromisse zu machen, nur um Gemeinschaft zu haben. Deshalb sagte ich zu Bruder McGahee: „Ich verstecke mich nicht da unten in den Wäldern von Louisiana, sondern ich nehme dort meinen Stand ein und predige das Wort Gottes genauso, wie Er es gegeben hat. Und in einer letzten Bitte um Gebet sagte er: „Wenn ihr das nicht mögt, was ich gesagt habe, dann werdet ihr zweifellos nicht für mich beten.“

 

Bruder Bob zog dann mit seiner Familie nur ein wenig weiter in eine Kleinstadt namens Minden. Hier verweilte er als Pilger in einem fremden Land. Er diente denen, die ihn hören wollten, und stellte die Verheißungen Gottes in Aussicht. Er mahnte die Hörer zur Weihe und zum Gebet, um in die vollkommene Gemeinschaft mit Gott einzutreten, die Er verlangt, und entlarvte satanische Auffassungen und Lehren, die hereinkrochen und sich unter den Endzeit-Gläubigen offenbarten.

 

 

1966 Im August fuhren die Lamberts nach Miami, Florida, um dort einige Freunde zu besuchen und zu ermutigen, die sie seit Beginn seiner christlichen Erfahrung gekannt hatten. Dort brachte Br. Bob in der örtlichen „Gläubigenversammlung“ drei Botschaften, nämlich „Satans Täuschung“, „Eli-Priesterschaft“ und „Geistliche Eunuchen“. Die McGahee Familie reiste von Tampa an und nahm an der Anbetung für den Samstags- und Sonntagsgottesdienst teil. Er schloß seine Botschaft „Manifestation des Mann-Kindes“: Wenn das Mann-Kind manifestiert wird, dann wird es über die Gemeindewelt Gericht bringen, weil sie das Zeichen abgelehnt haben, das unter ihnen war. Halte das in deiner Bibel fest, Bruder, und achte darauf, ob es stimmt – sie haben das Zeichen abgelehnt, das unter ihnen war. Und das wird die schlußendliche Bestätigung von Mal. 4 sein!

 

Wiederum begann der Herr, mit Bob Lambert über den Osten zu verhandeln (zu reden). Er befand sich eines Tages in einem Einkaufszentrum in Miami und griff nach einer Bibel, die im Wagen lag, und las darin: Geist, Wasser flossen unter dem Thron, dem Osttor, hervor. (Hes. 47) Er bekannte, daß er es nicht verstand.

Bevor sie Florida wieder verließen, besuchte er Br. McGahee in Tampa. Um vier Uhr morgens kam der Herr ins Haus und zeigte ihm Dinge, die den Osten betrafen. Die Gegenwart war so gewaltig, daß die McGahees zum Gebet auf ihre Knie gingen, aber sie verstanden nicht, was vorging. Br. Bob kehrte nach Minden zurück und wußte noch immer nicht, wo der Herr ihn haben wollte.

 

Die Zeit verging langsam in Minden. Bob Lambert bezog eine kleine Pension auf Grund seiner militärischen Untauglichkeit. Er brauchte daher keine Opfer von armen Gläubigen, um seine Ausgaben zu bestreiten. (Tatsächlich hatte er in Miami ein Opfer großzügig ausgeschlagen und den Pastor gebeten, das Geld statt dessen für dessen Radio-Predigten zu verwenden.)

 

Bruder Bob verließ sein Heim oft früh am Morgen und sagte, er würde Eichhörnchen jagen gehen, doch verbrachte er den Tag öfter damit zu weinen und zu beten, seine Sünden zu bekennen und den Herrn um Weisungen zu bitten. Wenn er betete, sagte er: Herr, ich bin krank von all diesen Dingen. Du kannst keine Braut erbauen. Du kannst keine Gemeinde haben. Er lief den ganzen Tag weinend herum. Ich steige vom Pferd und weine; ich schieße ein Eichhörnchen und weine; ich steige aufs Pferd und weine; zu Hause weine ich im Bett. Ich weine die ganze Zeit, weine, weine, weine.

 

Und dann gehe ich hinein und will meine Bibel lesen. Ich öffne sie, und da ist es wieder, das Kapitel 47 von Hesekiel. Und es heißt: Wasser flossen unter dem Osttor hervor. Oh, Er füllt mich damit ab (oder packt mich damit zu). Oh, Herr, was? Wasser flossen unter dem Osttor hervor. Was? Und je mehr ich darauf schaue und je länger ich es lese, kommt umso mehr der Geist um es zu salben. Ich sage: Herr was möchtest Du mir zeigen? Ich lese alles über den Tempel und die Wasser, die herausfließen, unter dem Osttor herausfließen, bis hierher reinigen, und dann ein Fluß, den man nicht überschreiten kann – Geist und Salbung überall um mich herum.

Nun, am nächsten Tag habe ich das alles vergessen, und wenn ich sage: Ich lese ein wenig in meiner Bibel... ‚Menschensohn, Wasser kommt unter dem Osttor hervor.’ Und Er kommt wiederum. Und ich fange an zu schreien und zu weinen, zu schreien und zu weinen. ‚Herr, was meinst Du hier? Ich verstehe es nicht.’ Und ich lese es wieder und wieder und kann nichts daraus machen.

 

Bruder Bob fuhr fort zu weinen und zu beten und wartete weiterhin auf den Herrn und suchte eine Antwort auf die Frage, wo der Geist des Herrn ausgegossen werden würde und was er tun sollte im Dienst für den Herrn. Gott hatte seine Arbeit in Arizona und in Louisiana nicht wirklich gesegnet. Jedesmal, wenn es danach aussah, als würde etwas beginnen, geschah etwas, das alles zum Einsturz brachte und ihn weiterziehen ließ. Wieder einmal hatte er eine Heimsuchung vom Herrn. Innerhalb von zwei Wochen würde er weiterziehen. Er sagte es seiner Frau und bereitete sich auf den nächsten Umzug vor. Aber auf den Schock seines Lebens war er nicht vorbereitet, wie er es später nannte.

 

Eine echte Bewegung Gottes erfordert oft eine Vorbereitung auf zwei Seiten oder bei mehreren Parteien, die Er für Seine Ziele gebrauchen möchte. So war es auch in diesem Fall.

 

1967 Es war Februar oder März, als einige Brüder in Connecticut feststellten, daß sie einen Pastor brauchten, der den Bedürfnissen der Botschaftsgläubigen dienen würde. Sie beauftragten einen aus ihrer Gruppe, Kontakt zu Br. Bob aufzunehmen und ihn einzuladen. ...

Etwa zur selben Zeit erhielt Br. Bob eine weitere Einladung, irgendwohin nach Texas umzuziehen.

 

Weil er in den vergangenen Monaten viel im Gebet gewesen war, um den Willen des Herrn für sein Leben herauszufinden, war er überzeugt, daß der Ruf aus Connecticut vom Herrn war. Also entschied er dorthin umzuziehen, obwohl er wußte, daß die dämonischen Mächte dort sehr stark waren und die Gegend den Ruf genoß, der „Friedhof für einen Prediger“ zu sein! Frühere Reisen nach Connecticut hatten stattgefunden, als er noch ein Novize war und nicht wirklich vorbereitet darauf, den Dienst eines Pastors zu versehen.

 

Einigen Zweifeln zum Trotz wollte er doch Gott völlig vertrauen, daß Er einen Weg für ihn bereiten würde, und packte zügig seine Sachen...

Bruder Lambert war mehr als ein Dutzend mal umgezogen, um einen Platz zu finden, an dem er dem Herrn dienen konnte. Er hatte den Eindruck, daß die meisten seiner Probleme von Frauenpredigern verursacht worden waren. Nicht wenige Frauen waren aktive Prediger in der einen oder anderen Gemeinde, aber viel mehr waren Prediger durch ihre Ehemänner. So beeinflußten sie und unterwarfen sie andere ihrem Willen durch Geschwätz oder durch bewußte Mißachtung der Wahrheit. Es wurden Lügen erzählt über Bob Lambert und seine Familie; seine Weihe Gott gegenüber wurde in Frage gestellt; seine Hingabe, den Gemeindemitgliedern der kleinen Versammlungen zu dienen, wurde bekrittelt. Sogar seine Predigerfreunde wurden durch solche Lügen beeinflußt, die ihnen von unbußfertigen Frauen eingeflüstert worden waren, die unbedingt seinen Einfluß töten wollten. Sogar der gefestigte Bruder Orman Neville wurde eine Zeitlang durch die Lügen einer Frau gegen Br. Bob beeinflußt.

 

Wie Br. Bob es selbst dargestellt hat:

Ich habe viele Jahre mit Teufeln in Frauen gekämpft. Ich habe versucht, eine Gemeinde in West-Virginia, eine in Arizona aufzubauen; ich habe es in Shreveport, Louisiana versucht; ebenso in Many, Louisiana. Und wollt ihr wissen, was mich jedesmal zum Aufgeben zwang? Frauen! Frauen! Sie haben mich zweimal in Connecticut hinausgetrieben; sie haben mich aus Many und aus Louisiana hinausgetrieben. Wo immer ich gepredigt habe, kam der Geist Gottes. Wenn ich gepredigt habe, kamen die Leute bis aus Texas und von überall her. Wo ist die Gruppe, die jetzt in Shreveport ist? Wie ist sie dort entstanden? Der Herr hatte meinen Dienst gesegnet und sie alle herausgerufen aus der Gemeinde von Jack Moore, wo Br. Branham all die Jahre gepredigt hat. Einige seiner ältesten Mitglieder. Und was geschah dann? Nachdem die Leute das gesehen hatten und gesegnet wurden, hörten sie auf den Teufel in einer Frau, die sich querstellte und mich aus der Stadt vertrieb.

 

Wenn er nun, geführt vom Herrn, das dritte Mal nach Connecticut zurückkehrte, dann tat er dies mit dem festen Entschluß, daß der Teufel hier seinen letzten Tag gehabt haben sollte. Das sollte das letzte Schlachtfeld mit dem Teufel sein. In Erinnerung an ein Gemälde von einem berühmten Teilnehmer des Bürgerkriegs..., formulierte er diese Herausforderung:

Es wird kein Teufel der Hölle groß genug sein, um mich aus Neu England hinauszuwerfen. Ihr habt doch von 'Custers letztem Einsatz' gehört (und die Teufel waren dort stärker als die Philister um die Mauern Bethlehems herum). Dies ist Custers letzter Einsatz! Habt ihr das gehört? Das ist LAMBERTS LETZTER EINSATZ!

 

Er war gründlich vorbereitet worden auf diese Herausforderung. Einige derselben Geister, die auch Br. Branham geplagt hatten, erhoben sich in der Versammlung. Geister, gegen die er konsequent angepredigt hatte, wollten sich seinem Dienst nicht unterwerfen. Männer standen in der Versammlung auf, die zwar selbst verführt, aber dennoch sicher waren, daß sie einen Dienst für die Braut hätten. Andere gaben vor, sie hätten einen prophetischen Dienst. Br. Bob mußte in der Gemeinde sogar darum kämpfen, daß ein Verlangen nach den Verheißungen erhalten blieb, von denen Gottes wahrer Prophet, Br. William Marrion Branham, so oft gesprochen hatte.

 

In ihrer neuen Heimat Connecticut begann Bruder Lambert (März 1967) im Haus von John und seiner Frau Versammlungen durchzuführen. Nach ein paar Treffen kündigte Br. Bob an, daß sie "das Nest wechseln" würden. Offenbar gab es einige in der Gruppe, von denen bekannt war, daß sie Spaltung bringen würden, und so hoffte er, daß diese Leute wegblieben, nachdem er mit der Versammlung umgezogen war. Daher wurden die Gottesdienste dann im Keller des Hauses eines Gemeindemitglieds in Hamden durchgeführt, nämlich bis zum Sonntag, den 10. Dezember 1967. Er stellte dabei fest, daß die Gemeindeordnung in einer Privatwohnung allenfalls nur schwierig aufrechtzuerhalten war, und zog mit der Gemeinde nach North Haven in die Halle eines Gutshofes um. Und schließlich wurden im April 1968 die ersten Gottesdienste in einem angemieteten Gebäude in Durham, Connecticut, abgehalten, den früheren „Durham Säuberern“ (Durham Cleaners).

 

 

Kapitel 9 (Auszug) 

 

Aufbau einer Gemeinde, Kadesh Barnea

 

Mein Freund ist gleich einem Reh oder jungen Hirsch. Siehe, er steht hinter unserer Wand und sieht durchs Fenster und guckt durchs Gitter. Das Hohelied Salomos 2:9

 

Ich tue euch aber kund, liebe Brüder, daß das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht menschlich ist. Denn ich habe es von keinem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi. Gal. 1:11-12

 

Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium; so doch kein anderes ist, außer daß etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. Gal. 1:6-7

 

Die Reise von Virginia über Florida, New York nach Connecticut und Arizona zurück über Florida und Virginia nach Arizona und Louisiana und schließlich nach Connecticut erforderte – mit vielen Abzweigungen und Zwischenaufenthalten unterwegs – insgesamt 8 lange Jahre. Nachdem Bob Lambert eine übernatürliche Bekehrung erlebt, Visionen zu den kommenden Gerichten Gottes gesehen und verschiedene Heilungen erlebt hatte und ihm der Dienst  des Botschafter-Propheten an das siebte  Gemeindezeitalter gezeigt worden war, reiste er viel durch die USA, gewann viele Freunde - und  machte sich nicht wenige Feinde. Sein unbeugsamer Stand auf dem Worte Gottes, sein Eifer und seine Beharrlichkeit, die heutige Gemeinde auf den Christus der Bibel zu verweisen, hatte zum Ergebnis, daß ihn zwar viele liebten, aber weit mehr noch die Botschaft ablehnten, die er ihnen brachte.

Auch die moderne Pfingstbewegung, die doch das Banner für das Zeitalter trug, das auf die Erfahrungen in der Asuza Straße gefolgt war, wollte diesen Mann nicht hören, obwohl er ein so bewegendes und mächtiges Zeugnis hatte. Vielleicht war es sein Mangel an Bildung und sein spezielles Virginia-Englisch, das viele gestört hat; aber wahrscheinlicher ist, daß es seine kompromißlose Haltung gemäß den Lehren der Schrift gewesen ist. Er predigte die Wassertaufe im Namen Jesu Christi; die Notwendigkeit einer echten Erfahrung der Taufe des Heiligen Geistes, wie die Urgemeinde sie hatte, um zur Entrückung berechtigt zu sein; die schriftgemäße Stellung der Frau in der Gemeinde und ziemliche Kleidung. Viele liebten die moderne weltliche Unterhaltung: Sport, Fernsehen, Kino, öffentliche Badeanstalten. Das war es, was ihm den Zugang zu ihnen vermauerte.

Und sicherlich predigte er eine Botschaft, die die Hörer dazu zwang, sich ihrem wahren geistlichen Stand zu stellen. Seine Worte nötigten viele, in die dunklen Winkel ihrer Seele zu blicken, und was sie dort fanden, war so, daß sie es weder sehen noch aufdecken wollten, um darüber Buße zu tun. Viele erkannten ihren Stolz, andere ihre Liebe zum Geld, einige ihr Vergnügen daran, andere zu beherrschen, und wieder andere erblickten eine Lust des Fleisches, die sie vom häuslichen Herd weggezogen hatte. Es gab viele, die Bob Lambert hörten und die sich nicht eingestehen wollten, daß die Grundlagen ihres Glaubens brüchig und zerfallen waren.

 

Bob Lambert predigte und zeugte wo immer er konnte – in Gemeinden, in Kinos, auf Seitenstraßen, von Haus zu Haus, und oft fühlte er sich vom Geist geleitet, zu irgendeiner Person ein paar Worte zu sagen, die offen dafür war, das Evangelium Christi zu hören.

 

In den ersten Jahren nach seiner Bekehrung versuchte Bob Lambert andere Menschen zu finden, in denen sich der Geist Gottes bewegte, und wollte ihnen Glauben schenken, wenn sie erzählten, daß sie <etwas> vom Herrn gehört hatten, daß sie geistliche Visionen sahen und daß der Herr sie für große Dinge gebrauchen würde. Sein Verlangen danach, mit Geist-geführten Menschen Gemeinschaft zu haben, hatte zur Folge, daß er mit vielen Gruppen und Einzelpersonen viel Zeit verbrachte. Einige der Männer, die er aufgesucht hatte, kannten sich mit den Diensten im Fernsehen und im Radio aus, einige beanspruchten, Propheten zu sein oder Söhne der Propheten, aber es gab auch einige, die offen sagten, daß sie keinen wahren Ruf von Gott als Grundlage für ihren Dienst hatten, sondern nur das Verlangen spürten zu predigen.

 

Nachdem er die aufgezeichneten Predigten William Marrion Branhams, dem Endzeit-Botschafter, kennengelernt hatte, dessen Dienst in der Schrift prophezeit war, erkannte er, daß dies der Elia war, den Gott ihm bei seiner Bekehrung gezeigt hatte und der gemäß der Prophezeiung von Maleachi kommen sollte. So rasch wie möglich hörte er alle Predigten, die er zu der Zeit in Miami bekommen konnte, und wollte dann diesen Mann persönlich hören, der nicht nur einen übernatürlichen Ruf hatte, sondern auch dieselbe Kraft demonstrierte, die nach Ausgießung des Heiligen Geistes das Hauptmerkmal der neutestamentlichen Gemeinde war. Danach hörte er diesen Mann Gottes, sooft er konnte, und bekam seine Belehrung aus den Predigten und gelegentlich auch aus privaten Interviews.

 

Die Unterweisung in der Gerechtigkeit höher schätzend als sein tägliches Brot, war er persönlich dabei, wenn Bruder Branham viele seiner außerordentlichen Botschaften brachte. So hatte er das Vorrecht, bei dem Jagdausflug mit Bruder Branham 1963 dabeizusein, als ein Schneesturm auf ein Wort des Propheten gestoppt wurde. Und es war Bruder Bobs großes Vorrecht dabei zu sein, als Bruder Branham beim seinem letzten Abendmahl diente (Tucson Tabernacle, 12. Dez. 1965).

 

Ungefähr sieben Jahre lang bis zum Heimgang Bruder Branhams hat Bruder Lambert die Führung Gottes für seinen eigenen Dienst gesucht. Wie er verschiedene Male angemerkt hat, ist er wenigstens 75 mal umgezogen, aber trotzdem fand er nicht den Ort, wo er zum Wohlgefallen Gottes hätte dienen können. Gleich nachdem er im Oktober 1965 in Tucson angekommen war, um einem anderen Bruder zu helfen, sprach der Herr zu ihm: „Geh hinaus aus Tucson!“ Kurz davor hatte der Herr ihm gezeigt, daß ER ein großes Werk im Osten tun würde.

 

Nach dem Begräbnis des Propheten war Br. Bob mit seiner Familie Richtung Osten nach Louisiana gezogen, wo er in der Kleinstadt Minden etwa ein Jahr lang blieb und von Zeit zu Zeit einigen lokalen Versammlungen in der Mitte und dem Südosten der USA diente.

Er verbrachte viel Zeit mit Beten und Fasten, und der Geist wie die Gegenwart des Herrn begleiteten ihn ständig. Dabei wurden ihm immer wieder Hesekiel 47 und die Dinge, die mit dem Osten zu tun hatten, in Erinnerung gebracht. Oft ritt er mit dem Pferd durch die Wälder, um allein zu sein und auf den Herrn zu warten. Irgendwann Februar oder März 1967 sagte er seiner Frau wieder einmal, daß sie binnen zwei Wochen wegziehen würden. Ein paar Tage später bekam er den Anruf aus Connecticut, wo er schon zwei Gefechte mit den Mächten der Finsternis ausgetragen hatte.

 

Nachdem er in Connecticut eingetroffen war, begann er sogleich zu predigen und die Regeln und Verfahrensweisen wieder aufzurichten, die er bereits überall im Land versucht hatte, den Leuten nahezubringen. Er predigte über Gemeindeordnung, über den Platz der Frau zu Hause und in der Gemeinde und über die Notwendigkeit, regelmäßig und inbrünstig für den Dienst und die Gemeinde zu beten. Er predigte, daß, wer an der Entrückung teilnehmen möchte, nur dann würdig ist, wenn er die neue Geburt und die Taufe des Heiligen Geistes hat – wie sie zu Pfingsten gegeben wurde. Er verwies seine Zuhörer beständig auf den Propheten und Botschafter des siebten GZA, William Marrion Branham, und sagte ihnen, daß sie diesen Dienst hören müssen. Ein Teil der Weihe vor dem Gottesdienst bestünde auch darin, auf dem Weg dorthin still zu sein und sich der Anbetung mit Aufrichtigkeit und Ehrfurcht zu nähern. Und er predigte, daß eine mächtige Ausgießung der Kraft kommen würde, wie sie die erste Gemeinde gehabt hat. Er sagte: Ich möchte euch etwas sagen: Dieser Tempel, dieser geistliche Tempel des Herrn Jesus Christus wird eines Tages eingeweiht und gewidmet durch den Heiligen Geist. Und das wird dieselbe Art der Einweihung sein, die sie im Obersaal empfangen haben. Es wird plötzlich zu Seinem Tempel kommen. Jesus Christus wird plötzlich zu Seinem Tempel kommen.

 

Seine eigene Weihe zum Dienst für den Herrn erforderte, daß er sich von der Gemeinschaft mit den Brüdern trennte und bibellesend und betend allein in seinem Raum blieb, um auf den Herrn zu warten. Er hat bezeugt, daß dabei ein übernatürliches Wesen zu ihm kam und ihm Dinge sagte und sein Verständnis öffnete für etwas, das ihm schon früher gezeigt worden war. Dies Wesen gab ihm Offenbarung über viele Dinge, so daß er die Leute ermahnte: „Es geht etwas vor sich. Es ist eine große Sache und ist unter euch, und keiner von euch weiß, was vor sich geht. Es ist besser, wenn ihr anfangt zu beten. Während dieser Zeit fuhr er damit fort, „das Wort auszulegen (lay out) und das Schlußstein Zeichen zu beweisen, Woche für Woche, Jahr für Jahr."

 

Es war etwa auch um diese Zeit, daß Sich der Herr Bob Lambert zeigte. Er hat es so berichtet: "Eines Nachts - ich habe den Herrn nicht einmal gesucht, da kam Er zu mir. Ich sah mich selbst, wie ich in einem sehr ungewöhnlichen Haus stand, das das Haus des Gebets darstellte. Es war verlassen, und ich habe das zunächst nicht verstanden. Ich schaute durch die Tür. Es war eine Art Gittertür, und ich spürte, wie Jemand mich ansah. Ich dachte: 'Ich sollte mal zu dieser Tür hingehen, ich glaube, da beobachtet mich Jemand.' Ich ging dorthin und guckte so hinunter. Als ich hinunterguckte, guckte jemand auf der anderen Seite auch herunter. Und ich schaute ins Gesicht von Jesus. Oh! Es nahm mir fast den Atem. Ich riß die Tür auf und sagte: 'Jesus!' Er trat so zurück und war verschwunden.“

 

Bruder Bob hatte wenig Gemeinschaft mit anderen Predigern, und als er feststellte, daß einige seiner Lehren strittig waren, untersagte er seiner Versammlung, draußen etwas von dem weiterzuerzählen, was er gepredigt hatte.

Nach einigen Versammlungswochen im Haus eines Gemeindemitglieds kam Opposition auf von verschiedenen Seiten. Darum sagte er zu einem der Brüder: Wir müssen das Nest wechseln. Er hoffte, daß damit die gegnerischen Kräfte die Versammlung verlassen würden. Dann hielten sie ihre Gottesdienste im Keller eines anderen Gruppenmitglieds ab. Nach einer gewissen Zeit, so wird berichtet, hat die Frau des Hauses den Gottesdienst nicht einmal mehr besucht. Er sah nun, daß die geistliche Qualität der Treffen unter diesen Umständen nicht besser werden konnte. Deshalb zog Br. Lambert mit der Versammlung in eine angemietete Halle um. Das war schon mal eine Verbesserung, aber dann mußte er lernen, daß er erst einmal die bösen Geister aus dem Gebäude herauspredigen mußte. Diese dunklen Kräfte waren nach dem Gebrauch der Halle für Parties und andere weltliche Zwecke im Verlauf der Woche zurückgeblieben.

Im April 1968 – etwas mehr als ein Jahr nach seinem Umzug nach Connecticut – zog Br. Bob mit der Versammlung zu den ehemaligen Durham Cleaners (s.o.), die umgewandelt wurden, statt wie bisher Kleider nun die Seelen zu reinigen. In der Zwischenzeit waren einige der zersetzenden Elemente ausgeschieden, und nun glaubte Br. Bob, daß er die Keimzelle einer Gruppe hatte, die vorwärtsdrängen würde, um die Ausgießung des Geistes zu bekommen.

 

Während sich in diesem ersten Jahr die Gemeinde festigte und bekannt gemacht bzw. gegründet wurde auf die Lehren und Verfahrensweisen, die seiner Überzeugung nach die Gruppe auf eine Erweckung vorbereiten würden, kam etliche Leute neu zur Versammlung. Am Samstag, den 22. April 1967, hielt Bill Mallison bei der Wohnung Br. Bobs an, mußte aber lernen, daß er noch auf den Herrn wartete. (Vor einiger Zeit hatte er jemanden aufgefordert, seine Kritik an Br. Bob einzustellen, indem er sagte: „Ich werde eines Tages unter dem Dienst dieses Mannes sitzen.“) Am nächsten Morgen saß er, nachdem er jahrelang einen Bart getragen hatte, ordentlich rasiert im Gottesdienst...

 

Es gab einige unter den Gläubigen der Endzeitbotschaft, die Bruder Branham als Gott auf Erden oder Jesus Christus im Fleisch betrachteten und darauf warteten, daß er auferstehen und in einem großen Zeltdienst die Dinge erfüllen würde, von denen er entweder Visionen gesehen hatte oder über die in Träumen gesprochen worden war. Andere vertraten die Ansicht, daß alles bereits erfüllt und daß die Braut mit Öffnung der Siegel in ihren Dienst eingetreten sei und daß es nichts mehr zu predigen gäbe, weil der Prophet schon alles gepredigt hätte! ... ...

Im November 1968 besuchte Bob Lambert mit einigen Mitgliedern seiner Gemeinde das Erntedankfest in Jeffersonwille. Seit dem Heimgang Br. Branhams war es für Gläubige zur Gewohnheit geworden, sich dort zu treffen und Bänder zu hören. Einige erwarteten zweifellos wieder, daß der Prophet auferstehen würde. Die Gruppe aus Durham glaubte so etwas nicht, aber sie freuten sich, dort alte Freunde zu treffen und um das Wort Gottes versammelt zu sein und Ihn anzubeten. Obgleich sie vor der Abreise gewarnt worden waren, daß in Jeffersonville eine Prüfung auf sie warte, hatten sie keine Ahnung davon, daß Satan für sie eine Falle aufstellen würde, die im Ergebnis zu einer ernsten Züchtigung für einige führte, nachdem sie nach Hause zurückgekehrt waren. ... Es war auch eine kleine Gruppe aus Tampa dort, und von ihnen wurde ein Prediger vorgestellt, der Ermahnungen aussprach und eine Predigt hielt. Offenbar glaubte er, ein Prophet zu sein, denn er prophezeite für den nächsten Frühling, daß sich ein großes Volk erheben würde, scheinbar in der Entrückung. Er predigte eine ganze Zeit lang, und viele hörten intensiv zu und lobten und priesen Gott. Er war auf einem „vierzig-Tage-Prophet-Fasten“ gewesen. Jedoch verband er sein Bekenntnis, die Botschaft Bruder Branhams zu glauben, mit dem Eingeständnis, daß er nur in ein oder zwei Punkten nicht übereinstimmen würde. Das hätte eigentlich ein rotes Warnlicht sein müssen, aber etliche haben nicht darauf geachtet. Br. Bob hatte den Eindruck, daß er dem Treffen fernbleiben sollte, um dann später mit seinen Schafen darüber zu reden. Zu Hause hat er diejenigen scharf gerügt, weil sie einer solchen Häresie zugehört hatten. Er nannte das alles eine intellektuelle Interpretation und wies darauf hin, daß Br. Branham immer gesagt habe, daß die falschen Geister der Endzeit um das Millionstel eines Haares betrügerischer wären als beim Letzten Abendmahl.

Im Februar 1967 kam eine Reihe von Predigern zur Versammlung nach Tampa, wo Br. McGahee die Treffen in seinem Haus durchführte. Einer von diesen Männern, der gerade zwei oder drei Predigten von Bruder Branham gehört hatte, fühlte sich qualifiziert, die Botschaft zu predigen. Die meisten hatten nicht mehr als ein „soziales Evangelium“. ...

Während Bob Lambert sich in Miami bei Freunden aufhielt, bekam er einen Anruf von Br. Carlton McGahee, der ihn einlud, etwas Zeit in Tampa zu verbringen. Br. Bob sagte ihm, er könne nicht außerhalb seiner eigenen Versammlung predigen, es sei denn der Herr führe es definitiv anders. Außerdem hätte er sein Ticket für dem Heimflug nach Connecticut schon für die Strecke von Miami gelöst. Nachdem Br. Carlton ihn überredet hatte, sagte er zu, für einen kurzen Besuch zu kommen und dann von dort heimzufliegen.

Br. McGahee und der Schreiber dieser Zeilen fuhren am Samstag Nachmittag nach Miami, nahmen dort die Brüder Bob und George auf und kehrten mit ihnen nach Tampa zurück. Um 1 Uhr nachts kamen sie an und legten sich schlafen. Noch vor dem Tagesanbruch kam eine Gegenwart ins Haus und weckte alle auf. Die Gegenwart offenbarte Br. Bob, daß er dieser kleinen Gruppe im Haus von Br. McGahee predigen dürfe. Das waren etwas 15-20 Personen. Deshalb predigte er dann von Sonntag Nachmittag jeden Abend bis zum Sonntag (bis auf Samstag).

Nachdem Br. Bob im Haus Br. McGahees gepredigt hatte, gelangte davon ein Bericht unter die Botschaftsgläubigen, nämlich daß die „Tampa-Gruppe jetzt in Bob Lamberts Camp sei!“ Da muß man schon die Frage stellen, weshalb im Falle all der anderen Prediger, die ebenfalls dort gepredigt haben, kein solcher Bericht hinausging. ...

In einer dieser Predigten hörten sie: "Geduld, um die Verheißung zu ererben". Br. Bob sprach von den Verheißungen an Abraham. Dies würde eine vollständige Trennung vom Unglauben erfordern. Er zeigte dann, daß, sobald die Trennung von Lot vollzogen war, Gott zu Abraham kam, Seine Verheißungen bestätigte und sie zu erfüllen begann. Er beendete seine Botschaft mit dieser Feststellung: Das größte Problem unter den Auserwählten heute besteht darin, daß sie keine Geduld haben, auf das LEBEN zu warten. Darum gehen sie einfach weiter und bilden sich ein, es zu haben. Sie haben nicht die Geduld, auf das Token zu warten, gehen einfach weiter und sagen: "Nun, ich habe es bekommen, als ich die Botschaft annahm."

 

In einer weiteren Botschaft, Titel: "Vergebliches Lärmen“, warnte er vor der Form konfuser Weitschweifigkeit, die sich schon wenige Tage später kundtun sollte. Er beschrieb damit einen Menschen, der eine Offenbarung vortäuscht, und wie sich dies abhebt von der Einfachheit und Klarheit einer wahren Offenbarung, die zur Auferbauung der Leute Gottes dient. Er sagte, viele Prediger würden sich selbst groß machen und vor den Leuten geistlich erscheinen wollen, doch dann machten sie die Botschaft Gottes sehr schwer verständlich, und die Leute gehen mit vielen Fragen im Kopf nach Hause.

 

Sodann erklärte er, daß der Mangel an Glauben und das Versagen im Gehorsam gegenüber dem ganzen Wort Gottes einen Menschen daran hindert, in der Gnade zu wachsen, und dieser "Mangel" wird zu seinem "Kadesh-Barnea" werden. Er umschrieb die Worte des Paulus an Timotheus und sagte: "Stell dich nicht hin und predige eine vorgebliche, <nur> intellektuelle Konzeption meiner Botschaft. Sei kein Heuchler; spiele vor den Heiligen Gottes nicht den Heuchler. Du mußt eine echte göttliche Offenbarung über die Botschaft der Stunde bekommen und diese den Schafen predigen."

„Denn," sagte er, „ich glaube, wenn ein Diener Gottes eine echte göttliche Offenbarung predigt, dann ist sie so einfach, daß sie alle Fragen fortnimmt und die Schafe im Glauben festigt und sie auferbaut, stärkt und ermutigt. Die Schafe werden nur durch die Offenbarung der Predigt des Wortes Gottes auferbaut. Das ist <auch> das Einzige, was die Braut erbauen kann.“

 

Dann ergriff er die Gelegenheit und ging hart vor gegen ein prominentes Beispiel einer vorgetäuschten Offenbarung, die als "Auferstehungslehre" gekennzeichnet worden ist.

"Als der Botschafter der Stunde die Szene verließ, da hat es so viel von dieser Art gegeben: 'Oh. ich weiß, es wird eine Auferstehung in drei Tagen geben. Ich weiß es. Ich habe Glauben, und wer das nicht glaubt, ist Schlangensame, denn es kommt auf den Glauben an, und du bist ein Ungläubiger. Du glaubst gar nicht an die Botschaft Gottes, weil du nicht an die Auferstehung nach drei Tagen glaubst.'

Und was war das? Da gab es Hunderte solcher Leute überall in den USA, die vermeintlich Glauben hatten. Glaube ist eine Offenbarung. Paulus sagte: 'Spiele nicht die Rolle eines heuchelnden Predigers.' Bruder, wenn du sagst, daß du eine Offenbarung hast, und du hast sie gar nicht, dann spielst du die Rolle eines Heuchlers!"

Als er kurz darauf mit einem Beispiel von Geringschätzigkeit in der Versammlung konfrontiert wurde, tadelte er dies: "Es ist schwer, wenn ihr nicht ehrfürchtig seid. Ich habe Mitleid mit den Leuten, die böse und dunkle Herzen haben. Wie schrecklich das ist!"

Er merkte an, daß eine Botschaft von einem Prediger ohne wahre Offenbarung bloß vergeblicher Lärm ist. Er kam dann zum Schluß und beendete den Gottesdienst mit einem Gebet, in dem er sagte:

"Herr, ich sage aufrichtig, wenn ein Prediger nicht dieses Token predigt, dann ist das vergeblicher Lärm."

Weil er ein wenig entspannen wollte, fuhr er mit seiner Familie und den McGahees nach Maine und ließ Bruder George Parylla als Stellvertreter zurück. Da schlug der Feind zu!

Von mehreren Frauen dazu ermutigt, ging ein prominentes Mitglied der Versammlung, Bruder Cliff, zu Bruder George und erzählte ihm, daß er einen Auftrag vom Herrn habe, eine Serie von 10 Predigten zu bringen, dann würde die große Erweckung beginnen, auf die alle warten. Er behauptete, daß er eine Visitation in einer Vision oder vielleicht auch in einem Traum gehabt hätte (er war sich nicht ganz sicher, ob es vielleicht Realität gewesen war) von sieben kleinen Vögeln, die Helme aufgehabt hätten. Bruder George erlaubte ihm, am Donnerstag abend eine Botschaft zu predigen, benachrichtigte davon aber Bruder Bob, der zurückrief und sagte, er solle das Pult selbst behalten und bis zu seiner (Bobs) Rückkehr keine Predigt mehr erlauben.

 

Nach seiner Rückkehr sagte er in einer Predigt: „Diese Versammlung möge zur Kenntnis nehmen, daß Gott niemals einen Mann mit Macht und großer Autorität gebraucht, solange Er ihn nicht trainiert hat. Ich möchte, daß ihr das versteht. Er trainiert Seine Diener, bevor Er sie mit großer Macht bestätigt.“ ...

„Die Braut Christi ist nicht verpflichtet, einem Einzelnen zu glauben, der mit einer Offenbarung, einer Vision, einem Traum oder einer übernatürlichen Erscheinung daherkommt. Die Braut Christi ist nicht gehalten, das zu glauben. Und ihr werdet dafür auch nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn ihr es nicht glaubt. ... Wird aber ein Mann wie William Branham von Gott untrüglich bestätigt wird, dann seid ihr von Gott  gefordert, diese Zeichen zu glauben. Aber wenn ihr einem Manne glaubt, der vor euch ein Zeichen oder ein Wunder tut, aber weder von Gott noch durch die Bibel bestätigt wurde, dann steckt ihr in einem Unheil.“

...

Er nahm dann einen Text von 5. Mose 1:18-46 und predigte eine kurze Botschaft: "Und Israel blieb viele Tage in Kadesh." In dieser Predigt sagte er den Leuten, er glaube nicht, daß aus diesem Predigen (des Bruders Cliff) irgend etwas hervorginge und daß die wahre Erweckung nicht so beginnen würde. Aber die Leute sollten den Mann bis zum Ende hören. Sie sollten ihn predigen lassen, bis er fertig wäre, und sich dann auf die Buße vorbereiten, denn es würde gar nichts geschehen. Er sagte: „Bevor <überhaupt> eine Erweckung kommen kann, muß es für die Erweckung einen Preis geben. Und dieser Preis für die Erweckung sei völliger Tod. „Und heute gibt es nicht eine Person in dieser Versammlung, die <schon> bereit wäre zur Erweckung, nicht eine einzige Person! Diese Braut wird mehr geprüft/getestet werden als jedes andere menschliche Wesen, das jemals auf dieser Erde gelebt hat. Und Gott hat, um sie zu täuschen, auf die Braut mehr Dämonen aus der Hölle losgelassen als in all den anderen Zeitaltern zusammengenommen, bis die Täuschung - wie der Prophet gesagt hat - einen Grad erreicht von 'einem Millionstel eines Haares'!“ Doch das, womit sie gerade zu tun hätten, stelle einen Kopf voller Haare dar.

"Er weiß ja nicht einmal, ob es eine Vision oder ob es Realität war. Wenn der Mann, der das empfing, nicht einmal weiß, ob es real ist, möchte ich damit nichts zu tun haben! Erweckung ist eine Bewegung Gottes in Kraft. Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Toten werden auferweckt und das Evangelium wird in der Kraft der Auferstehung gepredigt. Wieder und wieder habe ich euch gesagt, dies ist genau, wo ihr nun steht -- bei Kadesh-Barnea. Nicht weiter als bis Kadesh-Barnea seid ihr vorangekommen. Ihr werdet keine Erweckung haben und viele Tage in Kadesh bleiben!“

 

"Ich möchte euch eine Frage stellen. Ihr alle hier, die ihr so geistlich seid, ich möchte euch fragen, wie viele von euch weinen und klagen zwischen Vorhalle und Altar? Wie viele von euch haben eine Bürde für die Verlorenen und Sterbenden, daß ihr für die Verlorenen seit den letzten zwei Monaten geweint und geklagt habt? Keiner von euch wird eine Erweckung erleben oder versiegelt werden, bevor ihr in diese Verfassung kommt."

 

Was Bruder Bob besonders quälte, war die Tatsache, daß er seit zweieinhalb Jahren so hart im Worte Gottes gearbeitet und so gewissenhaft gepredigt hatte, die meisten Leute aber dennoch, obwohl sie behaupteten, besonders geistlich zu sein, von einem bloßen Wind der Lehre getäuscht und davongetragen wurden, die auf nichts weiter als einem undeutbaren Traum basierte. Er riet denen, die der Botschaft des "Predigers" (also Cliffs) geglaubt hatten, sich einen anderen Hirten zu suchen, übergab die Durham Versammlung der Aufsicht Bruder George Paryllas und beauftragte alle, die sich im Irrtum befanden, rasch Buße zu tun, zu fasten und zu beten, ihre Herzen zu reinigen und herauszufinden, was sie falsch gemacht hatten.

 

Der „Prediger“ fuhr fort mit seinen Botschaften, und es waren dann tatsächlich elf, bevor er fertig war. Nachdem Bruder Bob nach Israel abgereist war, konnte man aber feststellen, daß seine Worte (Cliffs) einen weniger vertrauensvollen Klang hatten, was die erhoffte Erweckung anging.

...

Während ihres Urlaubs besuchte die Familie des Berichterstatters die letzten vier der elf Botschaften dieses "Predigers".

Es gehörten dazu viele Lesungen aus der Schrift, insbesondere des NT, und ein paar Kommentare zwischendrin. Offenbar erwartete er von seinen Hörern, daß sie die tieferen, verborgenen Wahrheiten darin durch Offenbarung erlangten, was im Ergebnis die Erweckung bringen sollte. Doch schien er dabei, wie schon erwähnt, weniger sicher geworden, was das Eintreffen des angekündigten Zieles betraf.

...

Während seiner elften - der abschließenden - Predigt machte er eine zutreffende Aussage: "Es hat so viel Unsinn über diese Botschaft gegeben. Das gefällt Jesus nicht." Obgleich er bereits festgestellt hatte, daß er den dritten Zug ausprobiert habe, sagte er nun, "es ist nicht für diese Zeit." Nach einigen weiteren Bemerkungen, die weder mit der Schrift noch mit der Botschaft Bruder Branhams übereinstimmten, beendete er das Treffen und seine Serie von Predigten. Und NICHTS GESCHAH! Keine Ausgießung der Kraft, keine Brauterweckung und keine Manifestation des Geistes, die man immerhin als eine Bestätigung für seine Botschaft hätte begreifen können.

... Der "Prediger" hatte Br. Lambert bereits angekündigt, er würde Buße tun, wenn die Erweckung nicht käme. Aber er tat nicht Buße. Nach seiner Rückkehr von Israel sagte ihm Bruder Lambert deshalb, er solle alle die mit sich nehmen, die ihm geglaubt hatten, und seine eigene Versammlung aufmachen.

Am nächsten Sonntagmorgen hatte sich nach der Trennung der "Prediger"- Gruppe die Größe der Versammlung ganz erheblich verringert. Es wird berichtet, daß 70% die Versammlung verließen, um einem falschen Propheten zu folgen. Es blieben jedoch einige Getreue übrig einschließlich derer, die von der supergeistlichen Gruppe des "Predigers" für geistlich schwach gehalten wurden. Diese wenigen waren geblieben und wurden stärker im Worte der Wahrheit. Sie ließen nicht ab, auf den Herrn zu warten und auf die Erfüllung Seiner Verheißung.

 

 

Kapitel 10 (Auszug) 

 

Neugründung und Wachstum

 

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben. (Luk. 12:32)

 

Darum auch wir, dieweil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben,, lasset uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt und träge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf der uns verordnet ist. (Hebr. 12:1)

 

Nach der Spaltung der Gemeinde im Jahre 1969, als der größere Teil der Versammlung den häretischen Lehren eines Mannes folgte, der sich bereits als falscher Prophet erwiesen hatte, fuhr Bob Lambert damit fort, dasselbe Evangelium Jesu Christi und die Botschaft William Branhams zu predigen, die er vor den Leuten schon zuvor hochgehalten hatte. Wer geblieben war, behauptete auch weiterhin seinen Glauben an Gott und Seine Verheißungen.

 

Unter denen, die die Versammlung verließen, befanden sich auch einige, die aus anderen Bundesstaaten hergezogen waren, um Bruder Bob predigen zu hören. Einige von ihnen wurden durch eine Lüge getäuscht, wonach Br. Bob sie hinausgeworfen hätte. Das hatte er nicht getan. Sondern er hatte dem "Prediger" gesagt, daß er alle die mitnehmen solle, die er zum Verlassen überreden könnte. Keiner von ihnen erkannte das Ausmaß seines Irrtums, und niemand von ihnen ist je zurückgekehrt.

Wenn Bruder Bob entmutigt war, wurde er vom Geist des Herrn ermutigt. Obgleich er sicher sehr enttäuscht war darüber, daß so viele scheinbar geistliche Leute über gegenstandslose und unbestätigte Predigten gestolpert waren, erlangte er seinen Trost aus der Zusicherung, daß Gottes Wort wahr ist und daß Gott alle Seine Verheißungen erfüllt, daß wir nicht auf Tricks und Schliche der Menschen schauen, sondern uns allein auf Gott verlassen, Ihm vertrauen und an Ihn glauben sollen. Gott ehrte dies Vertrauen und gab ihm größere Offenbarung über die Botschaft William Branhams und salbte ihn mit einer Kraft in seinem Dienst, die an vielen Orten des Landes auf übernatürliche Weise in die Herzen von Männern und Frauen kam.

...

Im Januar 1970 - nach viel Gebet und Warten auf den Herrn, um Weisung zu bekommen - reiste Bruder Bob in Begleitung eines anderen Predigers aus Indiana nach Trinidad, nicht um zu predigen, sondern um den Wahrheitsgehalt der Erweckungsberichte von der Insel zu erfahren, die er gehört hatte, und um eine bestimmte Sache zu erledigen, um die Ihn Roy Borders gebeten hatte. Im Sommer 1966 war Br. Bob in Miami einem Mann aus Trinidad begegnet, der von seiner Gemeinde ausgeschlossen worden war. Weil dieser Mann nichts weiter besaß als ein gekochtes Ei, hatte Bob Lambert ihn beköstigt und ihn zur Botschaft des Propheten William Branham geführt. Der Mann war nach Trinidad zurückgekehrt und begann die Botschaft Bruder Branhams zu predigen. Er hatte dort Gemeinden gegründet und agierte als deren Bischof.

 

Bruder Bob mußte feststellen, daß der Erweckungsbericht bei weitem übertrieben war. Als dieser Mann und einige weitere Prediger ihn in seinem Hotel besuchten, um bestimmte Fragen zu erörtern, sagte er ihnen einige Worte zur Korrektur. Dort begegnete er noch einem anderen jungen Prediger, der ungeachtet seiner Jugend mehr Verständnis über das Evangelium Jesu Christi zu haben schien als seine Predigerkollegen. Bruder Bob konnte ihm bestimmte Fragen beantworten und ihn wirksam ermutigen. Mit diesem jungen Mann begann er einen Briefwechsel, der bis zu seinem Tod im Jahre 1973 bestanden hat. Bei diesem Aufenthalt auf der Insel besuchte Bruder Bob mehrere Gemeinden, und obwohl er nicht predigte, gab er doch ein Zeugnis und nutzte die Gelegenheit, die Brüder zu ermahnen.

 

In Connecticut begannen ganze Familien die Gottesdienste zu besuchen einige fuhren um die 500 Meilen, um der Anbetung am Sonntag beizuwohnen. Andere Familien zogen von New York, von Delaware und anderen Orten herzu. Nachdem die Trennung etwa ein Jahr zurücklag, war die Familie Renner von Florida umgezogen, die Johnstons kamen von Kanada und ihnen folgten die McGahees von Florida sowie die Vegas von New York Stadt. Kurz darauf kamen andere dazu. Mit einem Bruder und einem Freund kam „Ted“ von New Jersey, nachdem sie gerade aus Jugoslawien in die USA zugewandert waren. Ted gab ein Zeugnis von seinem früheren Leben hinter dem Eisernen Vorhang und davon, wie er als Wettkämpfer bei den Olympischen Spielen einigen Erfolg gehabt hat. Mehrere Familien kamen vom Staat New York, von Pennsylvania und aus anderen Bundesstaaten. Sam Lisi, ein kriegsversehrter Veteran, der in der US Armee Trompete gespielt hatte, brachte sein Talent von New York Stadt mit und wurde Mentor für junge angehende Trompeter, einschließlich Bruder Bobs jüngerer Sohn Timothy. Es gab eine solche Ansammlung von PKWs aus den verschiedensten Staaten, daß die Leute am Ort bemerkten, die Durham-Versammlung sei "eine sehr aktive Versammlung". Nur selten gab es einen Sonntag ohne Autos aus anderen Bundesstaaten.

 

Kamen all diese Leute etwa – und darunter waren Kaufleute, Ladeninhaber, ein Polizist, ein öffentlicher Bücherrevisor, ein Schullehrer, ein Bibliothekar, Mechaniker, Verkäufer, ein pensionierter Flugoffizier der US Luftwaffe und Hausfrauen – kamen denn all diese Leute, um jemand mit siebter Klasse Volksschule zu hören, der ihnen sagt, daß sie die Verheißung Gottes empfangen, wenn sie Seinem Propheten glaubten? Wollten sie hören, daß das Werk der Braut schon vorbei ist und daß wir alle nur noch auf die Entrückung warten? Kamen sie zusammen um zu hören, daß alles schon in Bruder Branham war und daß wir nur noch in der Sonne liegen und reifen müssen? Vielleicht kamen sie, um von einem Siebtklässler zu hören, sie müßten mehr Gemeinschaft mit anderen Gemeinden haben, daß sie vielleicht eine Sportorganisation auf die Beine stellen und sich Wettkämpfe mit anderen Versammlungen liefern müßten! Unsinn! Man bedenke, daß viele von diesen Leuten Führungspositionen aufgaben, wo sie für ihre Arbeit sehr gut bezahlt wurden. Viele verließen ihr schönes Heim, ihre Freunde, ihre Lieben und eine angenehme Umgebung und achteten diese Dinge für nichts um des Königreichs Gottes willen.

 

Nein, mein Freund, sie kamen, um einen Erweckungsprediger mit seiner Botschaft über eine bevorstehende Erweckung zu hören - eine Bewegung Gottes in der Kraft - die die Braut Christi reinigt und freisetzt, nachdem sie durch Unglauben gefangen ist gegenüber den Verheißungen Gottes, die vom Propheten William Branham demonstriert wurden. Sie kamen einen Mann zu hören, der in die Tiefen der prophetischen Botschaft hinabreichen und mit einem Goldstück wieder hervorkommen konnte, um es dann so lange zu polieren, bis sich in seinem Glanz alle in einer mächtigen Brauterweckung sehen konnten, die durch den Dienst des Menschensohnes bis an die Enden der Erde gehen würde.

Der Prophet selbst hatte gesagt: "Mir ist es lieber, daß meine Familie einen Prediger hört, der zwar nicht sein ABC, dafür aber Christus kennt, statt diese Leute mit all ihrer Bildung." (Wohin ging deine Kraft, Simson? 59-0702)

 

Gott segnete ihn und mehrte durch Offenbarung seine Kraft im Evangelium, obgleich seine physische Kraft infolge der seltenen Krankheit, die ihm die Unterstützung „Pharaos“ (eine staatliche Rente) eingebracht hatte, bis zu seinem Abscheiden immer mehr abnahm. Die Gegenwart des Herrn war nie weit weg, und es brauchte nur, wie es viele bezeugt haben, den richtigen Gedanken, ein rechtes Wort oder einen richtigen Satz, um Gottes mächtige Gegenwart auf die Szene zu bringen. Die Manifestation der Gegenwart des Herrn kam in verschiedener Form und äußerte sich bspw. so, daß jemand plötzlich auf seine Knie ging oder daß jemand ohne erkennbaren Grund anfing zu weinen. Ein Bruder, der Bob Lambert auf einer Auslandsreise begleitet hatte und dann allein zurückflog, wurde die ganze Zeit auf seinem Weg nach Hause von der Gegenwart begleitet. Während seiner Reise mußte er so viel weinen, daß der Stewart ihn fragte, ob irgend etwas nicht in Ordnung sei. Er entgegnete, daß er bloß ein "Schrei-Baby" sei. Anderen wurden während des Gesprächs mit Bruder Bob Fragen beantwortet, obgleich sich die Unterhaltung nicht auf die Fragen bezog, die selbst unausgesprochen blieben.

 

Die Männer der Versammlung trafen sich am Samstagabend, um im Gebet auf den Herrn zu warten, damit Er seinen Diener segne und zum Predigen salbe. Und so beteten sie auch für die ganze Versammlung, daß sie hören und verstehen möge, was sie wissen muß. Im Oktober 1970 erinnerten sich einige der Männer, daß Bruder Branham oft von Gebetsversammlungen die ganze Nacht über gesprochen hatte. So sagte er u.a.: "Wo sind diese Nachtgebetstreffen, die wir einmal hatten? Was ist damit geschehen? Wohin ist die tiefe Aufrichtigkeit und wo ist das Vorwärtspressen mit Gott geblieben? Woran liegt es?“ (Vermuten 62-0408) So wurde aus dem Gebet am Samstag abend ein durchgehendes Nachtgebetstreffen, wonach die Brüder nach Hause gingen, um sich vor den Gottesdiensten am Sonntag kurz frisch zu machen.

 

Bruder Lambert hielt die Verheißungen Gottes vor den Menschen weiterhin hoch und betonte besonders die Lehren Bruder Branhams über den Neuen Dienst, den Weißen Adler, den Weißen Pferdreiter, den Josua-Auftrag, die Zeltversammlung, Sohn des Menschen im Gericht und die abgelehnte Barmherzigkeit. Er hat dabei ständig nachgewiesen, daß die Braut davon ein Teil sein muß. Bruder Branham hat viele Male davon gesprochen, daß ein Dienst kommen würde, der durch die Kraft Gottes tätig sein und Lebewesen erschaffen, die Toten auferwecken, die Kranken heilen, die Elemente beherrschen und Ewiges Leben austeilen würde – alles durchs Gesprochene Wort. Bob Lambert predigte beständig von dem absoluten Erfordernis, daß ein kämpfendes Mitglied der Braut Christi aus dem Geiste geboren sein und vorwärtsgehen muß, um mit dem Geiste erfüllt werden. Er wies darauf hin, daß die Neue Geburt und die Taufe des Heiligen Geistes nicht mehr dasselbe sind wie die Offenbarung des Petrus (Mt. 16:16) und die Ausgießung des Heiligen Geistes am Tage zu Pfingsten (ApG 2:4). Ebenso hat er betont, daß es eine festgelegte Zeit und eine passende Zeit für alle Dinge gibt.

Bruder Bob sagte, daß diejenigen in der Braut <die> Söhne Gottes sind und als solche nach ihrer Adoption in Schöpferkraft manifestiert werden. Die Braut muß, bevor die Entrückung stattfindet, im Besitz der Schöpferkraft sein. Hat der Prophet nicht gesagt: "Der Mensch wurde als ein kleinerer/geringerer Gott geschaffen, und es wurde ihm ein Herrschaftsbereich auf der Erde gegeben? Hier liegt der Grund dafür, daß die Welt heute stöhnt und auf das vollständige Offenbarwerden (Manifestation) der Söhne Gottes wartet. Oh, es liegt eine große, tiefe und gesegnete Lehre darin, daß der Mensch eines Tages an seinen angestammten Platz zurückkommen und seine Herrschaft hier auf der Erde haben wird. Und er wird zum Baum oder zum Berg oder zu etwas anderem sprechen, und es wird genau den Platz einnehmen, so wie es eigentlich hat sein sollen." (Gottes vorgesehener Weg der Gemeinschaft 60-0709)

...

 

Bevor Bruder Bob sich in Connecticut niederließ, hat er während der Zeit seiner Umzüge mit vielen Leuten Freundschaft geschlossen, darunter auch Diener Gottes, die den Lehren William Branhams folgten. Wenn er sich  wieder einmal entspannen wollte von dem Druck, der mit zwei oder drei Botschaften pro Woche verbunden war, besuchte er einige dieser Leute in den verschiedenen Bundesstaaten. Von Zeit zu Zeit kam dann auch einer dieser Prediger nach Connecticut zu Besuch, um die Gottesdienste zu besuchen. Im allgemeinen hielt sich Bob Lambert in anderen Gemeinden mit dem Predigen zurück, doch gelegentlich spürte er auch ein Drängen, es zu tun. Dabei brachte er dann eine Botschaft, die zur Ermutigung der Versammlung in den grundlegenden Lehren diente, für die der Prophet eingetreten war. Manchmal jedoch brachte er auch einen Gedanken oder ein Zitat, das, obwohl es strikt auf der biblischen Lehre und der Botschaft Bruder Branhams basierte, dem Denken der Leute so fremd war, daß sie dachten, er hätte das Wort verlassen. Sie gingen dann zu ihrem eigenen Pastor und fragten dort nach. Viele lehnten es jedoch ab, Lehren zu hören, die mit ihrer vorgefaßten Meinung nicht übereinstimmten, und verließen einfach die Versammlung.

 

Viele Botschaftsgläubige waren nach dem Heimgang Bruder Branhams überzeugt, daß nichts mehr zu tun sei; daß man die Taufe des Heiligen Geistes empfängt, wenn man die Botschaft des Propheten glaubt, wobei sie völlig das Schriftwort ablehnten, das besagt: "Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr geglaubt habt?" (ApG 19:2) Damit lehnten sie auch viele Aussagen des Propheten ab, daß dies nicht so sei, sondern "Baptistenlehre". Man glaubte, daß die Braut schon zubereitet wäre, daß der Brautsame nur noch in der Sonne zu reifen brauche, um in die Entrückung zu gehen, sobald Jesus in den Wolken erscheint. Es entging ihnen völlig, daß noch eine große Arbeit im Afrika, Indien und in Mexiko zu tun bleibt. Und wie steht es mit Rußland? Bruder Branham sagte: "Was Gott in Rußland braucht, ist nur ein gesalbter Mann mit der Kraft Gottes, mit der Kraft des Heiligen Geistes." (Nur noch einmal, Herr 62-0120) Und von Japan sagte er: "Wir erwarten die größte religiöse Versammlung, die es jemals auf der Welt gegeben hat, wenn wir nach Japan kommen. Dort gibt es nur zweitausend Menschen des vollen Evangeliums. Sie beten dort Buddha an, aber ihr Gott ist erledigt. Sie sind eine große Nation ohne einen Gott. Daher möchte ich ihnen Jesus bringen." (Blinder Bartimäus 57-0127) ...

 

Der größte Teil der Welt hat bis heute das Endzeit-Evangelium Jesu Christi noch nicht gehört. Bekennende Gläubige haben nicht erkannt, wie notwendig die Erfüllung von Bruder Branhams "Drittem Zug" eigentlich ist; oder häufig glauben sie, wenn sie es akzeptieren, daß Bruder Branham in einer privaten Auferstehung  (oder wenigstens als einer der ersten in der ersten Auferstehung - etwa 30-35 Tage vor der Entrückung) zurückkommen muß, um seinen Dienst zu vollenden.

Bruder Bob war in der Lage, diese Dinge miteinander zu verknüpfen. Er sagte, daß es ganz unausweichlich (mit Notwendigkeit) eine weitere Ausgießung der Kraft auf die Gemeinde durch den Heiligen Geist geben muß - eine Kraft, die die Gemeinde in Ordnung bringt und einen Dienst in Bewegung setzen wird, der in einer Ernte über die ganze Welt geht, von der Bruder Branham nur die erste Frucht zur Reife gebracht hat. So kam es, daß, wenn die Leute jemanden predigen hörten, der sie ermahnte zu fasten und zu beten und sich selbst vorzubereiten auf eine letzte große Ernte, dies ihnen und ihrem Denken fremd war, und viele haben es kurzerhand abgelehnt. Neben dieser bloßen Ablehnung sind einige so weit gegangen, diesen demütigen kleinen Mann lächerlich zu machen und ihn zu verfolgen, obwohl sie weder seiner Lehre noch den Worten der Schrift oder den Zitaten aus den Botschaften Bruder Branhams etwas entgegensetzen konnten.

Wenn seine Verleumder erkennen mußten, daß sie seine Lehre nicht umwerfen konnten, gingen sie dazu über, Bruder Lambert mit Belanglosigkeiten zu attackieren. Während einer Predigt klopfte oder schlug Bruder Bob häufiger aufs Pult, um bestimmte Aussagen zu betonen. Ein Prediger, den er bei sich zu Gast hatte, verfolgte still die Predigt 45 Minuten lang und schaute nur auf Bruder Bob. Dieser wußte, daß der Besucher mit irgend einer Sache gegen ihn herauskommen würde. Schließlich sagte der Besucher, er möchte eine Kritik vorbringen. Bruder Bob dachte: "Jetzt kommt es." Der Besucher sagte, Bruder Bob müsse mehr Respekt vor dem Pult Gottes haben. Bruder Lambert entspannte sich und antwortete dem Mann: "Ja, du hast Recht, ich sollte mehr Respekt vor dem heiligen Pult haben." Später, nachdem der Mann gegangen war, hörte Bruder Bob ein Band von Bruder Branham und legte sich dazu aufs Bett. Kurz darauf wurde ihm bewußt, daß er nichts anderes mehr hören konnte als wie Bruder Branham aufs Pult schlug! Er sagte: "Du aber auch, Bruder Branham!"

 

Weil er wußte, daß die Nachfolger Bruder Branhams keine Einheit hatten und daß viele nicht einmal gewisse Grundaussagen des Propheten über Anstand, christliches Leben, weltliche Unterhaltung und die Notwendigkeit eines geweihten Lebens, die Neue Geburt und eine Wiederkehr der Kraft von Pfingsten glaubten, war Bruder Lambert überzeugt, daß er sich darauf konzentrieren sollte, das Feuer für eine Erweckung in der eigenen Versammlung zu schüren. Einst hatten diese Feuer hell gebrannt. Und so würde er der Welt sagen können, daß es dies sei, wovon der Prophet gesprochen hatte.

Um seine Leute vor allzu starker Kritik zu schützen, wies er die Versammlung wiederholt an, die Dinge vertraulich zu handhaben, die er gepredigt hatte und sie nicht aus der eigenen Gruppe hinauszutragen. So sollten sich die Leute auch keine eigenen Kopien von seinen Predigten machen, auch sollten Außenstehende keine Audiobänder seiner Botschaften zu hören bekommen. Er gab seine Bänder auch nicht an seine engsten Freunde weiter, die selbst Pastoren von Gemeinden waren. Er wollte keine Disharmonie unter den Brüdern, ihren Versammlungen oder einzelnen Gläubigen hervorrufen mit seinen Predigten über die tieferen Dinge Gottes, die für sie fremd sein könnten.

Zu der Zeit gab es nur wenige, wenn überhaupt, die vom Neuen Dienst sprachen, aber nur als von der "Entrückung". Die allgemeine Auffassung schien zu sein, daß jeder, der daran glaubte, daß Bruder Branham den Dienst des Elia der Endzeit erfüllt hatte, damit auch alles empfangen hatte, was man zum Abschluß dieser Erdenreise benötigte. Bruder Lambert lehrte, das Beste, was seine Versammlung tun könne, sei es, das Wort zu glauben und sich selber auf die verheißene Ausgießung der Kraft durch den Heiligen Geist vorzubereiten. Dann könnten sie der Welt beweisen, daß es die Wahrheit sei, was er lehrte und was sie glaubten.

Dennoch konnte man letztlich nicht verhindern, daß vielleicht einmal eine Predigt über die eigene Gruppe hinausgelangte. Nicht zuletzt deshalb war er sorgfältig darauf bedacht, daß seine Lehre mit den biblischen Lehren und der Botschaft Bruder Branhams bewiesen war. Es konnte sonst harsche Kritik die Folge sein und - wie er gewarnt hatte - ein geistiges Durcheinander in den Leuten bewirken, die von ihren Pastoren anders belehrt waren. Und schließlich konnten auch andere Prediger dies als ihre eigenen Lehren verwenden, jedoch ohne volles Verständnis über all das, was noch dazu gehörte.

...

Obgleich viele der persönlichen Offenbarung nur einen geringen Wert beimessen, glaubte und lehrte Bruder Lambert, daß die Offenbarung für den Gläubigen von größter Bedeutung ist. Darum hat er oft Bruder Branham zitiert, der in den Sieben GZA sagte: "Die Wichtigkeit der Offenbarung durch den Geist für den Gläubigen kann gar nicht überbetont werden. Offenbarung bedeutet mehr für euch als euch vielleicht bewußt ist. Dabei spreche ich nicht über das Buch der Offenbarung. Ich spreche von ALLER Offenbarung. Sie ist ungeheuer wichtig für die Gemeinde." (Page 13)

Bruder Lambert glaubte fest daran und lehrte, daß wahre Offenbarung allein von Gott kommen muß und daß Gott die Predigt des Wortes gebraucht, um das Verständnis des Gläubigen zu öffnen. Niemand sollte versuchen, seine eigene Offenbarung anderen Personen zu erzählen. Er sagte oft, daß Gott keine Enkelkinder hat. Statt Offenbarung im Gespräch weiterzugeben, hat er häufig solche Fragen gestellt: "Hast du Bruder Branhams Predigt 'Adoption'  (Einsetzung in die Sohnschaft) gehört?" "Hast du 'Epheser entspricht Josua' gehört?" "Habt ihr das 'Token' (Das Zeichen) gehört? Ihr müßt das wirklich hören. Wißt ihr, Br. Branham sagte, das Zeichen war die Höhepunktsbotschaft seines ganzen Dienstes, aber die Prediger predigen es nicht. Warum?"

Aber niemals hat er Offenbarung im privaten Gespräch diskutiert.

 

...Bruder Lambert blieb dabei, de Verheißungen Gottes aufrechtzuerhalten und verwies die Leute darauf, daß Bruder Branham diese Verheißungen in Tätigkeit demonstriert hatte. Damit zeigte er (BL) den Menschen auf Grundlage der Schrift, daß die Verheißungen für die Gemeinde Gottes sind - und nicht nur für einen Mann. Als die Leute allmählich erkannten, daß es ihnen als Individuen galt, begannen sie laut "Amen!" zu rufen und den Herrn zu preisen, wenn etwas gesagt wurde, was ihnen besonders gefiel. Es war, als konnten sie eine große Segnung sehen, die für sie aufbewahrt war, ohne jedoch den Schmerz und die Verfolgung zu erkennen, die es bringt, und die Aufrichtigkeit, das Gebet und die Weihe, die es erfordert, damit man es bekam. Dies entwickelte sich schließlich zu einer Art Fanatismus. So begannen einige, die auch nicht weniger geistlich sein wollten als andere, ebenfalls damit, laut zu rufen und den Herrn zu preisen. Sie schrien, sprangen auf und schwangen ihre Arme, während sie riefen. Das machte es dem Prediger sehr schwer, mit seiner Botschaft zuende zu kommen, und darum ist es fast unmöglich, auch alles zu hören, was auf den Bändern ist.

...

Im Sommer 1972 fühlte Bruder Bob sich ein wenig ruhelos und wollte sich aufmachen, den Herrn zu suchen. Seit einigen Jahren schon hatte er den Kontakt zu einem alten Freund, Prediger und Missionar mit Namen Henry Langrude, erneuern wollen. Mit ihm war er 1959 oder 1960 nach Kuba gegangen (und er war es auch, der dabei war, als Gott 1961 in Sarasota zu Bruder Lambert sprach). Diesen Freund vermutete er irgendwo in Britisch Kolumbien. Bruder Bob hoffte, er würde dort auch Gelegenheit bekommen, ein wenig auf die Jagd zu gehen. Deshalb traf er Vorbereitungen für diese Reise, die er im August 1972 in einem Wohnmobil antreten wollte.

...

Er fand heraus, daß die Kosten für einen Jagdführer zu hoch waren, und suchte nun in den Versammlungen nach seinem Freund. Es wußte aber niemand, wo er Henry Langrude finden könnte. Als er die Suche schon aufgeben wollte, kamen sie durch Ft. St. John und machten Halt bei einer kleinen Pfingstlerkirche. Auch dort fragte er den Pastor und erfuhr, daß Henry am nächsten Morgen da sein würde. ... Natürlich war Henry äußerst überrascht, Bruder Bob wiederzusehen. Bruder Bob wollte aber nicht predigen, obwohl er für die Gottesdienste am Sonntag noch bleiben würde. Sie hatten einen Evangelisten, der am Sonntagmorgen dienen sollte.

Die Leute hatten schon einige Zeit um eine Erweckung gebetet, aber offensichtlich war, daß sie eine ebenso einfache wie direkte Botschaft über Heiligung brauchten, denn die Frauen trugen kurze und eng sitzende Kleider und hatten kurzes Haar. Und viele Leute ließen deutliche Anzeichen mangelnder Geistlichkeit erkennen. (Sein Begleiter Bruder) Don gab ein kurzes Zeugnis, und die Leute lachten. Als Bruder Bob sein Zeugnis gab, hörte das Lachen auf. Nach dem Gottesdienst am Morgen bedrängten sie ihn dann, am Abend zu predigen.

 

Er wollte keine Verwirrung verursachen, die aber das Ergebnis sein konnte, wenn er nur einmal über die Endzeit-Offenbarung predigte. Und darum predigte er eine schlichte und bodenständige Heiligkeitsbotschaft über Glauben. Denn er konnte davon ausgehen, daß eine Pfingstgemeinde solche Art von Predigt verstehen würde, ob man sie praktizierte oder nicht. Am Schluß seiner Predigt rannten viele der Frauen, ob jung, ob alt, zum Altar, ohne dazu aufgefordert worden zu sein, und begannen zu beten und Buße zu tun.

 

Während dieser Zeit der Buße und der Seelenerforschung hatte eine junge Frau von 17 oder 18 Jahren eine Vision und fing an zu beschreiben, was sie sah. Als Bruder Bob sie bat, noch vollständiger zu beschreiben, was sie sah, wollte die junge Dame nicht darüber sprechen. Als er sie doch dazu bewegen konnte, beschrieb sie eine seltsame Szene, die sie nicht verstand: sie sah eine große Zahl von Vögeln fliegen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt fielen viele von ihnen in einen tiefen Abgrund. Bruder Bob empfand, daß die Vision zu seinem Nutzen war.

Wenn überhaupt, dann waren es nur wenige, die die Bedeutung (oder: Andeutungen) dieser Vision verstanden. Wie dem auch sei, wir glauben, daß es eine Prophetie war, die sich schon wenige Monate darauf erfüllen sollte.

Im Jahr 1972 hat Bruder Bob dreimal Trinidad besucht, um all die Brüder zu stärken und zu ermutigen, die begonnen hatten, der Endzeitbotschaft zu folgen. Es gibt treue Brüder, die Augenzeugen dieses Dienstes gewesen sind und alles das bezeugen, was während seines Lebens und danach getan worden ist. Wir werden sie ihre eigene Geschichte erzählen lassen.

 

 

Kapitel 11 (Auszug) 

 

Erfahrungen in Trinidad

 

Bruder Lambert war eifrig, für den Herrn Seelen zu gewinnen, und so begegnete er Mitte der 60er in einem Park von Miami einem Fremden, der dort auf einer Bank saß. Er stellte sich selbst als Prediger des Evangeliums vor, und der Fremde sich als ein Prediger von Trinidad. Dieser Besucher der USA hatte mit religiösen Leuten schlechte Erfahrungen gemacht. Man hatte ihn aus einer Firma hinausgeworfen. Nun war er gestrandet und besaß nur noch ein gekochtes Ei, das er in der Tasche hatte. Er war in Trinidad Geflügelfarmer gewesen. Br. Lambert half ihm finanziell aus und machte ihn bekannt mit der Botschaft des Propheten William Branham. Als der Prediger nach Hause zurückgekehrt war, blieben beide wegen der Botschaft in Kontakt. Br. Lambert unterstützte ihn weiterhin finanziell, so daß er die Botschaft in Trinidad verbreiten konnte. Eine erste Botschaftsversammlung wurde schon wenige Monate später im Zentrum von Trinidad gegründet. Im Jahre 1964 hatte schon einmal ein Evangelist dort gepredigt und einige Spoken Word-Hefte zurückgelassen. Einige wenige kamen damals zum Glauben. Von dieser ersten Gruppe ausgehend, hatten sich in verschiedenen Teilen der Insel weitere Gruppen gebildet. Der Prediger (aus Miami, s.o.) wurde zum Bischof der anderen Pastoren mit ihren Gruppen.

 

Im Januar 1970 hat Bruder Bob Trinidad zum ersten Mal besucht. Er wollte mit dem Bischof wieder Gemeinschaft haben und vom Fortschritt der Botschaft Segen empfangen. Er kam in Begleitung eines prominenten Botschaftspredigers aus Jeffersonville, mit dem er befreundet war. Beide waren sich einig, was die Wahrheit der Botschaft betrifft, daß es eine Erweckung der Braut durch eine neue Ausgießung des Geistes wie am Tag zu Pfingsten geben wird - vor der Entrückung.

Zu dieser Zeit waren Flugblätter von Trinidad in Umlauf, mit denen Bruder Bob in Berührung gekommen war, wonach der Bischof eine große Erweckung zur Errettung und zu Göttlicher Heilung hätte und wonach 500 Personen die Gebetsversammlung besucht hätten.

Bruder Lambert war völlig überzeugt von den Dingen, die Gott ihm geoffenbart hatte über den Dienst der Braut, die Erweckung und die Ausgießung des Heiligen Geistes, und darum sagte er zu seinem Predigerfreund, den er von den tieferen Dingen Gottes überzeugen wollte (nämlich der Neue Dienst Bruder Branhams, der in Kraft manifestiert werden sollte): "Wenn es in Trinidad eine Erweckung gibt, dann hat Gott nie zu mir gesprochen. Gehen wir also und sehen selbst. Es wird keine Erweckung geben, wenn wir dort ankommen."

Wie er vorausgesagt hatte, gab es auch keine, und Bruder Lambert kehrte mit einer großen Enttäuschung über seinen Freund, den Bischof von Trinidad, nach Hause zurück.

Jedoch hatten er und sein Predigerfreund aus Jeffersonville für Bruder Roy Borders (der früher einmal Feldzugsmanager Bruder Branhams und Herausgeber der Spoken Word-Publikationsreihe war), einen sehr wichtigen Auftrag zu erledigen, weil ein Prediger aus dem südlichen Teil Trinidads seinen (Borders’) Namen mit einer üblen Geschichte in Verruf gebracht hatte.

 

Im Januar 1970 kamen Bob Lambert und sein Predigerfreund aus Jeffersonville in Trinidad an. Es waren Gerüchte im Umlauf, daß er ein falscher Prophet sei und daß alle Botschaftsgläubigen sich vor ihm hüten sollten. Deshalb war er in seinem Hotel ohne Verbindung zu den Botschaftspredigern wie zu den Gläubigen geblieben.

 

Nach ein paar Tagen kam der Bischof zu Besuch, aber auch er war beeinflußt von solchen Lügen, die von den Feinden Lamberts aus den USA importiert worden waren. Dieser nahm ihn mit zum Haus eines jungen Predigers der Botschaft, der von Bruder Borders darüber informiert worden war, daß Bruder Lambert kommen würde und daß er jemand sei, der sich in der Botschaft Bruder Branhams auskennt. Der junge Prediger wollte ihm bestimmte Fragen stellen, die er sich zu den Spoken Word-Publikationen aufgeschrieben hatte. Der Bischof machte ihn bekannt mit Bruder Lambert. Aber die Zeit erlaubte es nicht, daß er seine Fragen stellte.

Mehrere Prediger waren beunruhigt von den Gerüchten, die sie über Bruder Lambert gehört hatten. Sie wollten mit ihm zusammenkommen, aber nicht ohne die Hilfe des jungen Predigers, den sie als kenntnisreich ansahen in der Botschaft und den sie auch als Evangelisten betrachteten und als einen Lehrer der tieferen Dinge Gottes. Sie glaubten, daß er ein wahrer Mann Gottes war, durch viele übernatürliche Erfahrungen berufen, das Evangelium zu predigen, einer, der sogar die hörbare Stimme Gottes gehört hatte. Dieser Mann lebte sehr geweiht und führte ein geheiligtes und heiliges Leben, so daß seine Feinde darauf nicht den Finger legen konnten.

Er nahm diese Einladung an, Bruder Lambert zu prüfen, ob er echt oder falsch sei, um aber auch die Gelegenheit zu nutzen, seine Fragen loszuwerden, wie es ihm Bruder Borders empfohlen hatte.

 

Sie betraten Bruder Lamberts Hotelzimmer ohne weitere Umstände, denn die Tür war schon geöffnet. Er sagte: „Ich wußte, daß vier Männer zu mir kommen“, und rief seinen Predigerfreund als Zeugen dafür auf, daß er seit etwa einer Stunde in der Gegenwart und unter der Kraft Gottes in einer Trance (Verzückung) sei und daß der Herr ihm viele Dinge geoffenbart habe. Sein Freund bestätigte genau das. Bruder Lambert tadelte sie wegen der erschwindelten Erweckung, wegen der falschen Behauptungen über göttliche Heilung und Unterscheidung. Ebenso waren  auf den Flugblättern geschwindelte Besucherzahlen bei den Gottes-diensten verbreitet worden, (er hatte selbst eine Zeltversammlung besucht und gerade mal fünf Leute gezählt), und schließlich gab es gar keine echte Unterscheidung und keinerlei göttliche Heilung. Der junge Mann Gottes war davon nicht verletzt, sondern nahm die Gelegenheit wahr, seine Frage zu stellen, die sich auf die Taufe des Heiligen Geistes, das Siegel Gottes, bezog, wie Bruder Branham es in der Reife des vollkommenen Mannesalters gepredigt hatte, was im Gegensatz stand zu dem, was zum selben Thema im GZA-Buch unter dem Titel: Der Heilige Geist in jedem Zeitalter veröffentlicht worden war (page 139-145). Er wollte nun gern wissen, wo der Unterschied lag. Die früheren Lehren schienen es dem Gläubigen sehr schwer zu machen (Das GZA-Buch kam erst 1965 heraus; die Reife des vollkommenen Mannesalters war aber schon im Oktober 1962 gepredigt worden - Anmerkung des Üb.), das Siegel Gottes zu erlangen, während es die späteren Lehren so einfach machten: Glaube einfach an die Botschaft Bruder Branhams, die neue Geburt und die Taufe des Heiligen Geistes sind ein und dasselbe.

Die Antwort, die Bruder Lambert den anwesenden Predigern gab, war außergewöhnlich. Sie wurden überzeugt, weil sie schriftgemäß anzunehmen war. Er verband es mit ApG. 2, dem Siegel Gottes am Tage zu Pfingsten, und mit Hesekiel 47:1-4. Nachdem sie alle sein Hotelzimmer verlassen hatten, waren sie davon überzeugt, daß Lambert mehr über die Botschaft Bruder Branhams wußte als alle Prediger zusammengenommen, die vor ihm nach Trinidad gekommen waren, und daß er über eine wunderbare Lehrgabe für das Wort verfügte sowie über eine Salbung und Gegenwart Gottes, die allem anderen sonst überlegen war.

Der junge Mann Gottes erkannte, daß es noch viele Dinge in Bruder Branhams Botschaft gab, die er verstehen sollte, und daß er nun auf einen Mann getroffen war, der mehr wußte als er und der auch sein Pastor sein konnte, ebenso wie Paulus der Pastor des Timotheus war... obwohl er (Dalton) doch selbst ein Prediger war, und er erwartete von ihm geistliche Führung.

 

Bruder Lambert entschloß sich, noch drei Tage länger auf Trinidad zu bleiben, weil die Einstellung der Prediger demütig geblieben war, nachdem er sie doch getadelt hatte, und weil der Mann Gottes die tieferen Dinge Gottes so schnell verstanden hatte.

Der Mann Gottes, der als Lehrer galt, fühlte sich frei, Bruder Lambert zu erzählen, daß er selbst gar keinen Teil gehabt hatte an dieser Schwindel-Erweckung des Bischofs und daß er sich vielmehr von dieser Zeltversammlung losgesagt hatte, weil sie nicht vom Heiligen Geist kam. Er kam dann darauf zu sprechen, daß der Herr den Bischof getadelt hatte, wobei er als notorischer Lügner bezeichnet und zu den Übertretern gerechnet wurde. (Der Bischof bekannte sich schuldig in Anwesenheit seiner demütigen Frau, die dasselbe bestätigte. Außerdem war noch ein Predigerfreund dabei.) Er (der junge Mann Gottes) erzählte Bruder Lambert einiges von seiner Erfahrung in der Wildnis, als er und ein Predigerfreund sich den Eid auferlegt hatten, kein Wasser zu trinken und kein Brot zu essen, bis der Herr sich ihnen offenbare. Sein Freund hatte (nach vier Tagen) aufgegeben, doch er hatte im Dschungel weitergemacht mit Fasten und Gebet. In einer Vision war ihm dann Bruder Branham in Begleitung zweier Männer erschienen, und es erschien ein Mond am westlichen Sternenhimmel, und die hörbare Stimme Gottes hatte gesagt; "Es soll Licht sein zur Abendzeit." Sein Körper war hingestreckt wie der eines toten Mannes, und die Stimme sagte wiederum: "Wie dein Körper steif liegt auf diesem Bett, so sollst du mit der Botschaft dieses Mannes wandeln." Dann blies ein Wirbelwind, der in seinen Mund hineinkam und seinen Durst löschte. Und die Stimme sagte wiederum: "Wie die Kühle dieser Brise deinen Durst gelöscht hat, so soll die Botschaft dieses Mannes deinen Durst nach Gerechtigkeit stillen." (Es waren dann noch andere Dinge zur selben Zeit geoffenbart worden, die er aber zu diesem Zeitpunkt Bruder Lambert nicht mitgeteilt hat.)

Als Bruder Lambert von dieser Erfahrung hörte, kam die Gegenwart Gottes ganz stark über ihn. Er stand auf und rief (shouted) und nahm den Mann Gottes zur Seite und sagte ihm viele Dinge im Zusammenhang mit dieser Erfahrung und bestätigte, daß die Gegenwart der zwei Männer an Bruder Branhams Seite eine Offenbarung des Herrn darüber war, daß er (BL) und sein Predigerfreund aus Jeffersonville zu ihm gesandt waren, um ihm in der Botschaft zu helfen und ihn hinsichtlich der Verheißung der Brauterweckung (durch Ausgießung des Heiligen Geistes wie am Pfingsttage) zu erbauen.

 

Bruder Lambert wurde einer der Botschaftsgruppen in Diego Martin im Norden Trinidads vorgestellt, wo auch der Mann Gottes diente. Dort lernte er zwei junge Männer kennen, einen Ermahner und einen Diakon. Er lehnte es ab zu predigen, aber legte Zeugnis ab und ermutigte kurz die Brüder.  Die Gegenwart und die Kraft Gottes fiel auf die Menschen wie nie zuvor. Später hat er dazu erklärt, daß Gott ihm verboten hatte zu predigen.

Es gab dann ein zweites Treffen in seinem Hotelzimmer.  Viele Prediger und bestimmte Brüder waren dabei anwesend. Bruder Lambert ging den Bischof noch einmal wegen seiner Schwindel-Erweckung und der Taufe des Heiligen Geistes an, dem Siegel Gottes, das er angeblich im sog. Pfingsten empfangen haben wollte, noch bevor er zur Botschaft kam. Bruder Lambert forderte ihn mit der Frage heraus: "Wie kannst du das Leben des Samens bekommen haben, wenn der Same durch Mal. 4:5-6 noch gar nicht gekommen war?" Der Bischof war sehr verlegen wegen seiner Niederlage. Die anderen Prediger verloren das Vertrauen in ihn und spotteten. Vielen gingen die Augen auf über seinen Mangel an Geistlichkeit. Um seine Verlegenheit zu verbergen, sagte er laut: "Ich sehe, was du meinst!" Lambert sagte dazu: "Dieser Mann sah überhaupt nichts. Doch hat er das eingeräumt, weil das große Licht Gottes auf seine Dunkelheit schien, und sobald ich das Land verlasse, wird er mir in den Rücken fallen." Es geschah dann genauso, wie er es unterschieden hatte.

Es versammelten sich Prediger, Diakone, Gesangsleiter und bestimmte Brüder in der ursprünglichen Gemeinde des Bischofs, um Bruder Lambert viele harte Fragen zu stellen. Er beantwortete alle ihre Fragen, und als er einen oppositionellen Geist auf einigen Predigern unterschied, forderte er sie heraus, selbst Stellung zu nehmen zur Erweckung, zum Fünffältigen Dienst und zur Reife des vollkommenen Mannesalters, und zwar in Beziehung zum (oder: mit Bezug auf das ) Siegel Gottes. Keiner war in der Lage standzuhalten, und zum Schein stimmten sie dann mit seiner Lehre überein.

Der Bischof selbst vergab niemals dem Mann, der ein Instrument gewesen war, ihn zu beköstigen und ihn zur Botschaft zu führen, und der dazu bestimmt gewesen war, die Botschaft in Trinidad einzuführen. Statt dessen begann er, Bruder Lambert mit einer Kampagne zu verfolgen, und beeinflußte alle, die unter seiner Aufsicht standen, gegen ihn und seine Lehren, indem er sie falsch wiedergab. Gängige Lügen dazu sind bspw. gewesen, daß ...

  • er angeblich nicht glaube, daß jemand den Heiligen Geist hat
  • er in einer Versammlung Bruder Branhams aufgesprungen sei und beansprucht hätte, selber der Prophet Elisa zu sein
  • er gar nicht an göttliche Heilung
  • oder an einen fünffältigen Dienst glaube
  • er angeblich glaube, selbst ein achter Gemeindezeitalter-Botschafter zu sein
  • und der Herr Jesus Christus.

Der Mann Gottes [vermutlich Br. Dalton] lehnte es ab, Partei gegen einen Mann Gottes zu ergreifen und gegen so wunderbare Erleuchtungen über die Botschaft Bruder Branhams. Allerdings überprüfte er - einem Rat Bruder Lamberts nachkommend - mit der Botschaft und mit der Schrift sehr sorgfältig, ob die Dinge auch so waren, wie Lambert sie lehrte.

Nach einer ganzen Reihe von Monaten erklärte er, daß Lambert ein Mann Gottes sei, der nur eine Offenbarung über die Botschaft Bruder Branhams predige. Er wurde sein Schüler, so wie Polycarp einst ein Schüler des Johannes gewesen war, aber nicht bevor wiederum die hörbare Stimme Gottes zu ihm im Jahre 1972 gesprochen hatte und ihm bestätigte, daß Lambert Sein Diener sei, ein geborener Erweckungsprediger.

In Ehrfurcht vor diesem wunderbaren Dienst und der Wirkung der Gegenwart und Kraft Gottes, die diesen demütigen Diener und seine Predigten begleiteten, glaubten mehrere Prediger und begannen damit, eine Erweckung und Wiederkehr von Pfingsten zu predigen, und zwar bis zum heutigen Tag, während andere ihn als einen Anti-Christen ablehnten und behaupteten, daß man einem falschen Propheten und seinen Täuschungen und Häresien gefolgt sei.

 

Bruder Lambert kehrte im Januar 1972 nach Trinidad zurück, um dort einen Urlaub mit seiner Frau zu machen. Er wollte sich wiederum mit dem Mann Gottes treffen, der ihm diese ungewöhnlichen Fragen über die Taufe des Heiligen Geistes, das Siegel Gottes, gestellt hatte. Später sagte er dazu, er habe gewußt, daß Gott ihm diese Offenbarung geoffenbart habe. So sei er nach Trinidad gekommen, um zu sehen, wie es dem jungen Mann mit der Botschaft und den Predigten über die Verheißungen Gottes erginge. Da er keine richtige Adresse hatte, hielt er an einer Kreuzung an und fragte einen Polizisten nach dem Weg. Er segnete diesen ungeretteten Mann, der kurz darauf gerettet wurde und dem es darauf auch materiell immer besser ging. (Jetzt ist er Diakon in Bethel.)

Er sagte: "Gott weiß, wo er ist." Genau in diesem Moment fuhr der junge Mann Gottes dort vorbei, und zwar mit einem anderen Prediger von Waterloo (Zentral-Trinidad). Bruder Lambert zeigte auf das Auto, und sie erkannten ihn. Das Taxi schickten sie fort, ließen ihn und seine Frau in ihren Wagen einsteigen und kehrten zum Haus des Mannes Gottes zurück.

Als er (BL) später dessen Gebetshaus betrat, das nah bei seinem Haus lag, wurde Bruder Lambert sehr gesegnet und war sehr erregt, als er ein Diagramm bemerkte, das die tieferen Dinge Gottes darstellte, die sich auf den Neuen Dienst Bruder Branhams, die Siegel, die geoffenbarten Söhne Gottes und die Manifestation des dritten Zuges durch das Herabkommen des Schlußsteins bezogen.

 

Dann nahmen sie ihn mit in den Norden von Trinidad zu einer Botschaftsgruppe, wo er früher (1970) schon Zeugnis abgelegt hatte. Hier begegnete er wiederum dem Pastor von Diego Martin. Er und seine Frau blieben im Hause der Schwester der Pastors, die von ihrem Bruder und einigen Gläubigen für eine sehr geistliche Frau gehalten wurde.

Mit der Hilfe des Pastors von Waterloo (einem Mann mit einer charmanten Persönlichkeit, sanftem Naturell, der sehr bewundert wurde für seine Freundlichkeit, seine Opfer, seine Predigten und für ein christliches Zeugnis) wurden Bruder Lambert und seine Frau zu einem Urlaub auf die winzige, aber wunderschöne Insel Tobago eingeladen. Er bewunderte die Schönheit der Landschaft und das Leben am Meer. Der Mann Gottes ergriff die Gelegenheit, noch einige Fragen zusätzlich zu den tieferen Dingen Gottes zu stellen, die ihm noch nicht klar waren. Nachdem sie ihre Antworten bekommen hatten, verstanden die beiden Prediger mehr über den fünffältigen Dienst und warum die Schrift zunächst „Apostel" sagt und dann „Prophet". Eine Frage war jedoch nach wie vor unbeantwortet, nämlich wie Petrus von neuem geboren werden konnte, bevor das Blut Jesu Christi am Kreuz vergossen worden war. Gott hat ihm dies später geoffenbart.

Nach ihrer Rückkehr von Tobago predigte Bruder Lambert mehrere Botschaften, in denen er wiederum die Brauterweckung durch eine weitere Ausgießung des Geistes hervorhob, aber dieses Mal sprach er über einige große Offenbarungen, die niemand von den Predigern jemals gehört hatte. Es waren dazu etliche Prediger von überall im Land versammelt. Was Bruder Lambert lehrte, war noch nie von Predigern erwähnt worden, ob heimische oder ausländische. Die Offenbarungen sind für alle erstaunlich gewesen, und sie wurden bestätigt durch das Zeugnis der machtvollen Gegenwart Gottes. Sie waren gegründet auf den neuen Dienst Bruder Branhams und behandelten die Frage, wie er sich zur Erweckung der Braut und den sieben Donnern verhält. Es wurde eine gemischte Volksmenge gezeigt, die der Botschaft folgte - im Typ Israel, das zum Verheißenen Land wanderte - wobei mitten aus dieser gemischten Menge eine auserwählte Zahl das Verheißene Land tatsächlich erreicht, und der Überrest, der Leute, die Mose gefolgt waren, in der Wüste umkam. Das war erstaunlich für alle, die ihn hörten, denn sie glaubten, daß alle, die aus den Organisationen gekommen und Bruder Branham gefolgt waren, auch die Braut darstellten.

 

Unter den anwesenden Predigern gab es einige Ungläubige gegenüber den Verheißungen Gottes. Bruder Lambert unterschied den Geist der Frau eines Predigers, die nicht das ganze Wort glaubte. Später sagte er dem Mann Gottes (der die vielen Fragen gestellt hatte), daß dieser Geist sich gegen ihn (BL) wenden würde, daß sie ihrem Mann Streit und Zank predigen und daß ihr Mann auf sie hören und vom Pult gegen ihn (BL) predigen würde. Dies hat sich dann wenige Monate später auch so ereignet und beide Prediger bis heute entzweit.

 

Der Pastor von Waterloo und der Ermahner von Martin Diego fuhren damit fort, die bevorstehende Erweckung und die Verheißungen Gottes zu predigen, aber die tieferen Dinge Gottes schienen ihnen zu weit hergeholt.

Sie setzten ihr Vertrauen weiterhin in den Mann Gottes als in einen Führer, nachdem Bob Lambert in die USA zurückgekehrt war. Weil er ihnen gewisse Fragen gestellt hatte, die sich auf die Predigt von Br. Lambert bezogen, waren sie seinetwegen aber auch verunsichert. Doch er prüfte alles sehr sorgfältig mit Botschaft und Bibel, bevor er eine Lehre akzeptierte, predigte oder vom Pult aus verkündigte. Denn dies war ja der Befehl Gottes an ihn während seiner Erfahrung in der Wildnis gewesen. Sie aber deuteten seine Fragen als Zweifel gegenüber den Verheißungen Gottes.

 

Im Juni 1972 kehrte Bruder Lambert mit zwei Predigerfreunden von Jeffersonville bzw. von Georgia nach Trinidad zurück. Außerdem war noch ein dritter Mann aus seiner eigenen Versammlung dabei. Diesmal versammelten sich weit mehr Leute, um das Wort Gottes zu hören. Viele Botschaftsprediger waren zusammengekommen, einige aus Neugier und andere aus Streit- und Zanklust. Bruder Lambert unterschied ihre Geister und identifizierte sie als Schriftgelehrte und Pharisäer.

 

Die Gegenwart Christi und die Salbung, unter der er sprach, bändigte seine Kritiker, nämlich mit der großen Kühnheit seiner Rede, denn er war tapfer in der Schlacht, so wie auch der Märtyrer Stephanus die Pharisäer für ihren Unglauben gescholten hatte.

Die beiden Predigerfreunde hatten in ihren Abendbotschaften wunderbare Dinge zu sagen, aber den Unterschied zwischen ihren Predigten und den Predigten Bob Lamberts machte die Gegenwart des Herrn, die geradezu ehrfurchtgebietend war. Es war erregend, überzeugend und voller Wahrheit. Einige tanzten, andere riefen (shouted) und schrieen (screamed). Am Ende von Bobs Botschaft wurden dem Prediger aus Georgia, während er gerade einen Schlußgesang leitete, die Augen geöffnet, und er sah einen Engel mit geöffnetem Mund, der bereit war zu sprechen. Er kniete nieder und bat Bruder Lambert, das Pult zu übernehmen. Eine große Woge, eine Supersalbung fiel auf die Versammlung. Nach Beendigung des Gottesdienstes fühlten viele sich in ihrem Körper wie betäubt.

 

Dennoch war dieses negative Element, bedingt durch die super-geistliche Frau, ein Ärgernis für den Mann Gottes, das er nicht akzeptieren und womit er sich auch nicht abfinden konnte.

Diese Treffen vereinigten viele Botschaftsgläubige in den Verheißungen Gottes. Ein anderer Prediger von Trinidad, und zwar aus der Bamboo-Siedlung, und zwei weitere von Guyana und Surinam, stießen zur Gemeinde. Sie waren überwältigt vom Geist und der Gegenwart Gottes. Ihre Freude darüber, dies Wort zu hören, war unbeschreiblich. ...

 

Es gab da etwas sehr Außergewöhnliches in diesen Versammlungen, worauf der Mann Gottes sich konzentrierte. Dabei ging es um die lauten Schreie der super-geistlichen Frau, nämlich der Schwester des Pastors von Diego Martin, den der Mann Gottes selbst als Pastor bestimmt hatte. In dieser Versammlung erwarb sie sich den Ruf, super-geistlich zu sein. Er schätzte das Schreien dieser Frau überhaupt nicht, denn sie schrie immer vor den Altarrufen, die er machte, und brachte sie durcheinander, bis er einmal vom Pult direkt zu ihr ging und sie fragte, warum sie schrie. Sie sagte, daß sie vor sich eine Schlange sähe. Er wußte von ihr, daß sie von einem üblen Geist gequält wurde. Bruder Lambert hat später von ihr dasselbe bestätigt, daß ein Geist um sie herum war und daß es sich bei ihr um einen nervösen Fall handelte. Dennoch hatten ihr Bruder, der Pastor, ebenso ihr Ehemann und noch andere großes Vertrauen zu ihr, weil sie glaubten, sie sei eine geistliche Frau. Darum hingen sie den Träumen und nervösen Impulsen an, die sie hatte. Von dieser Art Fanatismus wurden sie zeitweilig geführt.

 

Weil die Versammlungen den Mann Gottes als einen Lehrer der tieferen Dinge Gotte schätzten, der gesalbt war vom Geist und von Gott bestimmte Dinge hörte, war sein Einfluß groß, so daß sie ihr Vertrauen in ihn setzten. Sie waren von ihm zum Herrn geführt und von verschiedenen Arten des Fanatismus mit Hilfe seiner Gaben befreit worden. Dies brachte ihm später einige Verfolgung ein und ließ unter anderen Predigern einen Geist der Eifersucht aufkommen. Er demütigte sich selbst, obwohl er diesen Geist unterschieden hatte, und von Bruder Lambert vorgewarnt war, daß solche Einstellungen zu erwarten waren. Bruder Lambert hatte ihm auch gesagt, daß er ein geistlicher Führer unter den Predigern sei. Er strebte danach, die Einheit des Geistes mit dem Band des Friedens zu erhalten. Jene super-geistliche Frau hatte erheblichen Anteil daran, dieses böse Komplott voranzutreiben. Sie wurde schließlich vom Pult aus unterschieden und bloßgestellt, so daß sie und ihr Bruder (der Pastor) beide Buße taten.  Aber dieser Geist setzte sein Werk der Eifersucht und der üblen Nachrede unter der Oberfläche fort. ... Viele meinten allerdings, daß er (der Mann Gottes) die Frauen mit Furcht beherrsche, mit Psychologie und einem Mangel an Weisheit. Es kam hinzu, daß er einmal ein Buch zum Thema Verführung durch die Psychologie geschrieben hatte, in dem er seinen Lesern Jesus Christus anempfahl. Darüber hatte er zur Ehre Gottes jahrelang Zeugnis abgelegt, und nie war es ein strittiges Thema geworden, bis schließlich Eifersucht, Streit, Zank und Selbsterhöhung die Gemüter dieser wunderbaren Prediger übernahm.

Mit Standhaftigkeit verkündigte der Mann Gottes, der von anderen als Evangelist und Lehrer der Botschaft betrachtet wurde, die Heiligkeitsbotschaft Bruder Branhams bis auf den Buchstaben, verurteilte unmoralisches Leben, falsche Kleidung bei den Frauen, Fernsehen in den Häusern, den Sport und die Badeanstalten, dumme Späße, Rauchen, Trinken und all diese Dinge. Seine Predigerfreunde unterstützten ihn darin, sobald sie zur Botschaft gekommen waren. Die Heiligkeitsstandards waren in einer Weise eingeführt, daß Bruder Lambert bei seinen Besuchen niemals Anlaß hatte, solche Dinge zu lehren oder auch nur einen Gläubigen zu korrigieren. Vielmehr bewunderte er dies und bezeugte gegenüber anderen, wie gut dieser Heiligkeitsstandard in den Gemeinden war, die von diesen Predigern geleitet wurden.

 

Wenn man Bruder Lambert genauer beobachtete, schien er bei seinen Predigten einiges zurückzuhalten, ebenso bei seinen Gesprächen mit anderen, nämlich Dinge von großer Bedeutung in der Botschaft und die tieferen Dinge des Wortes Gottes. Er bemerkte, daß seine Offenbarungen noch nicht für die Öffentlichkeit seien, sondern nur für die Gläubigen seiner Gemeinde und für die wenigen, die ihm glaubten. Er führte auch keine privaten Besprechungen mit ihnen durch, schulte sie nicht persönlich und ließ auch nicht zu, daß sie seine Bänder hatten, sondern nahm diese mit nach Hause in die USA. Die Prediger wußten zwar, daß diese Dinge auf dem Neuen Dienst Bruder Branhams basierten, aber wie sie in der Botschaft und der Schrift einzuordnen waren, das wußten sie nicht. Der Mann Gottes wurde ein paarmal sanft getadelt, weil er zu viele harte Fragen stellte. Bruder Bob sagte ihm, weil er (der Mann Gottes) durch Offenbarung predige, sollte doch der Offenbarung der Botschaft und den Lehren Lamberts über die Botschaft auch nichts widersprechen. Die Lehren beider kamen nie in Konflikt mit der Botschaft Bruder Branhams. Dies führte dazu, daß die Versammlung noch größeres Vertrauen in den Dienst des Mannes Gottes bekam. Andererseits erzeugte es größte Eifersucht bei den negativen Elementen, d.h. in den Herzen ehrgeiziger Prediger. 

 

Im Dezember 1972 kehrte Bruder Lambert mit zwei Predigerfreunden nach Trinidad zurück. Diese predigten nur wenige Tage, denn sie wollten nun selber die tieferen Dinge Gottes erfassen. Dann folgte Bruder Lambert mit mehreren außergewöhnlichen Botschaften . Es lag eine Supersalbung auf den Worten, die er sprach. Der Geist des Herrn salbte die Leute in einer Weise, die bis dahin ganz unbekannt war.  Die Menschen gerieten in große Freude. Anwesend waren Gläubige wie Ungläubige.  Kritische Prediger waren ebenfalls da. Gläubige Prediger unterstützen diese Versammlungen. Viele sind befreit worden aus ihrem Gefängnis falscher Interpretation und falscher Lehren. Ein Prediger mitsamt seiner Gruppe nahm die Wahrheit, die er von den Lippen Bruder Lamberts hörte, vollkommen an, und die Kraft Gottes überwältigte sie.  Später saßen sie dann unter dem Dienst des Mannes Gottes, und nun sind sie Säulen im Tempel.

 

Bruder Lambert hob wiederum eine Brauterweckung, die Schöpferkraft Gottes durch den dritten Zug hervor und das Zweite Kommen Christi, geoffenbart als der Sohn des Menschen. Als er auf diese Offenbarung kam, schienen Wellen der Herrlichkeit von seinen Worten auszugehen. Mehrere Schriftworte, die sich auf das Kommen des Herrn bezogen, wurden in wenigen Minuten zusammengeknüpft und stachen aus der Bibel hervor, wie nie zuvor gehört. Und wie ein Donnerschlag mit Blitz, so stellte er fest, daß Christus jetzt auf der Erde steht, das geoffenbarte Wort, der Sohn des Menschen, Offenbarung 10:1. Es gab noch bestimmte andere Dinge in den Botschaften Bruder Lamberts in diesem Dezember, die neben der großen Offenbarung über den Menschensohn, dem geoffenbarten Wort, dem Herrn Jesus Christus, sehr stark hervorstachen. Er rief plötzlich aus: „Ich möchte euch euer Problem hier nennen! Ihr habt zu viele Prediger hinter dem Pult!“ Unter der Salbung stehend, kündigte er sogar an, daß er mit seinem Opfer sterben würde wie Abel mit dem seinen. Der Mann Gottes nahm dies durch Offenbarung auf und verkündete vom Pult, daß Bruder Lambert getötet werden würde. Wie und wann, das wußte er nicht. Es geschah dann auch kurz nach diesen Ankündigungen. Dabei hatte der Mann Gottes keine Kenntnis von der vorherigen Prophezeiung Lamberts, die dieser schon früher in seinem Dienst über sein künftiges Märtyrertum gemacht hatte.

Nach diesen Versammlungen mit Offenbarung und der Gegenwart und Kraft des Heiligen Geistes kehrte Bruder Lambert mit mehreren Mitgliedern seiner Gemeinde, die ebenfalls diese Versammlungen besucht hatten, wieder zurück.

Viele aus der Gegend, die mit einer falschen Einstellung gekommen waren, fanden viel zu kritisieren, denn sie verstanden die Dinge nicht durch Offenbarung. Einige dieser Anschuldigungen waren, daß er behauptet hätte, er sei der Menschensohn, der Herr Jesus Christus, und daß es falsch sei zu sagen, daß Christus jetzt auf dem Land und auf dem Meer steht - gemäß Offbg. 10:1. Es war ebenfalls verkehrt zu behaupten, er hätte gesagt, daß niemand den Heiligen Geist hätte und daß man verloren sei, wenn man ihm nicht glaube. Alle diese Dinge sind in den Versammlungen gar nicht gesagt worden. Was tatsächlich gepredigt wurde, bezog sich auf den Neuen Dienst Bruder Branhams, die schöpferische Kraft, die durch die Braut geoffenbart werden soll, und auf das Zweite Kommen des Herrn Jesus Christus als der Menschensohn mit seinen Engeln. Solche Dinge wurden offen gelassen für eine göttliche Offenbarung des Heiligen Geistes an die Auserwählten Gottes.

 Man erwartete allgemein, daß Bruder Lambert noch ein weiteres Mal nach Trinidad käme, um eine weitere Erweckung zu haben, unter der man sitzen und sich an der Gegenwart Gottes erfreuen konnte, aber man wurde sehr enttäuscht durch die Nachricht, daß er in einem Park nahe bei seiner Wohnung ermordet worden sei. Lügen und Gerüchte wurden von seinen Feinden sofort über das ganze Land ausgebreitet, und es wurden verleumderische Mutmaßungen über diesen Mord angestellt. Einige haben verbreitet, daß er von Banditen gekidnappt und mit einem Stück Holz ermordet worden sei. Andere behaupteten, es hätte eine Dreiecksbeziehung vorgelegen. Eifersüchtige Prediger verbreiteten, daß Gott ihn im Gericht geschlagen hätte, denn er habe ja behauptet, der achte GZA-Botschafter gewesen zu sein. Aus verläßlicher Quelle erfuhren wir ein wenig später, daß sein Mörder einen schweren und stumpfen Gegenstand benutzt hat, der viele Wunden an seinem Rücken und an seinem Kopf verursachte bei dem Versuch, ihm den Kopf abzuschlagen. Dieser Bericht stimmte überein mit der Prophetie von Pastor Lambert, daß er als Märtyrer sterben und daß man versuchen würde, ihm den Kopf abzuschlagen. Der Mann Gottes war vollständig überzeugt, daß Bruder Lambert als ein Märtyrer für die Botschaft von Mal. 4:5-6 gestorben war. Es gab Gerüchte, die noch weit lächerlicher waren, aber sie wurden unter den Botschaftsgläubigen akzeptiert, die die Wahrheit nie gehört hatten.

 

Es kam unter den Gläubigen und besonders unter den Predigern eine sehr kummervolle Atmosphäre auf. Verwirrung und Bestürzung machte sich unter ihnen breit. Der Mann Gottes wurde befragt, was ein solch tragisches Ereignis zu bedeuten hätte. Vom Pult aus sagte er: "Es ist der Wille Gottes. Es wurde so prophezeit, daß es so sein würde, aber das verändert nicht die Verheißungen Gottes. Es wird eine Ausgießung des Heiligen Geistes und eine Brauterweckung geben, genauso, wie sie uns in der Botschaft Bruder Branhams verheißen worden ist. Bruder Lambert hat uns nur an diese Verheißungen erinnert, er hat sie erheblich klarer gemacht und uns teilweise schon vorbereitet, diese Verheißung zu empfangen. Er hat seinen Auftrag auf der Erde erfüllt und ging nun zum Herrn, bis die große Posaune ertönt."

Voller Vertrauen verkündigte er solche Worte vom Pult und ermutigte und belebte die Prediger, die schon nahe daran waren, den Mut zu verlieren, weil sie in ihrem fleischlichen Sinn die Verheißungen Gottes an den Mann gebunden hatten statt an Jesus Christus und an Seine Gemeinde. Enttäuschende Konsequenzen sollten ihrem Unglauben, ihrem Mangel an Offenbarung und dem Fehlen einer Wiedergeburtserfahrung folgen. Dieser Zustand der Gemeinde, seiner Führer und Prediger wurde schon ein paar Monate vor dem Märtyrertum Bruder Lamberts prophezeit. Als er nach Britisch Kolumbien ging, um den Herrn zu suchen, sandte der Herr ihm eine Botschaft durch eine junge Frau, die in Verzückung geriet und ihm ihre Erfahrungen berichtete. Er hat darüber später an den Mann Gottes geschrieben und diese Vision auf sich bezogen. Durch Offenbarung verstand er die Tatsachen dieser Prophetie, daß nämlich die Menschen, die eine Erfüllung der Verheißung Gottes erwarten, in ihrem Glauben beständig bleiben sollten, diese Verheißungen weiterhin zu erwarten, sonst wären sie verloren, weil eine scharfe Wendung im Dienst Christi bevorstand. Jeder Gläubige mußte diese scharfe Wendung machen, um Ihm zu folgen, dem geoffenbarten Wort Gottes, dem Menschensohn. Jene, die diese Wendung nicht nachvollzogen, würden zu schwarzen Krähen werden und in einen großen, tiefen Abgrund stürzen. Bruder Lambert betonte, daß wir auf den Herrn hören müssen oder aber zugrunde gehen. Der Mann Gottes nahm diese Erfahrung und den Brief dieser Warnung sehr ernst, und es bewirkte, daß er den geistlichen Zustand der Gemeinde in einem neuen Licht sah. Es war für ihn eine große Hilfe, sich selbst vorzubereiten, ebenso für die Gläubigen, die ihm als geistlichem Führer Vertrauen schenkten, um den negativen Konsequenzen zu begegnen, die gemäß der Prophezeiung folgen sollten.

 

In einer übernatürlichen Erfahrung zeigte ihm der Herr, daß der Pastor von Waterloo (Zentral-Trinidad) ganz und gar die Führung übernehmen und den Pastor von Diego Martin hinter den Kulissen steuern würde. Er würde überwunden werden von diesem Geist und in eine Täuschung des Satans fallen, und beide würden an die Stelle des Wortes Gottes ihre falschen Lehren setzen. Diese Erfahrung ließ scheinbar noch Hoffnung für den Pastor von Diego Martin zur Befreiung aus solchen Täuschungen übrig, aber diese Hoffnung wurde vom Herrn nicht bestätigt. Diese Offenbarung hat den jungen Prediger weitergebracht, sie gab ihm Mut und Entschlossenheit, weiterhin treu zur Botschaft und zu den Verheißungen Gottes zu stehen, die sich auf den Neuen Dienst Bruder Branhams bezogen, der in der Braut manifestiert werden sollte. Er sprach mit den Predigern und warnte sie, daß man auf falsche Propheten gefaßt sein müßte, die aufstehen und die Gemeinde in die Irre führen würden. Der Pastor von Waterloo gewann mit seiner charmanten Persönlichkeit viel Einfluß über die anderen Prediger und Versammlungen und unterließ es, diesen Rat zu beachten. Er sagte, daß das Wort, das man gehört habe, zu einfach sei, als daß ein falscher Prophet sie als Diener und Gläubige verführen könnte.

 

[Auszüge von den Seiten 1-127]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[1] Vielleicht soll das bedeuten, daß er sich jeden Abend in „Schale schmiß“.

[2] Punkt des Berstens