Der Dienst des letzten Tages (oder: am letzten Tag)
Predigt von Robert Lee Lambert [Bob Lambert]

Auszug

(Die Wiedergabe hat gelegentlich Lücken.)

Montagabend, den 11. Oktober 1965

Beaumont, Texas, USA

{Das Band beginnt mit einem Zeugnis von Bruder Carlton McGahee; danach stellt Bruder Pearry Greene Bruder Lambert vor. - Hrsg.}

Danke, Bruder Pearry. Meine Güte, diese Texaner sind groß. Ich bin nicht so groß. Ich werde das <Micro> mal herunterschrauben. Dann können wir anfangen.

Nun, es ist sicher eine Segnung und eine große Ehre, heute abend hinter diesem Pult zu stehen. Ich weiß die freundlichen Worte von Bruder Pearry über mich zu schätzen, und ich weiß, er meint das auch von Herzen.

Das erste Mal bin ich Bruder Pearry in Jeffersonville begegnet, aber es gab damals keine Gelegenheit, sich kennenzulernen. Aber meine Pastoren in New York, die Brüder Coleman und Hunt, waren ihm bereits begegnet und sprachen sehr achtungsvoll von ihm. Dann bin ich ihm schließlich in New York begegnet, und ich habe Bruder Pearry von Anfang an lieben gelernt, und ich konnte auch ... sehen...

Natürlich versteht er das nicht, aber... Es ist nicht so, daß ich an Seniorität (oder Seniorat; Recht und Würde von Ältesten) in dieser Botschaft glaube, das nicht, aber seit ich nun ein paar Jahre mit Bruder Branham in dieser Botschaft bin und durch eine Reihe von Trübsalen ging, wobei ich Gott für jede einzelne danke, bin ich heute abend Gott sehr dankbar, daß Er uns Bruder Pearry Greene gegeben hat.

Wißt ihr, es gibt da keine Seniorität in Gott. Sobald ihr glaubt, daß Gott ohne euch nicht auskommen kann, daß ihr einfach...<unverzichtbar seid> Nun, ihr einfach...hohes Dienstalter, versteht ihr? Immer wenn ihr anfangt so zu denken, wird Er jemand aufstehen lassen, von dem wir es am wenigsten erwarten, um den zu gebrauchen, wenn ihr nicht demütig bleibt.

So bin ich Gott sehr dankbar, daß er uns Bruder Pearry Greene gegeben hat. Ich kann darin die Hand des Herrn sehen. Als mir P. Greene das erste Mal von der Last auf seinem Herzen berichtete, wußte ich, daß dies von Gott war. Ich sagte ihm: "Ich glaube, das ist vom Herrn, und ich glaube auch, Gott hat dich dazu bestimmt, es zu tun." Ich könnte das nicht tun. Und ich weiß nicht...

Ich kenne praktisch alle Prediger in dieser Botschaft, die meisten persönlich, ich kenne aber keinen, der das tun könnte, was Gott durch Bruder Pearry tut und tun wird.

Ebenso wenig glaube ich, daß Gott durch Bruder Pearry das tun könnte, was Er durch Bruder Lee Vayle tut usw. usf.

08 Ich glaube, daß jeder, der im Leibe Christi ist, einen speziellen Dienst hat, der ihm vom Heiligen Geist gegeben wurde. Ich glaube nicht, daß jemand den Platz eines anderen einnehmen kann. Ich glaube nicht, daß es große "DUs" und kleine "ichs" gibt. Ich glaube, daß wir alle Brüder und Schwestern in Christus Jesus sind, die einander lieben. Und ich meine, wir sollten so sein wie ein gutes Ball-Team.

...

Wenn ihr nun eure Bibeln aufschlagen möchtet, Epheser 4. Der Herr hat diesen kleinen Gedanken auf mein Herz gelegt. Eigentlich ist es kein Gedanke, ich würde gern etwas sagen, um euch zu helfen. Versteht ihr? Ich weiß, daß viele von euch neu sind in der Botschaft, und vielleicht könnte ich etwas sagen, daß ihr vorher kaum so gesehen habt, vielleicht aber doch. Jedenfalls wäre es gut...

Das Wort Gottes ist gut. Ganz gleich, wie es gebracht wird. Und es ist oft nützlich, die Dinge noch einmal durchzugehen, um sicherzustellen, daß wir sie auch verstanden haben. Laßt uns nun die Häupter beugen zum Gebet....

Unser Himmlischer Vater, wir danken Dir für diese Christliche Versammlung in Beaumont. Wo die Botschaft und die Wahrheit der letzten Stunde des Zeitalters <bekannt ist>, Herr. Und wir danken Dir, daß es hier einen Leuchtturm gibt, mit dem Du Deine Schafe in die Hürde leiten kannst, Vater, wo Du ihre Seelen fett machen kannst mit dem guten Wort des Herrn.

20 Vater, wir beten, daß Du heute abend jedes Herz segnen möchtest und daß Du unseren Geist erfrischst, Herr, mit dem kostbaren Wort Gottes.

Nun, Herr bitte ich, daß Du mir meine Sünden vergibst und mir hilfst, Herr Gott, ein Segen zu sein für meine Brüder und Schwestern, daß ich befähigt bin durch den Heiligen Geist, heute abend ein Diener am Evangelium zu sein. Wir geben Dir allen Lobpreis dafür, Herr. In Jesu Namen. Amen.

Ich möchte so viele Dinge sagen, aber es fehlt die Zeit sie zu sagen. Ich würde gern verschiedene Botschaften bringen, um euch damit zu helfen, aber ich habe gebetet und auf den Herrn gewartet, bis dies in mein Herz kam. Ich würde gern predigen über "Der Dienst am letzten Tag". Wir lesen hier in Gottes kostbarem Wort, Eph. 4:11. Es heißt dort:

Und hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche aber zu Propheten, etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern,

daß die Heiligen zugerichtet werden zum Werk des Dienstes, dadurch der Leib Christi erbaut werde:

bis daß wir alle hinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohnes Gottes und ein vollkommener Mann werden, der da sei im Maße des vollkommenen Alters Christi.

Nun, wenn man anfängt herumzureisen und die Versammlungen des Botschafters dieser Stunde zu besuchen (die entstanden sind), dann werdet ihr früher oder später auf viele verschiedene Interpretationen dieser Botschaft stoßen, die Gott diesem Mann William Branham gegeben hat, von dem wir wissen, daß er der siebte Sendbote des letzten Gemeindezeitalters ist, in dem wir leben, dem Laodizea-Zeitalter. Viele Interpretationen dieser Botschaft...

Eine davon ist, daß es keinen fünffältigen Dienst mehr geben würde. "Wenn aber kommen wird das Vollkommene, wird das Stückwerk aufhören (1. Kor. 13:10) Und dann gibt es keine Gaben des Geistes mehr. Wir brauchen sie nicht mehr, denn wir haben den vollkommenen auferstandenen Christus unter uns wirken in der vollkommenen Offenbarung des Sohnes Gottes, fleischgeworden. (So lautet diese Interpretation. Üb.)

Nun, ich möchte heute abend mit dem Worte Gottes beweisen, daß es seit den Tagen der Apostel gar keinen fünffältigen Dienst in Tätigkeit mehr gegeben hat. Es hat keinen von Gott berufenen, von Gott ausgesandten und von Gott gesalbten fünffältigen Dienst so wie am Tage zu Pfingsten mehr gegeben. Es kann ihn gar nicht gegeben haben infolge der Tatsache,  daß Gott keinen Botschafter und keine Prediger aussendet, ohne daß sie die Wahrheit haben.

Denn die Bibel sagt, daß ihr gezeugt worden seid durch das Wort der Wahrheit. Nun wissen wir aber, daß die Wahrheit der Apostel während der dunklen Zeitalter gestorben ist und erst in Martin Luther wieder auferstand. Und dies hat uns zu dieser letzten Stunde gebracht, wenn Gott in Mal. 4 verheißt, daß eine Wiedererstattung zu dem wahrhaft Gott-berufenen, auserwählten Volk vor Grundlegung der Welt kommen wird. Daß sie einen Propheten gemäß Mal. 4 bekommen würden, der alle Dinge wiedererstattet, die die Heuschrecken, Käfer, Geschmeiß und Raupen abgefressen hatten (Joel 2:25) Daß Gott alles wiedererstatten würde, was die frühe Pfingstgemeinde gehabt, dieser Wurm aber abgefressen hat. Und dabei wissen wir, daß es der Antichrist war in seinen verschiedenen Stadien.

Nun haben wir gerade die Wiedererstattungsbotschaft von Mal. 4 bekommen. Diese Botschaft ist nahezu abgeschlossen (oder: vollständig). Die Geheimnisse der Bibel und der Lehren, die die Apostel gepredigt haben, sind den Menschen, die Gott aus den verschiedenen Denominationen rief, zurückerstattet worden.

Deshalb konnte es vorher gar keinen fünffältigen Dienst in Tätigkeit durch den Heiligen Geist geben, bis Gott erst einmal die Hauptsache, das Wort Gottes, wiedererstattet hatte. Denn wenn die Wahrheit des Wortes Gottes in der Salbung des Heiligen Geistes gepredigt wird, bringt es nichts anderes als die apostolischen Tage zurück.

Wir haben ja nun verschiedenste Kirchen und Denominationen, die versucht haben, eine apostolische Gemeinde hervorzubringen. Wir haben da z.B. die Vereinigten Pfingstler, die behaupten, die Apostolische Gemeinde der Apostelgeschichte zu sein. Wir wissen, daß es nicht so ist. Viele haben diesen Anspruch gestellt, daß sie, sobald sie diese Männer zusammenbringen, sobald sie die Wahrheit finden, daß sie dann eine Gemeinde wie die apostolische haben würden.

30 Aber keine ist in der Lage gewesen, die apostolische Gemeinde hervorzubringen, denn es war gegen das Wort Gottes. Gott hatte vor der Welt vorherbestimmt, daß Er in den letzten Tagen einen Botschafter senden würde, der uns zurückbringen würde zum Glauben und der Lehre der Apostel. Amen!

Gott hat gesagt, Er würde es tun. Und diese Wiedererstattungsbotschaft würde noch einmal apostolische Versammlungen überall auf der Welt hervorbringen - mit den Gaben des Heiligen Geistes in Tätigkeit, mit der Kraft Gottes in Aktion, so daß die Sünden in den Herzen der Menschen offenbart würden. Diese großen Wunder wurden durch kleine demütige Männer und Frauen in Versammlungen ausgeführt, auf denen die Kraft des Heiligen Geistes ruhte, wenn sie dort zusammenkamen. Wie sich unserer Herzen danach sehnen, in dieser letzten Stunde eine solche   Versammlung zu sehen, die Entstehung einer Gemeinde wie am Tage zu Pfingsten.

Bisher konnte es gar keine geben. Bei all ihren Bemühungen, die diese Männer unternommen haben, konnten sie doch nicht hervorbringen, was man am Tage zu Pfingsten hatte, denn wir mußten erst einmal das Wort der Wiedererstattung empfangen. Wir hätten es nie bekommen können, sondern nur durch den Propheten, den Gott uns verheißen hat.

So sind wir nun bis zu dieser Stunde gekommen, wo wir die unfehlbar verheißene Botschaft bekommen haben, um einen Dienst wie den Jesu Christi hervorzubringen, der eine Braut für den Herrn Jesus Christus in dieser letzten Stunde hervorbringen wird. Dieser Botschafter hat schon und wird eine Braut für den Herrn Jesus Christus zur Hochzeit hervorbringen. Amen. Eine Braut ohne Flecken und Runzeln. So, wir haben nun die Wiedererstattungsbotschaft.

Was kommt nun als nächstes? Wir stellen fest, daß der apostolische fünffältige Dienst im NT ganz wunderbar vorschattiert (oder typisiert) ist in Elia und Elisa. Wenn ihr eure Bibeln im 2. Kap. von 2. Kön. aufschlagt. Wir lesen ab Vers 9:

Und es geschah, da sie hinübergegangen waren, da sprach Elia zu Elisa: Begehre, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde. Und Elisa sprach: So möge mir doch ein zwiefaches Teil von deinem Geiste werden! Und er sprach: Du hast Schweres begehrt! Wenn du mich sehen wirst, wann ich von dir genommen werde, so soll dir also geschehen; wenn aber nicht, so wird es nicht geschehen. Und es geschah, während sie gingen und im Gehen redeten, siehe da, ein Wagen von Feuer und Rosse von Feuer, welche sie beide voneinander trennten; und Elia fuhr im Sturmwind auf gen Himmel.

Hier haben wir einen Typ vom Dienst der Braut Christi, die ein doppeltes Maß des Geistes erhalten soll, der auf Elia war. Hier haben wir zuerst Elia, der den letzten Teil seines Dienstes beendet. Er geht zum Jordan, nachdem er alle falschen Propheten herausgefordert <und bewiesen> hatte, daß er und er allein der wahre Diener Gottes war, allein befähigt, Feuer Gottes hervorzubringen, was (wie wir wissen) den Botschafter heute von Offb. 10:7 (Amen?) und Mal. 4 vollkommen vorschattiert.

Wir haben hier den fünffältigen Dienst, wie er mit Elia dieser Stunde wandelt und wie es damals für unsere Stunde heute vorschattiert wurde. Sie gehen hinab zum Jordan. An diesem Dienst war zu erkennen, daß Gott dem Mann, der mit seinem Wort verbleibt, eine große Kraft geben wird. Und in seinem Herzen brennt er (Elisa) darauf, diese Salbung für seinen Dienst zu bekommen. Er weiß, daß Gott ihn berufen hat. Er hat Vertrauen, daß er einen Ruf von Gott bekommen hat.

Während sie sich dem Jordan nähern, hat Elia einen "Sprich-das-Wort-Dienst", nämlich "Bitte, was du willst, und ich werde es dir geben." Amen. So wendet er sich an den, den er liebt, und sagt: "Was möchtest du, daß ich für dich tue?" Und Elisa antwortet: "Mein Herr, ich brenne darauf, eine doppelte Portion vom Geist deiner Salbung zu bekommen." "Nun, du hast eine schwere Sache verlangt, aber dennoch, wenn du siehst, wie ich von dir genommen werde, kannst du haben, was du erbeten hast."

Es gab da eine Bedingung für das Versprechen des Propheten: "Wenn du siehst, wie ich von dir genommen werde, kannst du es haben." Und das ist der Typ auf heute: Wenn du dem Wort des Herrn gehorchst - durch den Propheten -, dann magst du eine doppelte Portion vom Geist Gottes bekommen. Wenn du tust, was er dir aufgetragen hat zu tun.

Heute leben wir in der Stunde der... Untersuchungsengel sind herabgekommen, um zu sehen, ob du dem Wort Gottes gehorchst oder nicht. Bei jedem Band, das ihr hört, mit dem das Wort des Propheten euch und mir ebenso zu Ohren gebracht wird... wenn wir dauernd versagen und uns dem Wort nicht anpassen, dann vergessen wir die Verheißung, die er uns gegeben hat. Könnt ihr "Amen" sagen?

 40 Jede Botschaft, die er gepredigt hat, wird euch und mich am Tage des Gerichts verurteilen, wenn wir es nicht tun. Es ist nicht genug, nur zu sagen: "Oh, ich glaube die Botschaft." Diese Botschaft muß in euch sein. Und wenn sie in euch ist, dann muß sie die Frucht Jesu Christi hervorbringen. Nur zu sagen: " Ich glaube die Botschaft, ich liebe den Botschafter und ich gehe zu jeder Versammlung" wird zu gar nichts führen, solange wir nicht tun, was Gott uns durch den Botschafter aufgetragen hat.

Er hatte gesagt: "Wenn du siehst, wie ich von dir genommen werde, kannst du diese doppelte Portion haben." Und die Schrift sagt: "Während sie gingen und im Gehen redeten". Nachdem ihr eine Botschaft von diesem Propheten gehört habt, geht ihr einfach weiter. Und viele unterlassen es zu tun, was er sagt. Viele Frauen hören, wie er sagt: "Schneide nicht dein Haar." Doch sie gehen weiter und schneiden es trotzdem. Und doch sagt ihr, ihr glaubt die Botschaft. Es beweist, daß ihr kein vorherbestimmter Same seid, wenn ihr es weiterhin tut. Amen.

Er hatte gesagt: "Wenn du siehst, wie ich von dir genommen werde." Wir machen daraus... jedesmal, wenn wir eine Botschaft hören und nicht tun, was der Prophet sagt. Er hat eine >Botschaft gepredigt: "Werdet verzweifelt, Freunde. Da wird etwas geschehen." Wie viele gerieten in Verzweiflung? Hört nicht auf, Tag und Nacht zu beten, bis ihr mit Ihm sprecht." Wie viele haben aufgehört, Tag und Nacht zu beten? Die meisten von uns vergessen die Botschaften vollständig, die er gepredigt hat. Und die Bibel sagt: "Wenn du siehst, wie ich von dir genommen werde. Wenn ihr mit dem Wort verbleibt, dann könnt ihr es haben." 

Die Engel haben jetzt ihre Zeit der Untersuchung um zu sehen, ob du und ich uns dem Wort Gottes anpassen und ob wir da hineindrängen. Es gibt ein Drängen, das wir selbst besorgen müssen. Paulus sagte das. Oder nicht? Es gibt eine Bemühung (oder: Anstrengung oder: Leistung), die wir erbringen müssen, daß die Dinge, die in unserem Herzen sind, herausgenommen werden, indem wir Gott suchen. Ich glaube, daß es ein Reinigen unserer Seelen gibt, um uns von den Dingen zu säubern, die in unseren Herzen nicht von Gott sind.

 

Ich meine, daß wir so fleischlich sind in dieser Stunde. Und wenn wir daran denken, daß die Offenbarung dieser Stunde hervorkommt und uns sagt, es sollte eine solche Anregung unter uns hervorrufen, daß wir rufen und Gott preisen können (Oh my!), so sehr angeregt von dem was Gott tut. Und doch sind unsere Versammlungen so tot. Wir können ja kaum singen. Wir können ja kaum die Freude am Herrn haben, die wir benötigen.

 

Und wenn wir fragen: "Wie viele haben die Taufe?", dann hebt jeder seine Hand. Und viele sagen: "Wenn du die Botschaft glaubst, dann hast du es." Aber ich sage euch heute abend, daß wir eine Wiedergeburtserfahrung der Taufe des Heiligen Geistes brauchen. Das brauchen wir. Und diejenigen, die die Taufe des Heiligen Geistes haben, brauchen eine neue Erfahrung der dynamischen Kraft des Heiligen Geistes, die auf uns ruht und uns verliebt macht in den Herrn Jesus Christus.

 

Ich sage euch, was heute los mit uns: Wir sind nicht verliebt in Jesus. Wären wir verliebt in Ihn, dann hätten wir auch das Gebetsleben, das wir benötigen. Wären wir wirklich verliebt in Ihn, würden die Frauen nicht diese Art Kleider tragen, die heute tragen. Wären wir verliebt in Ihn, dann würden die Männer ihre Frauen sich in Liebe unterordnen. Wären wir verliebt in Ihn, dann würden wir auch die Dinge tun, die Er in dieser Stunde von uns verlangt. Und eines davon ist, daß wir einander lieben. Amen.

 

Ich weiß, es ist das Größte, was für tun können, wenn wir Gottes Wort gehorchen, aber ich sage euch, das erste was ihr haben müßt, ist eine echte ("erfahrungsmäßige") Erfahrung mit dem Herrn Jesus Christus. Ihr müßt in Kontakt kommen mit Jesus Christus und durch Seinen Geist wiedergeboren werden. Oh, ihr könnt dasitzen und die Botschaft hören und sie bei den richtigen Leuten in- und auswendig lernen, und dennoch wird es nicht mal einen Haufen Bohnen geben, wenn ihr nicht gefüllt seid mit dem Heiligen Geist. Könnt ihr "Amen" sagen?

 

Wir brauchen die gesalbte Gegenwart Jesu Christi in unseren Versammlungen. Es muß möglich sein, daß wir aus der Welt, die so verdorben ist, heraus und in unsere Versammlung kommen und die Gegenwart Jesu Christi in unserer Mitte spüren. Es reicht nicht, ein paar Lieder zu singen und das Wort Gottes zu predigen. Wir müssen den Heiligen Geist in unserer Mitte haben. Wir müssen die Salbung hinter dem Pult spüren.

Ich meine, daß es eine der größten (also auch wichtigsten) Aufgaben („Dinge“) ist, die eine Versammlung in dieser Stunde tun kann, wenn sie die Gemeinde in die göttliche Ordnung bringt, wo niemand ein Wort sagt, wenn man durch die Tür geht. Man geht zu seinem Platz, setzt sich und beginnt zu beten und über Gott nachzusinnen.

 

50 Wie könnt ihr die Gegenwart Jesu Christi spüren, wenn ihr in eure Gemeinde kommt und weiterredet, so wie ihr es hier tut? Vergebt mir, wenn ich das sage, aber ich sage nur, was Gott mir aufs Herz legt. Wie könnt ihr erwarten, die Salbung des Heiligen Geistes in eurer Mitte zu haben, wenn ihr so miteinander redet, wie ihr es hier tut? Ihr glaubt ja nicht wirklich, daß Er hier ist, wenn ihr das tut. Wir müssen unsere Versammlungen in Ordnung bringen. Und wenn wir diese kleinen Dinge tun, dann laßt mich euch sagen...

 

Ich fordere diese Gemeinde hier heute abend heraus: Wenn ihr die Gemeinde hier in eine göttliche Ordnung bringt, wie der Prophet es gesagt hat, dann werdet ihr <auch> anfangen, die gesalbte Gegenwart Jesu Christi zu spüren. Und die Prediger werden diese Salbung hinter dem Pult vorfinden, so wie sie es bisher noch nicht gekannt haben. Und ihr werdet feststellen...

 

Ich möchte euch etwas sagen. Ihr könnt das Wort Gottes predigen, wie ihr wollt. Ihr könnt in dieser Botschaft das Wort Gottes von Genesis bis Offenbarung predigen  Aber wenn ihr nicht die gesalbte Gegenwart Jesu Christi in dieser Versammlung habt, dann wird es euch nie von euren Sünden überführen. Es benötigt das Wort Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, um Mann oder Frau von ihrer Sünde zu überführen.

 

Mein Gott, ich sage euch, es ist nicht leicht, heute einmal Tränen zu finden, die euch die Wangen herunterlaufen, wo wir doch wissen, daß die Welt kurz davor ist zu verbrennen und daß die Menschen zu Millionen umkommen werden. Man findet heute kaum jemanden in einer Versammlung, der unter einer Last seufzt und weint. In dieser letzten Stunde kommt eine Härte in unsere Herzen, die bislang ganz unbekannt war. Wie sehr wir doch die Taufe des Heiligen Geistes brauchen, daß sie uns heute abend erfaßt und diese Dinge von unserem Herzen wegschneidet, damit wir unsere Lauheit, unseren toten Zustand und unsere Fleischlichkeit sehen, so wie es wirklich ist.

 

Ich sage euch, wir wissen nicht, was es bedeutet, Gemeinschaft mit Jesus Christus zu haben. Heute wissen wir kaum, wie es ist, wenn Seine große, mächtige Gegenwart wie ein Licht in einen Raum kommt und euch durchforscht. Ihr könnt eine Menge Staubpartikel in eurem Raum haben, aber ihr könnt sie erst dann sehen, wenn das Sonnenlicht hereinkommt. Dann zeigt sich erst der ganze Schmutz. Amen.

 

Und ihr wärt überrascht, wenn ihr wüßtet, wie das, was wir tun, dem Heiligen Geist mißfällt und wie es Ihn von uns wegtreibt. Wie können wir da überhaupt erwarten, daß der Herr Jesus Christus unsere Versammlung salbt? Ich sage euch, daß unsere Kinder, wenn sie in den Gottesdienst kommen, die Gegenwart Gottes spüren müssen, damit sie wissen, daß Er unter uns ist, und sich dem Herrn nahen. Einfach nur darüber zu reden, wird deine Kinder nicht überführen, Freund. Sie müssen spüren, wie der Heilige Geist auf ihnen ruht.

 

Wie es mein Herz bewegt, wenn ich mich erinnere, wie mein kleines Mädchen, wie wir gemeinsam den Herrn gesucht haben. Wir tun es nicht mehr genug, obwohl wir bei uns zu Hause zweimal am Tag eine Andacht haben. Und damit ich meine Kinder nicht nur zu bestrafen habe, bete ich auch mit ihnen.

 

Wie viele Häuser kennt ihr, in denen Vater und Mutter niemals mit ihren Kindern auf den Knien liegen, um zu beten? Ihr müßt eure Kinder dem Heiligen Geist aussetzen, damit sie von ihren Sünden überführt werden. Kein Wunder, daß wir in dieser Zeit so viele Probleme mit unseren Kindern haben. Könnt ihr "Amen" sagen? Wir müssen uns selbst der Gegenwart Jesu Christi aussetzen. Wir brauchen eine Last.

 

58 Ich sage euch, diese Gemeinde in Beaumont, Texas, braucht eine Last für Beaumont, Texas. Es ist unter uns kaum eine Person bekannt, die ein schwer ringendes Gebetsleben und eine Last auf dem Herzen hat. Aber wenn wir die Taufe des Heiligen Geistes hätten, wie wir ja glauben, dann sollte uns dies eine Last für diese Stadt geben, für unsere Brüder und Schwestern und für diese verlorene, sterbende Welt.